Zerstörungen nach dem Taifun Rai/Odette auf den Philippinen.

Der Taifun "Rai" hat Mitte Dezember auf den Philippinen verheerende Schäden angerichtet. Der Wirbelsturm, von der lokalen Bevölkerung "Odette" genannt, zerstörte vor allem auf den Inseln Luzon, Mindanao und den Visayas ganze Landstriche. UN-Angaben zufolge sind neun Millionen Menschen von den Folgen des Taifuns betroffen. Mehr als 400 Menschen starben, 1,5 Millionen Häuser wurden zerstört. missio-Projektpartner berichten, dass noch immer viele Menschen in Notunterkünften leben - weitgehend abgeschnitten vom Strom- und Kommunikationsnetz.

Dieter Müller vom Jesuiten-Flüchtlingsdienst

Das verhältnismäßig kleine Schutzelement Kirchenasyl hat in den letzten Jahren etliche tausend Geflüchtete vor schweren Menschenrechtsverletzungen bewahrt. Dieter Müller ist seit zwanzig Jahren beim Jesuiten-Flüchtlingsdienst tätig und seit rund vier Jahren auch in der Ökumenischen Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche e.V. Seit 2017 beobachtet er einen zunehmend restriktiven Umgang mit Kirchenasylgebern, vor allem in Bayern. Die aktuell laufenden Strafverfahren könnten richtungsweisend sein, prognostiziert er. Interview: Bettine Kuhnert

Frauen auf einer Straße in Kenias Hauptstadt Nairobi.

Zum Internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung am Sonntag (6. Februar) fordert missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber ein Ende der menschenverachtenden Praxis: "Weibliche Genitalverstümmelung ist grausam und extrem schmerzhaft. Sie gefährdet nicht nur die Gesundheit der betroffenen Mädchen und Frauen, sondern verletzt ihr Menschenrecht auf Würde und Unversehrtheit. Es ist unsere Pflicht, weiter hinzuschauen und unsere Partnerinnen und Partner vor Ort dabei zu unterstützen, dieser sogenannten Tradition und deren Strukturen ein Ende zu bereiten."

Straßenszene in Burkina Faso.

Nach dem Sturz des Präsidenten Roch Marc Kaboré durch das Militär in Burkina Faso zeigt sich missio München besorgt über die Situation in dem westafrikanischen Land. "Wir hoffen inständig, dass die Konflikte ohne Blutvergießen gelöst werden und die Menschen dort wieder in Frieden und voller Hoffnung in die Zukunft blicken können", betont missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber.

Skyline von Abidjan

Afrika – das ist mehr als Dürre und Krieg, findet Veye Tatah. Und eigentlich ist der Unternehmerin und Journalistin auch die Gliederung des Kontinents in 54 Länder zu kurz gegriffen. Mit ihrem Magazin „Africa Positive“ macht sie sich seit Jahrzehnten dafür stark, außerhalb der Schablonen zu denken, die vom globalen Norden aus bis heute prägen. Ein Gespräch über falsche Bilder und Abhängigkeiten – aber vor allem über die Kraft, selbst zu gestalten. Interview: Kristina Balbach

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missio München ist von der Stiftung "Harmony Foundation" im indischen Mumbai mit dem internationalen Mutter-Teresa-Preis 2021 ausgezeichnet worden. Das internationale katholische Missionswerk wird damit für seinen Einsatz für ökologische Nachhaltigkeit angesichts der Folgen des Klimawandels geehrt. Coronabedingt fand die Preisverleihung nicht live im indischen Mumbai statt. Die Auszeichnung wurde missio München per Post zugesandt.

Blickwechsel Senegal-Deutschland; Foto: Jörg Böthling

Die Rubrik "Blickwechsel" in unserer Mitgliederzeitschrift missio magazin porträtiert alle zwei Monate Menschen aus verschiedenen Ländern, die bei allen Unterschieden eines eint. Diesmal führt Issa Camara den Besuchern der ehemaligen Sklaveninsel Gorée vor Augen, was sich auf dem Eiland vor Dakar über Jahrhunderte hinweg abgespielt hat. Simon Primus führt die Teilnehmer seiner Rundgänge durch München und zeigt anhand konkreter Orte auf, welchen menschlichen Preis der durch den Kolonialismus erworbene Wohlstand kostete.

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Unfairer Handel, Kinderarbeit, Ausbeutung – die Herstellung von Schokolade ist mit vielen Problemen verbunden. Der Kakao dafür kommt oft aus Westafrika, denn Ghana und die Elfenbeinküste sind die größten Produzenten der Welt. Dort gibt es jetzt mutige Unternehmer, die den Markt revolutionieren möchten. Schokolade "made in Africa" – hat das eine Chance?

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Zum Internationalen Tag der Menschenrechte am Freitag (10. Dezember) warnt missio München vor wachsender Unterdrückung von religiösen Minderheiten weltweit. "In Artikel 18 der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte heißt es, jeder habe das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit. Leider müssen wir in unseren Partnerländern in Asien und Afrika aber vermehrt miterleben, wie religiöse Minderheiten – sehr oft sind dies Christen – diskriminiert und angegriffen werden“, betont missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber. Mit einem Online-Diskussionsabend (10. Dezember, 19.30 Uhr) richten wir den Blick auf Indien, wo besonders Christen und Muslime regelmäßig Zielscheibe von Angriffen werden.

missio-Partner Furaha Ntasamaye unterstützt mit seinem Simama-Projekt in Tansania Kinder mit Behinderung und deren Familien.

Zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung am Freitag (3. Dezember) fordert missio München eine bessere Integration von betroffenen Kindern und Jugendlichen und deren Familien. "Vor allem in vielen Ländern Afrikas und Asiens stehen Mädchen und Jungen mit Behinderung am Rand der Gemeinschaft, werden nicht akzeptiert und oft sogar versteckt", informiert missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber. "Uns ist es wichtig, gerade diesen Kindern die Chance auf ein würdevolles und selbstständiges Leben zu ermöglichen. Sie sind wie wir ein Abbild Gottes. Von daher ist es unsere Aufgabe, miteinander und füreinander integrativ zu wirken! Betroffene dürfen nicht aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden!"

Vergangene Zerstörungen in Tigray an der Grenze zu Äthiopien (Archivbild)

Der Bischof der Diözese von Adigrat, Tesfaselassie Medhin, klagt schwere Menschenrechtsverletzungen und Plünderungen der äthiopischen Armee und ausländischer Soldaten in Tigray an. In einer Erklärung im Fernsehen forderte die sofortige friedliche Lösung des Konflikts, der sich zu einer humanitären Krise ausgeweitet habe. 

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Angesichts der anhaltenden Trockenheit und Dürre im Süden Madagaskars warnt missio-Projektpartner Bischof Marie Fabien Raharilamboniaina vor einer weiteren Zuspitzung der katastrophalen Lage für die Binnenflüchtlinge in seinem Heimatland. "Die Menschen, die vor der Dürre fliehen, leben unter widrigsten Umständen. Oft haben sie kein Wasser, keine Schule und keine Krankenstation." Scharf kritisiert der Bischof der Diözese Morondava und langjährige missio-Projektpartner die Regierung seines Landes: "Das eigentliche Problem ist die fehlende Unterstützung durch den Staat. Ohne Unterstützung ist nicht nur das Leben der Einwanderer in Gefahr, sondern von uns allen."

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