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Angesichts anhaltender politischer Debatten um internationale Handelsabkommen und faire Lieferketten fordert der Gemeinwohl-Ökonom Christian Felber Marktvorteile für nachhaltige und menschenrechtskonforme Unternehmen. „Der Weltmarkt ist ein öffentliches Gut und keine Spielwiese. Die Mehrheit der Menschen will eine Veränderung. Unsere gegenwärtige Demokratie lässt das jedoch nicht zu. Zu mächtig sind Unternehmen, zu stark sind Lobbyisten“, betont der Vordenker und Begründer der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) in der neuesten Ausgabe des "missio magazins" des Internationalen Katholischen Hilfswerks missio München.

"Freiheit" steht an einer Mauer in Manila

Mit seinem umstrittenen Anti-Terror-Gesetz hat der philippinische Präsident Rodrigo Duterte ein Instrument geschaffen, um Kritiker unter Druck zu setzen oder loszuwerden. Das bekommen auch missio-Partner zu spüren. Ein Bericht von der Philippinen-Referentin Stephanie Schüller.

Nach dem Tod von Tansanias Präsident Magufuli herrscht neben Trauer auch Hoffnung auf Wandel.

Mit dem Tod des tansanischen Präsidenten John Magufuli am 17. März und der Ernennung von Samia Suluhu Hassan zu seiner Nachfolgerin herrscht in Tansania neben Trauer auch eine Hoffnung auf Wandel. "Der Tod von Präsident John Magufuli hat die meisten Tansanier als schwerer Schock getroffen, da weite Teile der Bevölkerung von seiner Erkrankung nichts wussten", betont der Bischof der Diözese Kondoa, Bernardin Mfumbusa, in einer E-Mail an missio München. In den beiden Wochen vor seinem Tod seien keine Nachrichten mehr an die Öffentlichkeit gedrungen. So hätten sich Verschwörungstheorien über den Tod des 61-Jährigen Bahn gebrochen. "Hier im Süden Tansanias haben die Menschen erst geglaubt, dass Präsident Magufuli wirklich tot war, als Vizepräsidentin Samia Suluhu Hassan die Nachricht offiziell verkündete", berichtet der Koordinator der UZIMA-Projekte zur Palliativpflege in Ndanda, Elvis Miti.

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Abgehängt, von der Welt vergessen: Wer im Flüchtlingscamp, in Slums oder in abgelegenen Regionen der Welt lebt, hat selten eine Wahl. Gute Bildung ist die einzige Chance, davon ist der Jesuitenpater Peter Balleis, Geschäftsführender Präsident des Jesuit Worldwide Learning (JWL), überzeugt. Seit zehn Jahren bringt die Initiative Hochschulbildung an die Ränder der Gesellschaft – und fördert damit weltweit Keimzellen der Veränderung.

Deutsche Spuren in Togo

Das deutsche Kolonialabenteuer in Togo war kurz und ziemlich erfolglos – und es liegt mittlerweile weit zurück. Doch die Verbindungen zwischen Deutschland und dem Land in Westafrika sind immer noch eng. Erkundungen in der Haupt- und Hafenstadt Lomé.

REPORTAGE VON CHRISTIAN SELBHERR / FOTOS: JÖRG BÖTHLING

Äthiopier sind vor den Kämpfen in Tigray in den Sudan geflohen

Der katholische Bischof von Adigrat, Tesfaselassie Medhin, appelliert an die nationale und internationale Gemeinschaft, nicht vom brutalen Kriegsgeschehen in der äthiopischen Region Tigray wegzuschauen. „Hier findet eine humanitäre Katastrophe statt, das Töten muss ein Ende haben“, mahnt er im Gespräch mit missio München.

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Dass Papst Franziskus seine Reise in den Irak am kommenden Freitag (5.3.) antreten will, wertet missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber als starkes Zeichen der Hoffnung für das zerrissene Land. "Die Menschen im Irak haben in den vergangenen Jahren immenses Leid erfahren: Der Irak-Krieg hat das Land zerrissen, die Herrschaft des 'Islamischen Staates' in Teilgebieten hat Spuren der Verwüstung hinterlassen und von Stabilität und Sicherheit kann auch nach dem Sieg über den IS angesichts von Anschlägen mit Toten und Verletzten keine Rede sein", betont Monsignore Huber. "Dass Papst Franziskus das Land nun trotz der heiklen Sicherheitslage und Corona bereist, gibt der stetig sinkenden Zahl an Christen neuen Mut."

Krieg in Syrien: Für das Land ist noch lange kein Frieden in Sicht.

Mit 900.000 Euro hat missio München in den vergangenen beiden Jahren verschiedene Hilfsprojekte im Kriegsland Syrien unterstützt. "Uns ist wichtig, dass wir Syrien auch zehn Jahre nach Ausbruch des Bürgerkrieges nicht vergessen und dass wir den Menschen beim Wiederaufbau beistehen", sagt missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber. "Blockaden und Sanktionen verschlechtern die Versorgungslage. Hilfe von außen kann nur unter erschwerten Bedingungen ins Land gelangen. Deshalb sind wir froh, dass wir uns auf die zuverlässige Arbeit unserer langjährigen Partner vor Ort verlassen können."

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Zum "Internationalen Tag des Radios" am Samstag (13. Februar) macht missio München auf die große Bedeutung des Mediums als "Stimme des Friedens" aufmerksam. Aktuell unterstützt missio den katholischen Sender "Radio Pacis" im ostafrikanischen Uganda. Dessen Programm wendet sich gezielt an Flüchtlinge aus dem Südsudan, die sich vor Terror und Hunger in das Nachbarland gerettet haben. "Radio Pacis erreicht die Menschen dort, wo staatliche Strukturen an ihre Grenzen kommen, und hilft ihnen dabei, sich in dem fremden Land und der anderen Kultur besser zurechtzufinden", betont missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber.

Zum "Internationalen Tag des Radios" am Samstag (13. Februar) macht missio München auf die große Bedeutung des Mediums als "Stimme des Friedens" aufmerksam. Aktuell unterstützt missio den katholischen Sender "Radio Pacis" im ostafrikanischen Uganda. Dessen Programm wendet sich gezielt an Flüchtlinge aus dem Südsudan, die sich vor Terror und Hunger in das Nachbarland gerettet haben. "Radio Pacis erreicht die Menschen dort, wo staatliche Strukturen an ihre Grenzen kommen, und hilft ihnen dabei, sich in dem fremden Land und der anderen Kultur besser zurechtzufinden", betont missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber.

Anne-Marie Salomon bei ihrer Arbeit in Mali.

Es kann passieren, dass man an irgendeinem abgelegenen Ort im riesigen Land Mali sitzt, und plötzlich die Sprache auf eine Frau namens Anne-Marie Salomon kommt. Voller Ehrfurcht wird ihr Name ausgesprochen. Sie sei "wie eine Mutter Teresa", sagen die einen. Ein katholischer Ordensmann aus Deutschland wiederum, der lange Zeit in Afrika lebte, nennt sie: Eine Rose in der Wüste.

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Menschen in Not zu helfen ist für den Straubinger Verleger und Medienprofessor Dr. Martin Balle eine Selbstverständlichkeit.  "Unsere Welt produziert täglich das eineinhalbfache von dem, was eigentlich gebraucht wird, damit keiner hungert. Für mich ist es nur schwer nachvollziehbar, dass wir Wohlhabenden es einfach nicht schaffen, von unserem Profit so viel abzugeben, dass es den anderen dauerhaft besser geht. Da müsste einfach jeder mithelfen, das ist mir ein Anliegen und darum bemühe ich mich", beschreibt Balle seine Motivation, sich unter anderem als Förderer bei missio München zu engagieren.

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