Als Christinnen und Christen sind wir dazu aufgerufen, uns dem entgegenzustellen, Verantwortung zu übernehmen und Hilfe vor Ort auch durch Spenden möglich zu machen. Zum Beispiel für nachhaltige Wasserversorgung über unsere Partner
, betont der der missio-Präsident und richtet den Blick dabei besonders auf den ostafrikanischen Inselstaat Madagaskar, das Beispielland im diesjährigen Monat der Weltmission im Oktober.
Beinahe die Hälfte der Menschen in Madagaskar hat nicht ausreichend zu essen
, sagt Monsignore Wolfgang Huber. „Während die großen globalen Konflikte die Schlagzeilen beherrschen, weitet sich die humanitäre Krise besonders im Süden des Landes nahezu unbemerkt aus. Extreme Folgen des Klimawandels wie die andauernde Dürre im Grand Sud oder zuletzt der verheerende Zyklon Gezani im Frühjahr, entziehen dort Millionen von Menschen Schritt für Schritt ihre Lebensgrundlage.“
Mangel an Nahrungsmitteln und Baumaterial
Gemeinsam mit dem Bistum Regensburg unterstützte missio München nach dem Wirbelsturm die Nothilfe der Kirche an der Ostküste des Landes, die besonders schlimm betroffen war. Doch noch immer fehlt es Tausenden Familien an Nahrungsmitteln und Baumaterial. Im Süden Madagaskars verschärft die zunehmende Trockenheit die angespannte Lage. Immer mehr Menschen verlassen als Klimaflüchtlinge ihre Dörfer und ziehen nach Norden. In Toliara, der größten Stadt im Süden, verteilt die katholische Kirche Nahrungsmittel und unterhält ein Zentrum für unterernährte Kinder.
Die Kürzungen in der Entwicklungshilfe haben die Arbeit der Kirche noch wichtiger gemacht. Wir sind hier am Rand der Ränder
, sagt Erzbischof Gustavo Bombin aus Toliara, der derzeit im Monat der Weltmission als missio-Partner in den Diözesen in Bayern und Speyer unterwegs ist, um von den Herausforderungen zu berichten. Wir haben keinen Zauberstab, um es regnen zu lassen oder um die hungrigen Kinder satt zu machen. Aber wir haben unsere Menschlichkeit und Solidarität.