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Schwerpunkt der akutellen Ausgabe des missio magazins ist Nordostindien. Die Region zwischen Bangladesch, China und Myanmar, die nur durch einen schmalen Korridor mit Zentralindien verbunden ist, steht in diesem Jahr im Fokus der missio-Aktionen im Monat der Weltmission im Oktober – der größten Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit. Lesen Sie in den beiden Reportagen "Das andere Indien" und "Selbstbewusst die Zukunft meistern", wie die katholische Kirche in Zeiten des Hindu-Nationalismus als Friedensstifter und soziale Kraft das Leben der Menschen verbessern möchte.

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Bischof Bernard Unabali, missio-Partner aus Papua Neuguinea, ist am 10. August im Alter von 62 Jahren verstorben. Wir sind ihm sehr dankbar für seine engagierte Arbeit an der Seite der Menschen von Papua-Neuguinea. Auf der Insel Bougainville bemühte sich Bischof Unabali um Frieden und Versöhnung, nachdem es dort in den 80er- und 90er-Jahren zu einem bewaffneten Konflikt um die Kupfer- und Goldmine von Panguna gekommen war.

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Die katholische Kirche in der indischen Unruheregion Kaschmir hofft auf eine baldige Beruhigung der Lage. „Es liegt eine gespenstische Stille über der Region Kaschmir“, schreibt der Bischof von Jammu-Srinagar, Ivan Pereira, an missio München. „Derzeit können wir nur spekulieren, was als Nächstes passieren wird. Es herrschen Ungewissheit und auch Angst in den Köpfen der Menschen, “ erklärt Bischof Pereira.

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Um weltweit neues Bewusstsein für das Thema "Mission" zu schaffen, hat Papst Franziskus unter dem Leitwort "Getauft und gesandt: die Kirche Christi missionarisch in der Welt" für Oktober 2019 einen Außerordentlichen Monat der Weltmission ausgerufen. Zu diesem Anlass haben die Päpstlichen Missionswerke die weltweite Aktion #mymission ins Leben gerufen. Christinnen und Christen rund um den Globus sind aufgefordert, in sozialen Medien, im Gottesdienst oder im öffentlichen Raum ein Zeichen zu setzen und ihre Mission unter dem Hashtag mymission mit anderen zu teilen.

Zum internationalen Tag der Völker hebt missio München die schwierige Situation der indigenen Volksgruppen in Indien hervor. Foto: Friedrich Stark

Zum Internationalen Tag der indigenen Völker am Freitag (9. August) hebt missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber die schwierige Situation der indigenen Volksgruppen in Indien hervor: "Rund acht Millionen Ureinwohner in Indien kämpfen derzeit um ihre angestammten Lebensräume in den Wäldern und Bergen. Wir haben eine Verantwortung für unser gemeinsames Haus und die Bewahrung der Schöpfung – aber auch für alle Menschen darin."

Die missio-Aktion "Furchtlos" unterwegs auf Sommertour in Bayerns Bistümern.

Mit der Aktion Furchtlos weist missio München auf Ungerechtigkeiten gegen Mädchen und Frauen weltweit hin und unterstützt zugleich missio-Partnerinnen, die sich für Menschenrechte stark machen. In diesem Sommer haben wir unsere Arbeit unter anderem beim Bennofest in München, beim Willibaldsfest in Eichstätt, beim Heinrichsfest in Bamberg und beim Fest der weltweiten Kirche in Neuendettelsau vorgestellt.

Astellas-Geschäftsführer Daniel Breitenstein lieferte bei missio 100 alte Firmenhandys für den guten Zweck ab. Hier mit missio-Fundraisingreferentin Ulrike Philipp. Foto: missio

Mit kleinen Dingen etwas bewegen – das wollte die Astellas Pharma GmbH. Also lieferte der Geschäftsführer des Münchner Arzneimittelunternehmens, Daniel Breitenstein, 100 alte Handys bei missio München ab. Um den Abbau der Ressourcen einzudämmen und die Umwelt zu schonen, sammelt missio gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern Kolpingwerk und Mobile-Box ausrangierte Mobiltelefone.

Welternährungsbericht 2019 - Hunger in Ostafrika

„Dass jeder dritte Mensch in Ostafrika unterernährt ist, ist unannehmbar“, betont missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber angesichts des gestern (15. Juli) veröffentlichten Welternäh­rungsberichts. „Wenn zwei Milliarden Menschen weltweit unter Ernährungsunsicherheit leiden, und das vor allem in Afrika und Asien, gleichzeitig aber wenige Einzelne immer extremeren Reichtum anhäufen, so ist etwas drastisch in Schieflage geraten. Über 20 Millionen Kinder, die untergewichtig zur Welt kommen, sind keine Nachricht, sondern ein Skandal.“

Flut in Nordostindien nach Monsun

Nach heftigen Monsunregen sind viele Menschen in Nordostindien dringend auf Hilfe angewiesen. Den Menschen fehlt es an Grundlegendem, wie missio-Projektpartner Pater Varghese Velickakam, der Direktor des regionalen Sozialzweigs der katholischen Kirche in Nordostindien, berichtet: an sauberem Trinkwasser, Möglichkeiten der Wasseraufbereitung, Moskitonetzen, Nahrungs­mitteln, Hygieneartikeln und einer funktionierenden Gesundheitsversorgung.

Sonntag der Weltmission im Oktober 2019 mit dem Fokus auf Nordostindien.

Im Oktober 2019 feiert missio den Monat der Weltmission, die größte Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit. Im Mittelpunkt der Pfarrei- und Gemeindearbeit steht in diesem Jahr die Partnerregion Nordostindien. Zu den Aktionen rund um den Sonntag der Weltmission am 27. Oktober hat missio knapp vier Wochen lang Projektpartner aus dem Nordosten Indiens zu Gast. Sie werden bei Veranstaltungen und in Vorträgen über die Situation der Christen in ihrer Heimat berichten. Die zentralen Feiern zum Weltmissionssonntag finden 2019 im Erzbistum Bamberg statt.

Die eritreische Regierung hat in den vergangenen Wochen 21 katholische Krankenhäuser schließen lassen. Foto: missio München

Nach der Schließung aller katholischen Krankenhäuser in Eritrea kritisieren die Bischöfe des ostafrikanischen Landes die Regierung für ihr Vorgehen. "Wir sind überzeugt davon, dass die gegen unsere Kliniken gerichteten Maßnahmen eines unserer religiösen Rechte besonders verletzt und zwar: anderen Menschen Gutes zu tun", schreiben die Vertreter der katholischen Kirche Eritreas an missio München. Daher verletze dieses Vorgehen auch das allgemeine Grundrecht auf Religionsfreiheit.

Internet-Hetze gegen indischen Jesuiten: Pater Saju sagt Tanz-Auftritt in München ab.

Wegen einer Hetzkampagne in sozialen Medien hat der vielfach international ausgezeichnete indische Tänzer und Jesuit Pater Dr. Saju George Moolamthuruthil einen öffentlichen Auftritt in München abgesagt. Der Jesuit, der regelmäßig in Deutschland auftritt, hätte am Donnerstag (4. Juli) in einem Münchner Museum getanzt, sah sich aber gezwungen, die von einem in München ansässi­gen Verein organisierte Veranstaltung aufgrund der Internet-Hetze abzusagen.

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