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„Frauen dürfen keine Handelsware sein!“


08. März 2022
Zum Internationalen Frauentag am Dienstag (8. März) ruft missio München zum verstärkten Kampf gegen die Ausbeutung und den Missbrauch von Frauen auf. In vielen Regionen der Welt werden Frauen und Mädchen als billige Arbeitskräfte ausgenutzt, zwangsweise verheiratet oder zur Prostitution gezwungen. "Es darf nicht sein, dass Frauen und Mädchen als Handelsware missbraucht werden", sagt missio-München-Präsident Monsignore Wolfgang Huber.
© Jörg Böthling/missio München

„Wir versuchen in unseren Projekten, gemeinsam mit unseren Partnerinnen und Partnern vor Ort benachteiligte Frauen weltweit zu stärken, um ihnen ein Leben in Würde und Gleichberechtigung zu ermöglichen", betont der missio-Präsident.

Frauen werden ausgebeutet und zur Prostitution gezwungen

In diesem Jahr richtet missio der Blick besonders auf das ostafrikanische Land Kenia. Vor allem die Hauptstadt Nairobi ist zu einem Drehkreuz des internationalen Frauenhandels geworden. Mädchen und Frauen aus ländlichen Regionen Kenias, aber auch aus den Nachbarländern Uganda und Tansania, werden in die Millionenstadt gebracht, um als Haushaltshilfen zu arbeiten. Oft werden sie dort ausgebeutet und zur Prostitution gezwungen. „Trotzdem sehen das viele Menschen noch immer nicht als Verbrechen an“, betont Winnie Mutevu, Mitarbeiterin der Organisation HAART. Seit mehr als zehn Jahren kämpft HAART in Nairobi gegen Menschenhandel und die Ausbeutung von Arbeitskräften. HAART betreibt Aufklärungsarbeit, vermittelt rechtlichen Beistand und bietet berufliche Alternativen für die Opfer.

Menschenhandel in Arabischen Golfstaaten 

Vermehrt kommt es in den arabischen Golfstaaten zu Fällen von Menschenhandel. In der Hoffnung auf einen gut bezahlten Arbeitsplatz in Ländern wie Saudi-Arabien oder Katar geraten Frauen aus Kenia an kriminelle Vermittler. „Sobald sie im Zielland ankommen, werden ihnen die Pässe abgenommen und sie können das Land nicht mehr ohne Erlaubnis ihres Arbeitgebers verlassen,“ beschreibt Winnie Mutevu die Situation. 

missio München unterstützt die Organisation HAART seit mehreren Jahren. Im Oktober 2022 wird missio den Kampf gegen Menschenhandel auch im Rahmen der Aktionen zum Monat der Weltmission (www.weltmissionsmonat.de) besonders in den Blick nehmen. 

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