Feierstunde anlässlich 1000-Schulen-Initiative

Dank der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Kirchweidach sind zwei Schulbauprojekte in Äthiopien finanziert und gebaut worden. Die Umsetzung erfolgte im Rahmen der bundesweiten Initiative „1000 Schulen für unsere Welt“, mit der missio München seit November 2019 kooperiert.

Unter dem Motto „Wir bauen für Kinder in Afrika“ hat die VG Kirchweidach für die beiden Schulbauprojekte binnen drei Jahren sagenhafte 66.300 Euro an Spendengeld gesammelt. Der offizielle Abschluss wurde am vergangenen Mittwoch (23. März 2022) mit der Übergabe zweier symbolischen Schecks dokumentiert. „Wir bedanken uns für dieses außergewöhnliche Engagement in diesem so wichtigen Anliegen bei den Verantwortlichen der VG Kirchweidach“, sagte Carola Meier, stellvertretende Fundraising-Leiterin von missio München.

Schülerwohnheim und Schule in Äthiopien gebaut

Das Schülerwohnheim in GlubakDas Schülerwohnheim in Gublak Foto: PartnerBei den beiden Projekten handelt es sich um ein Schülerwohnheim für 30 Kinder in der Stadt Gublak im Nordwesten Äthiopiens sowie um eine Schule in Ohaba für 100 Kinder. Nachdem Projekt Nummer eins finanziert und eröffnet war, startete die von der VG beauftragte Arbeitsgruppe Projekt Nummer zwei trotz der Corona-Pandemie. Vor wenigen Wochen waren die benötigten 37.800 Euro beisammen.

Die Schule in Ohaba hatte missio vorfinanziert, sie wurde bereits im Herbst 2020 eröffnet. Wegen des Kriegs in Äthiopien sind die Schulen derzeit allerdings geschlossen. Die Comboni-Missionare, die bei beiden Projekten die Partner vor Ort sind, hoffen, dass sie bald wieder den Betrieb aufnehmen können.

Maximiliana Schürrle, Honorarkonsulin der Bundesrepublik Äthiopien, betonte, dass hinter dieser hohen Spendensumme eine starke Gemeinschaft stehe. „Jedes Kind in Äthiopien hat Glück, wenn es zur Schule gehen kann.“

Verdienst vieler Spender

Die Schule in Obaha Foto: PartnerDie Schule in Obaha Foto: PartnerDie VG Kirchweidach besteht aus den Gemeinden Halsbach, Tyrlaching, Feichten und Kirchwaidach im Landkreis Altötting. Die Gesamtsumme ist ein Verdienst vieler Spender – Privatpersonen, Vereine, Gruppierungen und Betriebe – und Engagierter der Arbeitsgruppe, die Gelder einwarben. „Nur wenn Kinder lesen, schreiben und rechnen können, haben sie auch eine Chance auf eine selbstbestimmte Zukunft“, sagte der Altöttinger Landrats-Stellvertreter Hubert Gschwendtner bei der Feierstunde. „Ihr Engagement stärkt die Gesellschaft. Wir können stolz auf unsere Bürger sein, die helfen, wenn Hilfe gebraucht wird“, ergänzte er.

1000-Schulen-Initiative bei weiteren missio-Projekten Partner

Die 1000-Schulen-Initiative läuft seit 2018. Ins Leben gerufen wurde sie von den kommunalen deutschen Spitzenverbänden – Städtetag, Landkreistag und Städte- und Gemeindebund – unter Schirmherrschaft des damaligen Bundesministers für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Gerd Müller. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich über Spendengelder, die zu 100 Prozent in die Projekte fließen. Nach Angaben von Landrat Stefan Rößle aus dem schwäbischen Landkreis Donau-Ries, Ideengeber und treibende Kraft hinter „1000 Schulen“, wurden im Zuge der Initiative bereits 170 Schulen mit insgesamt etwa sechs Millionen Euro Spendengeld gebaut.

Neben den Bauten in Äthiopien werden weitere missio-Schulprojekte von der Initiative unterstützt. Dabei geht es um die Erweiterung eines Kindergartens in Burkina Faso (bereits finanziert), um den Bau von Klassenzimmern in Nepal und die Errichtung einer Grundschule für Kinder von Teeplantagenarbeitern in Indien.

Hier finden Sie Informationen zu einer Auswahl der 1000-Schulen-Projekte von missio:

pdfBau eines Schülerwohnheims in Äthiopien1.44 MB 

pdfErweiterung eines Kindergartens in Burkina Faso1.9 MB 

pdfBau von Klassenzimmern in Nepal1.61 MB

 Anm. d. Red.: Der Artikel wurde am 29.03.2022 aktualisiert.

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