Preisträger des Menschenrechts-Filmpreises: For Sama

Hinter 385 Einreichungen des aktuellen 13. Wettbewerbsjahrgangs des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises (DMFP) stehen mindestens 385 Geschichten von Folter und Tod, Vertreibung und Diskriminierung, von staatlicher Repression oder Einschränkung von Meinungs- und Pressefreiheit. Gleichzeitig geben viele Beiträge Mut, sich für Menschenrechte einzusetzen. In den nächsten Wochen steht ein mehrstufiges Sichtungs-, Auswahl- und Juryverfahren an. Die Entscheidung, an der auch missio München beteiligt sein wird, fällt Ende Oktober.

Der Veranstalterkreis des DMFP hatten dazu aufgerufen, bis zum 30. Juni ihre Lang- und Kurzfilme, Magazinbeiträge, Produktionen von Hochschulen und Non Professionals einzusenden. Vorgelegt wurden 106 Langfilme, 95 Kurzfilme, 84 Filme von Hochschulen, 30 Magazinbeiträge sowie 70 Filme, die von nicht-kommerziell arbeitenden Filmteams produziert wurden; die Letztgenannten sind in diesem Jahrgang damit besonders stark vertreten.

Menschenrechtsverletzungen weltweit – auch in Europa Die fast 400 Filme bearbeiten eine große Bandbreite von Themen und Aspekten der Menschenrechte. Inhaltlich hervorstechend an den Filmen in diesem Jahrgang ist der dargestellte Zusammenhang zwischen den Folgen des Klimawandels und der Verletzung von Menschenrechten. Dabei werden die Zerstörung natürlicher Lebensgrundlagen von Menschen ebenso diskutiert wie z.B. auch Folgen der Privatisierung von Wasser oder die erzwungene Flucht vieler Menschen als direkter Folge von Umwelt- und Klimakrisen. Ein zweites zentrales Thema ist die Ungleichbehandlung und Diskriminierung von Menschen aufgrund geschlechtlicher Identität, sexueller Orientierung, Hautfarbe oder sozialer Herkunft. Kircher: „Insgesamt befassen sich erschreckend viele Filme weiterhin mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit – übrigens in allen Teilen der Welt, also auch in Europa und Deutschland.“

Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis zeichnet herausragende Film- und Fernsehproduktionen aus, die Geschichte, Wirkungen und Bedeutung der Allgemeinen Menschenrechte thematisieren. Der Preis wird im zweijährigen Rhythmus verliehen und jeweils Anfang Dezember anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte überreicht. Aktuell gestalten und finanzieren 20 Organisationen der Zivilgesellschaft den Wettbewerb, darunter bundesweit tätige Organisationen der Menschenrechts-, Bildungs-, Kultur- und Medienarbeit, religiöse und kirchliche Organisationen sowie kommunale Einrichtungen. missio ist Mitbegründer und Veranstalter des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises und in der Jury vertreten. Mehr Informationen zum Preis erhalten Sie hier: https://www.menschenrechts-filmpreis.de/



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