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Verheerende Erdrutsche in Äthiopien - missio-Partner leisten Hilfe vor Ort

16. März 2026
Nach den verheerenden Erdrutschen in Südäthiopien hat missio München für die Menschen vor Ort eine Soforthilfe von 30.000 Euro bereitgestellt. Mit dem Geld werden Lebensmittel, Zelte, Bettzeug und Hygieneartikel finanziert.
Männer stehen zwischen Schlamm und abgebrochenen Ästen und versuchen Überlebende nach den Erdrutschen in Äthiopien zu finden.
© Foto: Projektpartner missio München

Im Südwesten des Landes im Gacho Baba Bezirk war es im März infolge extrem heftiger Regenfälle zu verheerenden Sturzfluten gekommen. Bei einem ersten Hangrutsch wurden fünf Menschen verschüttet. Als Gemeindemitglieder an der Unglücksstelle den Verschütteten helfen wollten, lösten sich weitere massive Erdrutsche, die die Helfer unter sich begruben. Die Behörden gehen von mindestens 120 Toten aus. Mehr als 10.000 Männer, Frauen und Kinder wurden obdachlos.

missio-Partner verteilen Zelte und Decken

Die Menschen hier sind in einem Zustand tiefen Schocks, schreibt missio-Projektpartner Mammo Beriso. Er leitet die Spiritan Community Outreach Ethiopia (SCORE), die Akuthilfe der Ordensgemeinschaft der Spiritaner in Äthiopien. Hinzu kommt, dass die Überlebenden durch mögliche weitere Erdrutsche stark gefährdet sind und es in den Notunterkünften an allem fehlt, auch an sauberem Trinkwasser. Zudem wurden Tausende Hektar Hanglandwirtschaft und Flussuferplantagen weggeschwemmt, die bevorstehende Ernte wurde weitgehend zerstört, das Vieh verendete.

Die missio-Projektpartner verteilen jetzt Wasserreinigungstabletten, Kanister und Hygieneartikel sowie Lebensmittel, Zelte und Decken. missio München unterstützt mit den Spiritanern kirchliche Kräfte vor Ort, die für ihre humanitäre Hilfe hoch angesehen sind. Auch bei den verheerenden Erdrutschen vor 2024 hatten sie die Nothilfe vor Ort koordiniert – missio München unterstützte auch damals. Angesichts der aktuellen Katastrophe haben die lokalen Behörden die Spiritaner auch diesmal sofort kontaktiert und um Hilfe gebeten.

missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber. Auch diesmal trifft die Katastrophe wieder die Ärmsten – Bauern und Viehzüchter, die ihr Leben unter schwierigsten Bedingungen meistern. Familien haben Angehörige verloren, Kinder sind zu Waisen geworden. Bitte helfen Sie uns, gemeinsam mit unseren Projektpartnern vor Ort die Not zu lindern.