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Zyklon in Madagaskar: Bistum Regensburg hilft mit 50.000-Euro-Spende

11. März 2026
Nach dem verheerenden Tropensturm „Gezani“ in Madagaskar kann missio München seine Nothilfe für die Opfer der Katastrophe weiter aufstocken: Das Bistum Regensburg, in diesem Jahr ausrichtende Diözese der Feierlichkeiten zum Weltmissionsmonat mit dem Beispielland Madagaskar, gibt 50.000 Euro aus seinem Katastrophenhilfefonds dazu und verdoppelt damit die Summe. Bei einem Treffen in Regensburg übergab Bischof Rudolf Voderholzer den Scheck an missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber.
missio-Präsident Monsignore Huber und der Regensburger Bischof Voderholzer halten einen symbolischen Scheck über 50.000 Euro für die Nothilfe Madagaskar in ihren Händen.
© Foto: Barbara Brustlein/missio München

Zehntausende Familien befinden sich bis heute in einer dramatischen Lage. Sie haben kein sicheres Dach über dem Kopf, es fehlt an Nahrungsmitteln und wichtigen Medikamenten. Das macht mich sehr betroffen, sagte Bischof Voderholzer, der im April gemeinsam mit missio-Präsident Huber und einer kleinen Delegation in Madagaskar unterwegs sein wird. Die Reise führt auch durch die besonders betroffene Region um die Hafenstadt Toamasina im Osten des Inselstaats. Im Weltmissionsmonat im Oktober werden wir hier im Bistum Regensburg Projektpartnerinnen und -Partner von missio aus Madagaskar empfangen, um mehr über die großen Herausforderungen für die Ortskirche zu erfahren. Umso wichtiger ist es mir, gerade jetzt in dieser schlimmen Notlage unsere Solidarität mit den Menschen in Madagaskar mit Leben zu füllen. Mit 50.000 Euro aus unserem Katastrophenhilfefonds unterstützen wir darum die Versorgung der vielen betroffenen Familien und den Wiederaufbau. Wir stehen an der Seite der Menschen – auch mit unseren Gebeten.

Verheerende Folgen des Klimawandels

missio-Präsident Huber dankte Bischof Voderholzer – auch im Namen des Projektpartners Pater Thomas Joseph, der für die Erzdiözese Toamasina die Nothilfe koordiniert und im Monat der Weltmission in Bayern zu Gast sein wird. Drei Viertel der Bewohner Madagaskars leben in extremer Armut. Die Folgen des Klimawandels treffen diese Menschen mit voller Härte. Wir dürfen sie in ihrem Leid nicht alleine lassen, betonte Huber. Erste besonders betroffene Haushalte seien bereits mit Lebensmitteln und Hygienekits versorgt worden. Eine mobile Klinik habe die Arbeit aufgenommen, Schulmaterial werde verteilt. In einem zweiten Schritt sollen dann erste Häuser wieder bewohnbar gemacht werden.

Madagaskar ist 2026 Beispielland im Weltmissionsmonat, der sich in diesem Jahr zum hundertsten Mal jährt. Im Oktober werden missio-Partnerinnen und -Partner verschiedener Regionen der Insel in den Diözesen in Bayern und in Speyer unterwegs sein.

Unmittelbar nach dem Tropensturm „Gezani“ in Madagaskar hatte missio München Mitte Februar die Opfer der Katastrophe bereits mit einer Soforthilfe von 50.000 Euro unterstützt. Behörden meldeten mindestens 38 Tote und hunderte Verletzte. Zehntausende Menschen wurden obdachlos.