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Das aktuelle missio magazin: Vom Glück Neues lernen zu dürfen

13. April 2026
Die neue Ausgabe des missio magazins zeigt, wie Menschen in Kenia und Madagaskar die Chance erhalten Neues zu lernen und ihr Leben damit auf eine Basis zu stellen, die trägt: indem sie ihre Ernährungssicherheit erhöhen und durch Schulbildung die Möglichkeit bekommen, später einen guten Beruf zu erlernen.

Titelbild missio magazin Ausgabe 3/2026 – Madagaskar: Ein Mädchen mit Strohhut lächelt in die Kamera.Kristina Balbach berichtet in "Der lange Weg zur Schule" über den harten Alltag von Kindern und ihren Familien in Madagaskar. Tagesmärsche ins nächste Dorf oder Arbeiten für den Topf Reis am Abend sind für viele Jungen und Mädchen auf der riesigen Insel vor der afrikanischen Südostküste ganz normal. Vor allem im ländlichen Raum bleibt ihnen das Lernen oft verwehrt. Die Kirche hat beschlossen: Wenn die Kinder nicht zur Schule kommen, dann kommt die Schule eben näher zu ihnen. In den „Écoles de brousse“ von Moramanga, den sogenannten Buschschulen, gibt es nicht vieles, aber guten Unterricht. Für viele Mädchen und Jungen die einzige Chance etwas aus ihrem Leben zu machen.

In Kenia besuchen Christian Selbherr und Jörg Böthling ein Musterprojekt für urbane Landwirtschaft, das eine besondere Anbaumethode nutzt: Hydroponik. Das ist deshalb so interessant, weil in den Armenvierteln von Nairobi und in den ländlichen Dörfern Kenias die Preise für Lebensmittel dramatisch gestiegen sind. Wer sich kaum Essen leisten kann, muss sich anders helfen. Aber um eigenes Gemüse anzubauen, fehlt in der Stadt oft der Platz. Beim hydroponischen Anbau braucht man keine Erde, oft nicht mal ein Beet: Die Pflanzen wachsen in die Vertikale. Die Methode spart bis zu 80 Prozent Wasser, sie steigert die Erträge und kommt ohne Pestizide aus. Mit Hilfe der Kirche haben die ersten Projekte begonnen. In der Reportage "Es grünt auf engstem Raum" kommen Projektbeteiligte zu Wort...

Interviews und Berichte zu Herausforderungen der Weltkirche

Neben den Reportagen bietet die Ausgabe ein Interview mit dem Stifter Uli Holdenried, der von sich selbst sagt, er sei ein Kapitalist mit sozialer Ader. Kristina Balbach spricht mit ihm darüber, was es für ihn bedeutet "einfach etwas zu tun", darüber warum es ihm so wichtig ist, regelmäßig auf die Philippinen zu reisen und dabei auch Familienmitglieder mit in die Projekte zu nehmen.

In einem Gastbeitrag für den "Vordergrund" erinnert Katrin Eigendorf in einer Welt voller Krisen an den Wert von Wissenschaft und Fakten. Sie ist der Ansicht: Wer glaubt, sich mit Zäunen, Zöllen oder Rhetorik vor einem kollabierenden Ökosystem schützen zu können, hat das Ausmaß der Bedrohung nicht verstanden.

Für die "Facetten international" blicken wir auf die Situation der Menschen im Libanon, insbesondere auf die Not der Vertriebenen, die zwischen den Fronten zerrieben werden. Außerdem berichten wir über den verheerenden Zyklon Gezani, der Tausende auf Madagaskar obdachlos gemacht hat. missio München unterstützt gemeinsam mit dem Bistum Regensburg die Arbeit der Projektpartner vor Ort. Außerdem ehren wir den verstorbenen Kardinal Polycarp Pengo aus Tansania als einen Visionär der Kirche Afrikas.