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  • Charity kann durch Jipe Moyo Hoffnung schöpfen
    Hilfe für die Mädchen von Musoma
    Ihre Spende schenkt Hoffnung

Zuflucht für traumatisierte Mädchen


Mit nur acht Jahren hat Charity bereits die erste Ehe hinter sich. Ihr Gatte, 54 Jahre alt, hatte sie für den Brautpreis von fünf Kühen erworben. Ihr Eheleben entwickelte sich für das junge Mädchen zur Hölle. Bei der ersten Gelegenheit, die sich für Charity ergab, wagte sie die Flucht. Völlig auf sich gestellt, landete sie über Umwege in Musoma, einer Stadt im Norden Tansanias.

Hier fand sie endlich Zuflucht. Ordensfrauen des „Unbefleckten Herzen Mariens“ nahmen Charity mit in das Schutzzentrum „Jipe Moyo“ auf. Jipe Moyo bedeutet soviel wie „Hab Mut im Herzen“. Die Schwestern kümmern sich im Zentrum um traumatisierte Kinder. Neben zwangsverheirateten Kindern sind es Opfer von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM), Mädchen, die in der Familie oder als Hausangestellte missbraucht worden sind, oder Jungen, die auf der Straße Gewalt erfahren haben. Meist haben die Schützlinge sowohl körperliche als auch tiefe seelische Wunden. 

Tansanias früh verheiratete Mädchen

In einigen Regionen Tansanias wird die Kinderehe immer noch praktiziert – vor allem im ländlichen Norden. Ein Grund dafür ist die bittere Armut der Herkunftsfamilien: Viele Eltern sehen sich gezwungen, ihre minderjährigen Töchter zur Heirat freizugeben, um einen Brautpreis zu erhalten. Die Mitgift, meist in Form von Kühen, hilft der Familie zu überleben. 

Die Mädchen sind ihren Ehemännern körperlich und seelisch vollkommen ausgeliefert. Früh einsetzende und schnell aufeinanderfolgende Schwangerschaften gefährden ihre Gesundheit.

FGM: Grausames Ritual

Die Praxis der äußerst schmerzhaften Genitalverstümmelung ist offiziell schon lange in Tansania verboten. Tatsächlich ist sie allerdings noch bei einigen Volksgruppen ein gängiges Ritual. Die Mädchen leiden ihr Leben lang darunter, manchmal führt FGM auch zum Tod.     

Die Arbeit der Schwestern ist für Betroffene wie Charity ein Rettungsanker. In "Jipe Moyo" finden sie ein Zuhause und neue Lebensperspektiven. 

Gestärkt für ein neues Leben

Sr. Annunciata Chacha und ihre Mitstreiterinnen, die "Jipe Moyo" seit 2012 leiten, setzen sich unermüdlich für ihre Schützlinge ein. Jene werden nicht nur medizinisch versorgt, sondern erhalten auch eine umfassende psychologische Betreuung, die ihnen dabei hilft, ihre Traumata zu überwinden. Die Jüngeren gehen zur Schule - viele erstmals -, die älteren werden in Berufsausbildungsprogramme für Tischlerei und Schneiderei vermittelt. 

Wichtige Aufklärungsarbeit zu Kinderehe und FGM 

Die Schwestern leisten außerdem wichtige Aufklärungs- und Präventionsarbeit, indem sie in Schulen und bei öffentlichen Veranstaltungen über die gravierenden Auswirkungen von Kinderehe und FGM sensibilisieren und die Gemeinschaft über die Rechte von Kindern aufklären. 

Mit Hilfe der Schwestern können die Kinder neue Kraft schöpfen und den Mut entwickeln, um gestärkt in ein neues Leben zu starten. Gleichzeitig ist das langfristige Ziel, die Betroffenen mit ihren Familien wieder zu versöhnen.

„Mit Gewalt und Missbrauch aufzuwachsen
beeinträchtigt die Entwicklung der Kinder, ihre Würde, ihre physische und psychische Unversehrtheit.“

Sr. Annunciata Chacha, ehemalige Leiterin des Heims

Gemeinsam Veränderung schaffen!

Die Schwestern tragen gemeinsam mit den Kindern zum Unterhalt des Heimes bei. Sie verkaufen Hühner und Fische aus eigener Zucht sowie selbst angebautes Gemüse. Allein mit diesen Einnahmen können die Schwestern die Kosten für den Unterhalt des Heimes jedoch nicht decken.

Damit das Jipe-Moyo-Center Hilfesuchenden weiterhin offenstehen kann, sind die Schwestern dringend auf Unterstützung angewiesen. Ihre Spende hilft uns dabei, den Mädchen von Musoma eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

… ermöglichen die Unterbringung und Versorgung eines Mädchens für vier Monate.

… finanzieren einem Mädchen den kompletten Schulbesuch über zwei Jahre hinweg.

… versorgen zwei Kinder ein Jahr lang mit Kleidung, Schulmaterial und Hygieneartikeln.