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Das Benediktinerkloster Keur Moussa, 50 Kilometer von der senegalesischen Hauptstadt Dakar in Richtung Thiès gelegen, hat die Musik weltberühmt gemacht: Die gregoria­nischen Gesänge der Mönche erklingen auf Wolof und Französisch, begleitet von Trommeln, Balafon und der Kora, der westafrikanischen Stegharfe. Ein Besuch in der Kora-Werkstatt des Klosters.

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Der Kampf um die Region Casamance gehört zu den vergessenen Konflikten. Die Waffen schweigen wohl zur Zeit, doch die Wunden des Krieges im Süden des Senegals sind noch fast überall spürbar. Jetzt kehren viele Flüchtlinge zurück. Wie kann der Wiederaufbau gelingen? 

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Vor allem in den ländlichen Gebieten des Senegals ist das Leben oft beschwerlich. 38 Prozent der Menschen vor Ort leben unterhalb der Armutsgrenze. Eine solide Schul- und Berufsausbildung bleibt insbesondere den Mädchen verwehrt, da viele von ihnen schnell verheiratet werden oder schon früh zum Lebensunterhalt der Familie beitragen müssen. Hakha etwa hat es nicht leicht. Sie kommt aus ärmlichen Verhältnissen und ist Mutter einer kleinen Tochter. Ohne Berufsausbildung verfügt sie über keine geregelten Einkünfte. Wie kann die 27-Jährige ihre Kleine unter diesen schwierigen Umständen großziehen und ausreichend versorgen?

Priester helfen einander in der Mission: Die Solidaritätsaktion PRIM

Erkranken Priester in den Ländern Afrikas, Asiens und Ozeaniens, können sie sich meistens keinen Arzt leisten. Auch der Lebensunterhalt ist für viele finanziell nicht leicht zu stemmen, denn im Gegensatz zu Priestern in Deutschland bekommen Kleriker in den Ländern des Südens oft kein Gehalt. Aus diesem Grund haben Geistliche aus Deutschland die Aktion PRIM (Priester helfen einander in der Mission) ins Leben gerufen. Eine Solidaritätsaktion, bei der deutsche Priester ihre Mitbrüder unterstützen. Und das seit 50 Jahren.

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Priester sind Seelsorger und noch viel mehr. Gerade in Afrika und Asien sind sie gleichzeitig Sozialarbeiter, Krankenpfleger und Erzieher, Dorfentwickler und Nothelfer. In Ländern des globalen Südens ist die Berufung oft mit großen persönlichen Entbehrungen verbunden. In Deutschland gibt es andere Herausforderungen. Über den Dienst am Menschen – in Bayern und in der Casamance, einer entlegenen Region des Senegal. Und darüber, wie Solidarität über die Aktion PRIM gelebt wird.

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Zu Beginn des neuen Schuljahres in Bayern bietet missio München in einer neu gestalteten Bildungsdatenbank Unterrichts- und Bildungsmaterial rund um die Themen Welt-Kirche und Eine-Welt an. Die neue missiothek liefert unter www.missiothek.de  Religionslehrerinnen und –lehrern sowie allen, die in der Pastoral, in Kindertageseinrichtungen oder in der Schule tätig sind, Anregungen und Bausteine, um globales und interkulturelles Lernen im Unterricht und in der Arbeit mit Gruppen zu fördern oder um eine liturgische Feier vorzubereiten.

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Als gelungener "Dialog des Lebens" wird das Verhältnis zwischen Christentum und Islam im Senegal oft beschrieben. Und es stimmt: Wo andernorts die Feindschaften wachsen, da vertragen sich Muslime und Christen in dem westafrikanischen Land vergleichsweise gut. Was nicht heißen muss, dass es überhaupt keine Probleme gibt.

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Ein zweistöckiges lichtdurchflutetes Haus ist im senegalesischen Thiès Anlaufstelle für junge Frauen aus schwierigen familiären Verhältnissen. Dort finden sie einen Ausbildungsplatz, der ihnen eine gute Zukunft ermöglicht, aber noch viel mehr als das: ein Besuch bei jungen Musliminnen und Christinnen, die sich mit Mut und Zuversicht ein besseres Leben aufbauen.

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Obwohl weltweite Konflikte Religionen zunehmend einen zweifelhaften Ruf einbringen unterstreicht der Theologe und Religionswissenschaftler Dr. Andreas Renz deren friedensstiftende Wirkung. "Religionen können friedensstiftend wirken und tun es auch faktisch. Ich denke, dass die meisten Konflikte und die meiste Gewalt nicht primär religiös, sondern machtpolitisch begründet sind, aber sich der Religionen bedienen", betont der Leiter des Fachbereichs Dialog der Religionen im Erzbischöflichen Ordinariat München in einem Interview mit dem aktuellen missio magazin (5/2021).

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Angesichts großer gesellschaftlicher Herausforderungen spricht sich der SPD-Politiker Karamba Diaby im „missio magazin“ für mehr Zusammenhalt aus. „Der Ton ist in den vergangenen Jahren rauer geworden. Die Spaltung in der Gesellschaft ist deutlich zu spüren“, konstatiert der Bundestagsabgeordnete im Interview.

Die Corona-Hilfsprojekte von missio München

missio München steht seinen Projektpartnerinnen und Projektpartnern gerade in Zeiten der weltweiten Corona-Pandemie zur Seite. Gemeinsam unterstützen wir über das weltweite Netzwerk der katholischen Kirche die betroffenen Menschen in Afrika, Asien und Ozeanien. Dazu haben wir im Frühjahr 2020 einen Corona-Hilfsfonds gestartet, über den wir insgesamt 675.000 Euro für Sofortmaßnahmen zur Bewältigung der Krise beisteuern können (Stand 30.04.2021). Innerhalb von nur 12 Monaten wurden dank einer außergewöhnlichen Spendenbereitschaft neun Projekte in Afrika und Asien vollständig finanziert. Wir danken allen Unterstützerinnen und Unterstützern von Herzen. Nach wie vor brauchen unsere Projektpartnerinnen und Projektpartner allerdings dringend unsere Solidarität. Bitte helfen Sie, jede Spende zählt.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht ausgewählter laufender Projekte, die Sie sich hier als pdf herunterladen können>>.

Physiotherapeutin Sr. Maria-Kim von den Weißen Schwestern bringt dem zwölfjährigen Brahim Medikamente

Die Atlantikküste auf der einen, die Dünen der Sahara auf der anderen Seite: Sie umgeben Nouakchott, die Hauptstadt der Islamischen Republik Mauretanien. Etwa eine Million Menschen leben in dieser Stadt, die immer weiter in die Wüste wächst. Ein Besuch bei sesshaft gewordenen Nomaden und einer zu hundert Prozent aus Ausländern bestehenden katholischen Kirche, die zwar nicht offiziell anerkannt, aber hoch geschätzt wird.

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