Afrikatag 2020; Foto: Fritz Stark

Das Internationale Katholische Missionswerk missio München ruft zur Kollekte für den Afrika­tag 2020 auf. "Damit sie das Leben haben!" (Joh 10, 10) – unter diesem Leitspruch aus dem Johannesevangelium wird am 6. Januar 2020 in den bayerischen Diözesen und am 12. Januar 2020 im Bistum Speyer für die Kirche in Afrika gesammelt. Im Blickpunkt steht dieses Jahr die Arbeit einheimischer Ordensfrauen in Ghana.

Bischof Daniel Lotfy (links) im Gespräch mit einem Pfarrer in Ägypten, dessen Kirche von Soldaten bewacht wird. Foto: Friedrich Stark

Anlässlich des Stephanustags am 26. Dezember zum Gedenken bedrängter und verfolgter Christen fordert missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber Solidarität mit den christlichen Minderheiten, für die sich in vielen Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas die kritische Lage weiter zuspitzt. "Es ist beschämend, dass Christen oftmals gerade dort, wo sie seit ihren Anfängen wirken, nicht nur in ihrem Alltag ausgegrenzt und herabgewürdigt, sondern immer wieder mit dem Tod bedroht werden", mahnt Huber.

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Von links nach rechts: Daniela Zitt (Diözesanverband Augsburg), Ursula Koutsouras (Geschäfstführerin WEPRO GmbH), Chris Illinger (Kolpingsfamilie Kaufbeuren), Werner Létang (Vorstand Kolpingsfamilie Kaufbeuren) Ulrich Fürst (Initiator von der Kolpingsfamilie), Martin Summer (Leitung Ein- und Verkauf WEPRO GmbH), Christian Mazenik (Leitung Leiter Bildungsabteilung missio München).

Ozeanien; Foto: Fritz Stark

„Angesichts der Bedeutung der Ozeane hoffe ich, dass Papst Franziskus eine Synode für Ozeanien einberufen wird.“ Der Erzbischof Peter Loy Chong von Suva auf den Fidschi-Inseln warnt vor den verheerenden Folgen des Klima­wandels in seiner Heimat Ozeanien. „Die tiefliegenden Atolle, die keine Hügel haben, leiden ernsthaft unter dem Anstieg des Meeresspiegels. Dazu gehören unter anderem Tuvalu, Kiribati und die Marshallinseln. Die Menschen auf diesen flachen Inseln haben keinerlei Optionen umzusiedeln“, schreibt er in einem Gastbeitrag für das aktuelle missio magazin.

missio magazin 1-2020

Die erste Ausgabe des missio magazins im neuen Jahr beschäftigt sich mit der Zukunft, mit hoffnungsvollen Entwicklungen und der oft harten Realität, in der es die ersten Schritte zu machen gilt. Lesen Sie in der Reportage "Moderne Himmelsboten" von Barbara Brustlein über den Besuch einer Drohnen-Startrampe in Ruanda und einer Klinik, in der die Luftfracht ankommt. In Togo sieht die Zukunft für Kinder, die ein Handicap tragen oder keine Eltern haben, alles andere als rosig aus. Christian Selbherr begleitete Sr. Rosaline Ekegnon bei ihrer Arbeit im Waisenhaus der Ordensschwestern „Notre Dame de Nazareth“ und erfährt, was den Jungen und Mädchen dort Hoffnung gibt.

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Die Zweifel sind ihr anzusehen. „Im Galather-Brief 3,28 steht: Ihr alle seid eins in Christus“, sagt Schwester Susanne Schneider und runzelt die Stirn. Aber ob sie sich immer eins mit anderen fühlt? „Unsere Gesellschaft ist erzogen, dass optimale Kirche aus dem Pfarrer und demBischof besteht“, konstatiert sie. Auch sie habe das lange hingenommen, bis sie auf Widerstände und Geringschätzung stieß. Als Gemeindereferentin vertrat sie einmal den örtlichen Pfarrer bei der Krankenkommunion. „Besser Sie als nichts“, schallte ihr damals entgegen. Da machte sie sich die Frauen in der Kirche zum Thema.

Großartiges Engagement: Benjamin Hahn (r.) überreicht mehr als 100 gesammelte Handys von der Energieagentur Ebersberg und dem Landratsamt München an missio-Bildungsabteilungsleiter Christian Mazenik.

Großartige Hilfe: Die Energieagentur Ebersberg und das Landratsamt München haben auf Veranstaltungen für die missio-Handy-Spendenaktion geworben und mehr als 100 ausrangierte Mobiltelefone gesammelt. Benjamin Hahn von der Energieagentur Ebersberg übergab die Kartons mit den Geräten jetzt an missio-Bildungsabteilungsleiter Christian Mazenik. Die Handys werden in Kooperation mit dem Unternehmen Mobile-Box je nach Zustand entweder wiederverwendet oder in Sekundär-Rohstoffe zerlegt. Mit dem erzielten Gewinn untersüttzt missio die Arbeit seiner Projektpartner.

Gefängnisinsassen auf den Philippinen zu Hunderten eingepfercht in Großraumzellen. Foto: Fritz Stark

Mit dem Amtsantritt von Rodrigo Duterte im Juli 2016 hat auf den Philippinen ein blutiger Anti-Drogen-Krieg begonnen. Tausende Verdächtige wurden bereits ermordet. Wer mit dem Leben davonkommt, landet in einem der überfüllten Gefängnisse – ohne Beweise, ohne fairen Prozess. Die Angehörigen der Opfer sind verzweifelt.

Text: Antje Pöhner / Fotos: Fritz Stark

Proteste auf den Philippinen gegen die "außergerichtlichen Tötungen". Foto: Friedrich Stark

Zum internationalen Tag der Menschenrechte am Dienstag (10. Dezember) macht missio München auf die menschenverachtende Anti-Drogen-Politik des philippinischen Präsiden­ten Rodrigo Duterte aufmerksam. "Das Morden muss aufhören", mahnt missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber. "Seit dem Amtsan­tritt Dutertes im Jahr 2016 herrscht auf den Philippinen ein blutiger Anti-Drogen-Krieg. Tausende Verdächtige wurden bereits ermordet. Wer mit dem Leben davonkommt, landet in einem der überfüllten Gefängnisse – ohne Beweise, ohne fairen Prozess."

Pater Furaha im Einsatz im "Simama"-Projekt in Tansania. Foto: Friedrich Stark

Kindern und Jugendlichen mit Behinderung eine Chance auf ein selbstbestimmtes Leben geben, das fordert missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber. "Es ist nicht hinnehmbar, dass gerade in vielen Ländern Afrikas und Asiens auch heute noch Menschen mit Behinderung aus der Gemeinschaft ausgeschlossen und gedemütigt werden“, mahnt der Präsident des Internationalen Katholischen Hilfswerks missio München zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung am Dienstag (3. Dezember).

Eine der unterstützten Schulen in Nepal. Foto: Fritz Stark

missio München und die Initiative "1000 Schulen für unsere Welt" setzen sich gemeinsam für die Förderung von Bildung in der Einen Welt ein. Mehrere missio-Schulprojekte in Afrika und Asien werden von der Initiative unterstützt. Bei den Projekten von missio München handelt es sich um die Erweiterung eines Kindergartens in Burkina Faso, um den Bau von Klassenzimmern in Nepal, die Errichtung einer Grundschule für Kinder von Teeplantagenarbeitern in Indien sowie den Bau eines Schülerwohnheims sowie einer Vorschule in Äthiopien. Das Schülerwohnheim in Äthiopien und die Kindergartenerweiterung in Burkina Faso konnten bereits finanziert werden.

In Tansania werden bedürftige Kinder dank der Klinik von Pfarrer Dr. Brei medizinisch versorgt. Foto: missio/Friedrich Stark

Endlich ist es soweit. Monate großer Verzweifelung liegen hinter Magdalena – sie haben die junge Frau gezeichnet. „Es ist kaum zu ertragen, das eigene Kind leiden zu sehen“, so die Mutter der dreijährigen Lightness. „Die ersten Monate nach der Geburt verhielt sich meine Tochter wie andere Kinder. Doch dann begann sie ununterbrochen zu weinen, und ihr Kopf wurde seltsam groß. Mein Mann verließ mich. Als Mutter eines kranken Kindes stand ich plötzlich alleine da. Ich hatte so große Angst um meine Tochter.“ Magdalena nahm den langen Weg zur St. Clare Clinic auf sich, da sie wusste: Hier wird ihrer Tochter geholfen. Auch ohne Geld.

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