Kohlemine in Sambia

Angesichts weltumspannender Krisen und sich zuspitzender Konflikte fordert Professor Jürgen Zimmerer eine neue Ethik: „Die Dekolonisierung ist überlebenswichtig“, sagt der Historiker in der neuesten Ausgabe des „missio magazin“ des Internationalen Katholischen Hilfswerks missio München.

Europas koloniales Erbe

Ob die globale Verbreitung des SARS-CoV-2-Virus, die verheerenden Waldbrände in Australien, Brasilien und Kalifornien oder die rassistischen Morde an George Floyd und anderen in den USA sowie die Reaktionen darauf im Rahmen der „Black Lives Matter“-Bewegung - drei der bestimmenden Themen des vergangenen Jahres stehen nicht nur für Konflikte der Gegenwart und eine bedrohte und bedrohliche Zukunft, für tektonische Verschiebungen innerhalb des globalen Systems, sondern erzwingen auch eine kritische Analyse der Vergangenheit.

Radio Pacis in Uganda gibt den Menschen, denen sonst keiner zuhört, eine Stimme.

24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche auf Sendung: Radio Pacis, der preisgekrönte Radiosender im Norden Ugandas, ist eine Stimme des Friedens. In einer Region, die schwer am Erbe des eigenen Bürgerkriegs trägt. Und die derzeit 900.000 Menschen aus dem Südsudan Zuflucht bietet.

TEXT: BARBARA BRUSTLEIN / FOTOS: JÖRG BÖTHLING

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Mthabisi Phili aus Bulawayo in Simbabwe ist Künstler und Autor. Für das missio magazin 1/2021 hat er den Gastbeitrag "Jedes Leben zählt" verfasst, in dem er über die Situation der Menschen in seinem Heimatland berichtet. #Zimbabwean Lives Matter

Militärpfarrer Werner Maria Hess in Gao, Mali

„Wann bringt ihr uns den Frieden?“ lautete die zentrale Frage in der Reportage aus Mali im missio magazin 5/2020. Jene handelte auch von der katholischen Schule von Gao, die beim Angriff der Islamisten schwer beschädigt wurde. Jetzt konnte vieles renoviert werden – auch mit Hilfe eines Pfarrers aus Bayern. Er war selbst vor Ort.

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missio München ruft zur Kollekte für den Afrika­tag 2021 auf. "Damit sie das Leben haben!" (Joh 10, 10) – unter diesem Leitspruch aus dem Johannesevangelium wird am 6. Januar 2021 in den bayerischen Diözesen und am 10. Januar 2020 im Bistum Speyer für die Kirche in Afrika gesammelt. Im Blickpunkt steht dieses Jahr die Arbeit einheimischer Ordensfrauen in Nigeria.

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Im Blickpunkt des Afrikatags 2021 steht die Arbeit einheimischer Ordensleute in Nigeria. Schwester Maria Vitalis Timtere ist eine von ihnen. Sie begleitet im Nordosten Nigerias Frauen, Männer und Kinder, die vor der islamistischen Terrororganisation Boko Haram fliehen mussten. Hier erzählt sie von ihrer Arbeit und den Beweggründen.

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Zum Weltfriedenstag am 1. Januar warnt missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber vor einem Ausbreiten der Unruhen in Äthiopien auf die ganze Region. „Die kommenden Wochen und Monate sind entscheidend für die gesamte Entwicklung am Horn von Afrika. Wenn es nicht gelingt, Äthiopien zu Stabilität und Frieden zurückzuführen, riskieren wir einen Flächenbrand in der gesamten Region mit nicht auszudenkenden Folgen“, sagt er.

Die neue Online-Show "Schätzen und Spenden"

missio-Botschafterin Uschi Dämmrich von Luttitz wird am Mittwoch (23. Dezember) in der neuen Online-Show "Schätzen und Spenden" ihr missio-Projekt in Äthiopien vorstellen: Die Schulspeisung von mehreren Hundert Kindern am Stadtrand von Addis Abeba. Für die Show, die auf Youtube zu sehen sein wird, ziehen Prominente am Vorabend vor Weihnachten in ein virtuelles Weihnachtshaus. Dort stellen sie karitative Projekte vor und haben Lastminute-Geschenke fürs Publikum dabei. Was im jeweiligen Geschenkkarton des Künstlers ist, muss von den Zuschauern geschätzt werden.

WMS-Praktikantinnen missio München

Wann war ich furchtlos - und wann habe ich Angst? Was hält uns eigentlich davon ab, mutig zu sein? Zwei unserer diesjährigen Praktikantinnen zum Weltmissionssonntag haben sich mit diesen Fragen für unsere Aktion Furchtlos auseinandergesetzt. Hier lesen Sie die Erfahrungen und Gedanken von Katharina Becker und Michelle Siegel.

Unterricht für irakische Flüchtlingskinder

Zum Stephanustag am 26. Dezember appelliert der Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerks missio München, Monsignore Wolfgang Huber, an die Staatengemeinschaft, das Schicksal der vertriebenen Christen im Irak nicht zu vergessen.

Das Titelbild des missio magazins zeigt ein Mädchen in einem Flüchtlingslager in Bamako/Mali. Foto: Jörg Böthling

Das missio magazin 1/2021 widmet sich in seiner neuesten Ausgabe den Themen Flucht und Herbergssuche. Die Titelreportage "(K)Ein Platz zum Leben" führt seine Leser*innen in das Flüchtlingslager von Faladié in Malis Hauptstadt Bamako. Geschätzt 1000 Menschen leben hier. Man nennt sie "Internally Displaced People" – zu Deutsch: Binnenflüchtlinge. Wie mehr als 200.000 Menschen aus Mali sind sie geflohen vor der Krise in ihrem westafrikanischen Heimatland. Außerdem im aktuellen Heft: Berichte, Interviews und Hintergrundinformationen über die brisantesten Neuigkeiten aus der Weltkirche.

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