Das Titelbild des neuen missio magazins 2/2021

Das missio magazin 2/2021 führt hinter unsere "koloniale Kulisse": Hundert Jahre nach dem Ende der deutschen Kolonialzeit wiegt das Erbe schwerer denn je. Unsere Reporterinnen und Reporter berichten im aktuellen Heft aus Hamburg und Lomé. Das deutsche Kolonialabenteur in Togo war zwar kurz und ziemlich erfolglos – doch die Verbindungen zwischen Deutschland und dem Land in Westafrika sind immer noch eng. Hamburg war einst das Tor zur exotischen Welt – und ist bis heute ein Zentrum unkommentierter Erinnerungsorte. Schauen Sie mit dem missio magazin hinter die Kulisse...

Anne-Marie Salomon bei ihrer Arbeit in Mali.

Es kann passieren, dass man an irgendeinem abgelegenen Ort im riesigen Land Mali sitzt, und plötzlich die Sprache auf eine Frau namens Anne-Marie Salomon kommt. Voller Ehrfurcht wird ihr Name ausgesprochen. Sie sei "wie eine Mutter Teresa", sagen die einen. Ein katholischer Ordensmann aus Deutschland wiederum, der lange Zeit in Afrika lebte, nennt sie: Eine Rose in der Wüste.

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Menschen in Not zu helfen ist für den Straubinger Verleger und Medienprofessor Dr. Martin Balle eine Selbstverständlichkeit.  "Unsere Welt produziert täglich das eineinhalbfache von dem, was eigentlich gebraucht wird, damit keiner hungert. Für mich ist es nur schwer nachvollziehbar, dass wir Wohlhabenden es einfach nicht schaffen, von unserem Profit so viel abzugeben, dass es den anderen dauerhaft besser geht. Da müsste einfach jeder mithelfen, das ist mir ein Anliegen und darum bemühe ich mich", beschreibt Balle seine Motivation, sich unter anderem als Förderer bei missio München zu engagieren.

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Lernen in Zeiten von Corona, das geht – mit engagierten Schülerinnen und Schülern und einem durchdachten Konzept. Die Bildungsinitiative "Jesuit Worldwide Learning" (JWL) bringt mithilfe von E-Learning-Programmen Hochschulbildung in 17 Länder in Afrika, Asien und Südamerika und erreicht damit die Ränder der Gesellschaft. Das Konzept funktioniert auch zu Corona-Zeiten, wie der geschäftsführende Präsident Peter Balleis im Interview mit dem in München erscheinenden missio magazin berichtet.

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Dass der Hoffnungsträger Ostafrikas so schnell zum Kriegsherrn werden würde, hatte wohl kaum jemand gedacht. Wohl auch nicht das Komitee in Oslo, das Abiy Ahmed 2019 noch den Friedensnobelpreis verliehen hatte. Der Friedensvertrag, den der äthiopische Ministerpräsident im Sommer 2018 gemeinsam mit dem Präsidenten Eritreas unterschrieben hatte, war ein historischer Schritt.

Papst Franziskus

Der Weltmissionssonntag ist die größte Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit. Er wird in Deutschland in diesem Jahr am 24. Oktober gefeiert. Die zentralen Festlichkeiten finden im Erzbistum München und Freising statt. Hier lesen Sie die Botschaft von Papst Franziskus zu dem Ereignis. Sie steht unter dem Leitwort: „WIR KÖNNEN UNMÖGLICH SCHWEIGEN ÜBER DAS, WAS WIR GESEHEN UND GEHÖRT HABEN“ (APG 4,20).

Kohlemine in Sambia

Angesichts weltumspannender Krisen und sich zuspitzender Konflikte fordert Professor Jürgen Zimmerer eine neue Ethik: „Die Dekolonisierung ist überlebenswichtig“, sagt der Historiker in der neuesten Ausgabe des „missio magazin“ des Internationalen Katholischen Hilfswerks missio München.

Europas koloniales Erbe

Ob die globale Verbreitung des SARS-CoV-2-Virus, die verheerenden Waldbrände in Australien, Brasilien und Kalifornien oder die rassistischen Morde an George Floyd und anderen in den USA sowie die Reaktionen darauf im Rahmen der „Black Lives Matter“-Bewegung - drei der bestimmenden Themen des vergangenen Jahres stehen nicht nur für Konflikte der Gegenwart und eine bedrohte und bedrohliche Zukunft, für tektonische Verschiebungen innerhalb des globalen Systems, sondern erzwingen auch eine kritische Analyse der Vergangenheit.

Radio Pacis in Uganda gibt den Menschen, denen sonst keiner zuhört, eine Stimme.

24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche auf Sendung: Radio Pacis, der preisgekrönte Radiosender im Norden Ugandas, ist eine Stimme des Friedens. In einer Region, die schwer am Erbe des eigenen Bürgerkriegs trägt. Und die derzeit 900.000 Menschen aus dem Südsudan Zuflucht bietet.

TEXT: BARBARA BRUSTLEIN / FOTOS: JÖRG BÖTHLING

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Mthabisi Phili aus Bulawayo in Simbabwe ist Künstler und Autor. Für das missio magazin 1/2021 hat er den Gastbeitrag "Jedes Leben zählt" verfasst, in dem er über die Situation der Menschen in seinem Heimatland berichtet. #Zimbabwean Lives Matter

Militärpfarrer Werner Maria Hess in Gao, Mali

„Wann bringt ihr uns den Frieden?“ lautete die zentrale Frage in der Reportage aus Mali im missio magazin 5/2020. Jene handelte auch von der katholischen Schule von Gao, die beim Angriff der Islamisten schwer beschädigt wurde. Jetzt konnte vieles renoviert werden – auch mit Hilfe eines Pfarrers aus Bayern. Er war selbst vor Ort.

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missio München ruft zur Kollekte für den Afrika­tag 2021 auf. "Damit sie das Leben haben!" (Joh 10, 10) – unter diesem Leitspruch aus dem Johannesevangelium wird am 6. Januar 2021 in den bayerischen Diözesen und am 10. Januar 2020 im Bistum Speyer für die Kirche in Afrika gesammelt. Im Blickpunkt steht dieses Jahr die Arbeit einheimischer Ordensfrauen in Nigeria.

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