Lange Schlangen bei der Nahrungsmittelausgabe vor einer Kirche in der Diözese Wau im Südsudan. Foto: Sebastian Kämpf

Wenige Monate nach dem Friedensschluss im Südsudan hoffen missio-Partner auf eine dauerhafte Stabilisierung der Lage in dem ostafrikanischen Land.  "Im Gegensatz zu den vorhergehenden Friedensabkommen sind wir inzwischen vorsichtig zuversichtlich", betont Nothilfeberater Sebastian Kämpf, der seit fast zehn Jahren als Fachkraft der Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe (AGEH) im Südsudan lebt und arbeitet.

Priester Jacob Lompo mit missio-Präsident Huber bei der Grundsteinlegung einer Schule in Burkina Faso.

Angesichts der angespannten Lage in Burkina Faso ruft missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber zum Dialog auf. "Wir müssen diese Region verstärkt in den Blick nehmen, bevor sich der Terror zu einem Flächenbrand ausweitet. Die katholische Kirche vor Ort ist seit Jahren im Dialog mit dem Islam. Das ist eine tragende Säule für das friedliche Zusammenleben der Men­schen. Diese Kräfte müssen wir stärken." Am 1. Januar hatte der Präsident von Burkina Faso, Roch Marc Christian Kaboré, den Ausnahmezustand ausgerufen und damit signalisiert, dass das westafrikanische Land die Kontrolle über die Sicherheitslage verloren hat.

8594e10dce231b66965c4faef20fec0e_w720_h369_cp missio München - Nachrichten

missio München ruft zur Kollekte für den Afrikatag 2019 auf. Sie wird in den bayerischen Diözesen und im Bistum Speyer am 6. Januar unter dem Leitwort "Damit Sie das Leben haben" (Joh 10,10) gesammelt und kommt Priestern und Ordensfrauen in den bedürftigsten Ländern in Afrika zugute. Im Mittelpunkt der Aktion steht in diesem Jahr Gambella im äußersten Westen Äthiopiens. Diese Region an der Grenze zum Südsudan war und ist Ziel von Sklaven- und Menschenhändlern.

Eine Familie auf den Philippinen. Foto: Fritz Stark

Anlässlich des Fests der Heiligen Familie am 30. Dezember 2018 mahnt missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber, die wirtschaftlichen Zwänge in den Schwellenländern Asiens in den Blick zu nehmen. "In den ländlichen Regionen Indiens oder der Philippinen werden mehr und mehr Familien auseinandergerissen. Ein Elternteil oder beide müssen sich in den Großstädten Arbeit suchen. Das Geld schicken sie nach Hause, wo die Sorge um die Kinder oft auf den Großeltern lastet. Die Eltern werden um die Zeit mit ihren Kindern gebracht."

Weltfriedenstag 2019. Foto: Fritz Stark

Zum Weltfriedenstag am 1. Januar appelliert der Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerks missio München, Monsignore Wolfgang Huber, an die Internationale Gemeinschaft, dauerhaften Frieden in Syrien herzustellen und den Wiederaufbau voranzutreiben: „Seit mehr als sieben Jahren erleben die Menschen in Syrien unvorstellbares Leid. Wir dürfen nicht zulassen, dass sich diese humanitäre Katastrophe auch im neuen Jahr fortsetzt.“

Die wenigen verbliebenen Christen in der Ninive-Ebene im Irak hoffen auf einen Neuanfang in der Ninive-Ebene. Foto: Fritz Stark

Anlässlich des Stephanus-Tages am 26. Dezember 2018 zum Gedenken an verfolgte Christen mahnt missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber, die brisante Lage der Christen und anderer Minderheiten im Nahen Osten nicht aus dem Blick zu verlieren: „Krieg und islamistischer Terror haben hunderttausende Christen aus dem Nahen Osten vertrieben. Allein im Irak ist die Zahl der Christen dramatisch gesunken. Während vor 15 Jahren etwa zwei Millionen Christen im Irak lebten, sind es heute etwa 300.000, also weniger als ein Prozent der Bevölkerung.“

Äthiopische Arbeiterin in einer Textilfabrik in Hawassa. Foto: Jörg Böthling

Seit Jahren lassen Marken wie Adidas, Nike und Calvin Klein ihre Kleidung in Asien produzieren. Doch weil die Löhne in Ländern wie Vietnam steigen, wandert die Textilindustrie nach Afrika. In Äthiopien haben sie einen idealen Standort gefunden. Die Titelreportage des missio magazins 1/2019 beschreibt die Auswirkungen dieser "schönen neuen Fabrikwelt" auf die Menschen in dem ostafrikanischen Land. Außerdem im neuen Heft: Berichte und Reportagen aus den Philippinen, Indien, Togo und Simbabwe.

Das Titelbild zum ökumenischen Friedensgebet 2019 gestaltet von den Künstlern Worreingam und Imnanuchet aus Indien.

Das Ökumenische Friedensgebet 2019 zum Weltfriedenstag am 1. Januar ist jetzt erschienen. Es lenkt den Blick auf die seit Jahren angespannte politische Lage und die Diskriminierung der indigenen Völker im Nordosten Indiens. Das Gebet ist für Gottesdienste und Veranstaltungen für das gesamte Jahr gedacht. Herausgeber sind die Internationalen Katholischen Missionswerke missio München und missio Aachen sowie das Evangelische Missionswerk in Deutschland (EMW).

Straßenkinder finden im Kuya Center ein neues Zuhause. Foto: missio/Friedrich Stark

"Ein Zuhause und ein richtiges Bett!" – das war bis vor kurzem Johns größter Weihnachtswunsch. Er war eines von hunderttausenden Straßenkindern, die in der philippinischen Hauptstadt Manila täglich ums Überleben kämpfen. Viele dieser Kinder hatten noch nie ein richtiges Zuhause – sie wurden auf der Straße geboren oder als Babys ausgesetzt, andere sind vor Gewalt oder Missbrauch geflohen. Die langjährige missio-Projektpartnerin und Missionsschwester Kate O’Neill ist Gott sei Dank vor Ort. Als Leiterin des Kuya Centers für Straßenjungen kümmert sich die Australierin um die alleingelassenen Kinder im Großraum Manila.

Abschluss Handyherbst Würzburg

Insgesamt 1.520 ausgediente Handys und Smartphones wurden vom 5. bis 25. November 2018 beim team orange, dem kommunalen Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Würzburg, abgegeben. Während der drei Wochen hat team orange verstärkt darauf aufmerksam gemacht, welche Werte in alten Handys stecken. „Mit der Aktion Handy-Herbst 2018 wollten wir ein Bewusstsein dafür wecken, dass ein häufiger Gerätewechsel die Umwelt – und nebenbei auch den Geldbeutel – unnötig belastet“, erläutert Prof. Dr. Alexander Schraml, Vorstand des Würzburger Kommunalunternehmens.

Thérèse Mema Mapenzi mit einer Frauengruppe zur Sensibilisierung für ihre Rechte

Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am Sonntag (25. November) beklagt missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber die dramatische Gewalt gegen Frauen in der Demokratischen Republik Kongo: "Vergewaltigungen und Folter werden in dem Land gezielt als Mittel der Kriegsführung genutzt," betont Huber. "Da die Täter meistens Militärs und Polizisten sind, gibt es kaum Hilfsangebote – geschweige denn eine juristische Verfolgung der Grausamkeiten, die Frauen und Mädchen angetan werden."

Migrationspakt Foto: Fritz Stark

Eine schrille Debatte tobt um den Migrationspakt der Vereinten Nationen, der im kommenden Dezember in Marokko unterzeichnet werden soll. An ihr zeigt sich, welche Verunsicherung, welche Ängste und auch welchen Hass die Fragen von Flucht und Migration in unseren Gesellschaften zu wecken imstande sind. Im Windschatten dieser großen Herausforderung des 21. Jahrhunderts keimen Populismus und Nationalismus wieder auf.

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