Mädchen im "Jipe Moyo Center" in Tansania. Foto: Jörg Böthling/missio

Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) war im Jahr 2018 rund eine Milliarde Kinder weltweit Opfer von Gewalt oder Vernachlässigung – also jedes zweite Kind auf unserer Erde. Betroffen waren vor allem Mädchen, die in einigen Ländern noch immer als "wertlos" gelten. Eine besonders schlimme Form der Misshandlung von Mädchen ist die in einigen Regionen Afrikas noch weit verbreitete grausame Tradition der Genitalverstümmelung. Nicht wenige Mädchen sterben an diesem Martyrium.

Erzbischof Ludwig Schick und missio-Präsident Huber zu Gast im Ökospiritualitätszentrum Orlong Hada. Foto: Hendrik Steffens

Indien zählt zu den aufstrebenden Wirtschaftsnationen, doch oft bringt diese Entwicklung große Probleme mit sich. So sind etwa die Regenwälder im Bundesstaat Meghalaya (Region Nordost) bedroht durch kommerzielle Abholzung, illegalen Kohlebergbau und die Umweltzerstörung durch zu­nehmenden Auto- und Lkw-Verkehr. Auch die stark wachsende Bevölkerung und der Zuzug aus dem nahen Nachbarland Bangladesch, das ebenso stark unter den Folgen des Klimawandels leidet, spielen eine Rolle: Landwirtschaftlich nutzbare Flächen werden immer knapper, was zu Konflikten zwischen den Volksgruppen und weiterer Abholzung der Waldgebiete führt.

Auftakt WMS 2019 missio Delegeationsreise Nordostindien

Friedensarbeit, Frauenförderung und die Vermittlung christlicher Werte durch Priester, Laien und Ordensleute – das waren die zentralen Anliegen einer Delegationsreise nach Nordostindien unter der Leitung von Erzbischof Ludwig Schick und missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber. Eine Abordnung aus der Erzdiözese Bamberg und Vertretern des Internationalen katholischen Missionswerks missio München war bis 21. Februar bei Projektpartnern in der indischen Region unterwegs. Die Bundesstaaten im Nordosten Indiens stehen in diesem Jahr im Mittelpunkt des Monats der Weltmission im Oktober, der größten Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit.

missio München unterstützt den weltweiten Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung zum Beispiel im Norden Tansanias, wo die katholische Kirche ein Schutzzentrum für Mädchen errichtet hat, die vor der Beschneidung fliehen.

Zum Internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung am Mittwoch (6. Februar) fordert der Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerks missio München, Monsignore Wolfgang Huber, ein Ende des menschenverachtenden Eingriffs: "Die Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung ist nicht nur extrem gesundheitsgefährdend, sondern nimmt den betroffenen Mädchen und Frauen auch ihre Würde als Mensch. Keine Tradition kann diesen grausamen Akt rechtfertigen."

Kernstück für einen dauerhaften Frieden: Das sogenannte Bangsamoro-Gesetz. Foto: Fritz Stark

Nach dem blutigen Anschlag auf eine katholische Kirche in der Provinzhauptstadt Jolo im Süden der Philippinen rufen missio-Partner zum Zusammenhalt zwischen Christen und Muslimen auf. "Wir bitten alle Christen, sich mit allen friedliebenden Muslimen und indigenen Gruppen zusammenzuschließen, um sich gemeinsam gegen Gewalt und Extremismus einzusetzen", betont der Vorsitzende der philippinischen Bischofskonferenz, Erzbischof Romulo Valles. "Wir beten für die vielen Verletzten und für die Familien der Menschen, die bei den Explosionen getötet wurden. Wir verurteilen diesen terroristischen Akt aufs schärfste."

Lange Schlangen bei der Nahrungsmittelausgabe vor einer Kirche in der Diözese Wau im Südsudan. Foto: Sebastian Kämpf

Wenige Monate nach dem Friedensschluss im Südsudan hoffen missio-Partner auf eine dauerhafte Stabilisierung der Lage in dem ostafrikanischen Land.  "Im Gegensatz zu den vorhergehenden Friedensabkommen sind wir inzwischen vorsichtig zuversichtlich", betont Nothilfeberater Sebastian Kämpf, der seit fast zehn Jahren als Fachkraft der Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe (AGEH) im Südsudan lebt und arbeitet.

Priester Jacob Lompo mit missio-Präsident Huber bei der Grundsteinlegung einer Schule in Burkina Faso.

Angesichts der angespannten Lage in Burkina Faso ruft missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber zum Dialog auf. "Wir müssen diese Region verstärkt in den Blick nehmen, bevor sich der Terror zu einem Flächenbrand ausweitet. Die katholische Kirche vor Ort ist seit Jahren im Dialog mit dem Islam. Das ist eine tragende Säule für das friedliche Zusammenleben der Men­schen. Diese Kräfte müssen wir stärken." Am 1. Januar hatte der Präsident von Burkina Faso, Roch Marc Christian Kaboré, den Ausnahmezustand ausgerufen und damit signalisiert, dass das westafrikanische Land die Kontrolle über die Sicherheitslage verloren hat.

Weltfriedenstag 2019. Foto: Fritz Stark

Zum Weltfriedenstag am 1. Januar appelliert der Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerks missio München, Monsignore Wolfgang Huber, an die Internationale Gemeinschaft, dauerhaften Frieden in Syrien herzustellen und den Wiederaufbau voranzutreiben: „Seit mehr als sieben Jahren erleben die Menschen in Syrien unvorstellbares Leid. Wir dürfen nicht zulassen, dass sich diese humanitäre Katastrophe auch im neuen Jahr fortsetzt.“

Straßenkinder finden im Kuya Center ein neues Zuhause. Foto: missio/Friedrich Stark

"Ein Zuhause und ein richtiges Bett!" – das war bis vor kurzem Johns größter Weihnachtswunsch. Er war eines von hunderttausenden Straßenkindern, die in der philippinischen Hauptstadt Manila täglich ums Überleben kämpfen. Viele dieser Kinder hatten noch nie ein richtiges Zuhause – sie wurden auf der Straße geboren oder als Babys ausgesetzt, andere sind vor Gewalt oder Missbrauch geflohen. Die langjährige missio-Projektpartnerin und Missionsschwester Kate O’Neill ist Gott sei Dank vor Ort. Als Leiterin des Kuya Centers für Straßenjungen kümmert sich die Australierin um die alleingelassenen Kinder im Großraum Manila.

Thérèse Mema Mapenzi mit einer Frauengruppe zur Sensibilisierung für ihre Rechte

Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am Sonntag (25. November) beklagt missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber die dramatische Gewalt gegen Frauen in der Demokratischen Republik Kongo: "Vergewaltigungen und Folter werden in dem Land gezielt als Mittel der Kriegsführung genutzt," betont Huber. "Da die Täter meistens Militärs und Polizisten sind, gibt es kaum Hilfsangebote – geschweige denn eine juristische Verfolgung der Grausamkeiten, die Frauen und Mädchen angetan werden."

Migrationspakt Foto: Fritz Stark

Eine schrille Debatte tobt um den Migrationspakt der Vereinten Nationen, der im kommenden Dezember in Marokko unterzeichnet werden soll. An ihr zeigt sich, welche Verunsicherung, welche Ängste und auch welchen Hass die Fragen von Flucht und Migration in unseren Gesellschaften zu wecken imstande sind. Im Windschatten dieser großen Herausforderung des 21. Jahrhunderts keimen Populismus und Nationalismus wieder auf.

6c2771b173e1b49380907e992bc56c6f_w720_h369_cp missio München - Nachrichten

Für 41 Mobiltelefone benötigt man nur ein Gramm Gold, aber um diese Menge Edelmetall herzustellen, muss man eine Tonne Golderz abbauen. Der Abbau in industriellen Bergwerken und illegalen Minen geschieht oft unter menschenunwürdigen Bedingungen, besonders in Afrika. Auf diese Zusammenhänge möchte missio München anlässlich der „Woche der Goldhandys“ von 4. bis 11. November 2018 hinweisen. Dazu gibt es jetzt ein umfangreiches Web-Dossier, das unter der Internetadresse http://www.missio-goldhandys.de erreichbar ist.

­