Reportage aus Kenia - Anspannung vor den Wahlen im August. Foto: Jörg Böthling

Die kenianische Stadt Eldoret war bei den Präsidentschaftswahlen der Vorjahre ein Hotspot der Gewalt. Vor dem Urnengang im August steigt nun die Nervosität. Auch beim neu ernannten Bischof von Eldoret, dessen Friedensmission gleich eine zweifache ist. Die Reportage ist erschienen im >> missio magazin 4/2022.

Weltflüchtlingstag 2022. Selbsthilfegruppe trifft sich auf einem Kirchengelände in Nairobi (Jörg Böthling/missio München)

Anlässlich des Weltflüchtlingstages der UNO am 20. Juni weist das Internationale Katholische Hilfswerk missio München auf die Vorbildrolle hin, die Kenia im Raum Ostafrika bei der Flüchtlingshilfe einnimmt. „Dass es einer Megastadt wie Nairobi mit all ihren sozialen Problemen gelingt, Tausende von Einwanderern erfolgreich zu integrieren, sollte ein Ansporn auch für uns in Europa sein,“ sagt Msgr. Wolfgang Huber, Präsident von missio München. Er hält sich derzeit mit einer Delegation von Vertretern von missio München und der Diözese Eichstätt in Nairobi und Umgebung auf. Die Gruppe informiert sich unter anderem über die Flüchtlingsarbeit in der dortigen Erzdiözese.

Delegationsreise nach Kenia - Beispielland im Monat der Weltmission 2022

Der Kampf gegen Ausbeutung und Menschenhandel, die Integration von Geflüchteten und faire Arbeitsbedingungen – das sind die zentralen Anliegen einer Delegationsreise nach Kenia von missio München und dem Bistum Eichstätt. Vertreter der Diözese und des Internationalen katholischen Missionswerks sind von 20. bis 27. Juni bei Projektpartnern in und um die Hauptstadt Nairobi unterwegs. Kenia steht in diesem Jahr im Mittelpunkt der missio-Aktionen zum Monat der Weltmission im Oktober, der größten Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit.

Jean Ziegler

Kämpferisch, scharfsinning und auf den Punkt formuliert der Schweizer Autor Jean Ziegler seine Thesen zur Weltpolitik. Was bleibt nun zu tun angesichts der schrecklichen Ereignisse in Russland und der Ukraine? Welche Folgen hat das für die Welt? Und haben wir noch Mitgefühl übrig für vergessene Krisen? missio-Redakteur Christian Selbherr interviewte Jean Ziegler für das aktuelle missio magazin.

Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die Menschen in Afrika sind verheerend.

Momentan sind weltweit alle Augen auf die Ukraine gerichtet. Mit Schrecken und Sorge verfolgen auch wir von missio München die Entwicklungen der vergangenen Wochen. Wo zu Beginn noch Hoffnung auf eine schnelle Einigung war, wird nach mehr als drei Monaten deutlich, dass das Leid der Menschen in der Ukraine so schnell kein Ende nimmt.

Der Krieg in der Ukraine hat große Auswirkungen auf Afrika

Zu den eindrücklichsten Reaktionen auf den Ausbruch des Krieges in der Ukraine gehörten sicherlich die Worte des kenianischen Gesandten bei den Vereinten Nationen. In einer emotionalen Ansprache betonte Martin Kimani: Auch sein Heimatland Kenia sei ein Opfer ungerechter Grenzziehung – und trotzdem müsse man nun einmal diese Tatsache akzeptieren. Kenia läge es fern, mit Gewalt seine Grenzen neu zu ziehen. Er spielte damit an auf das Argument des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Dieser hatte den militärischen Angriff auf das Nachbarland Ukraine ja unter anderem damit gerechtfertigt, dass die Ukraine historisch eigentlich zu Russland gehören müsse. 

Die Benediktinerabtei in Cluny

Begleiten Sie missio München und das Bayerische Pilgerbüro auf den Spuren des heiligen Benno in Sachsen: Im September 2022 geht es auf Pilgerreise nach Dresden, Meißen, Bautzen und St. Marienstern, nach Görlitz und in die Oberlausitz. missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber wird die geistliche Begleitung der Reise übernehmen.

Das Organisationsteam des Tanzworkshops München-Kenia: Xenia Bühler (Schauburg), Laura Saumweber (Choreografin) und Klaus Steinbacher (Schauspieler). @missio München

Der gemeinsame Tanz-Workshop zwischen Nairobi und München erlebt eine Neuauflage, und dieses Mal sogar live vor Ort. Während sich im vergangenen Juni die Gruppen der Münchner "Schauburg" und der Partner des Katholischen Hilfswerks missio München digital per Zoom getroffen haben, gibt es jetzt eine Begegnung in Kenia. Wieder mit dabei ist Schauspieler Klaus Steinbacher ("Das Boot", "Oktoberfest 1900"). Zusammen mit der Choreografin Laura Saumweber und dem kenianischen Tanzlehrer Jermaine Nickson leitete er von Donnerstag bis Sonntag (26.-29. Mai 2022) in der Hauptstadt des ostafrikanischen Landes einen Kurs, an dem Kinder und Jugendliche aus sozialen Einrichtungen der Erzdiözese Nairobi teilnahmen. Am Sonntag (29. Mai) gab es einen digitalen Austausch mit einer Gruppe der Münchner "Schauburg". Den Stream können Sie sich auf unserer >>Facebook-Seite ansehen!

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missio München hat beim 102. Deutschen Katholikentag in Stuttgart von Mittwoch bis Sonntag (25. bis 29. Mai 2022) gemeinsam mit den anderen weltkirchlichen Werken in Deutschland seinen Blick auf die Christen in der Einen Welt gerichtet. "Während des Katholikentages in Stuttgart gab es die Gelegenheit, die Arbeit in den missio-Projektländern in Afrika, Asien und Ozeanien kennenzulernen und über das vielfältige Engagement sowie das weltweite Netzwerk der katholischen Kirche ins Gespräch zu kommen. Das Motto des Katholikentags war in diesem Jahr ‚Leben teilen‘ – und das haben wir alle auf dem Katholikentag gemeinsam bewirkt: unseren lebendigen Erfahrungsschatz des Miteinanders zu teilen", betont der Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerks missio München, Monsignore Wolfgang Huber.

Die Künstlerin Mahbuba Mqsoodi und missio-Präsident Huber vor dem Kunstwerk "Sail" im Haus der Weltkirche in München.

Die international renommierte Künstlerin Mahbuba Elham Maqsoodi hat für missio in München das Kunstwerk "Sail" gestaltet. Ihre Arbeit mit Glaselementen ist eine großformatige, farbenprächtige Darstellung auf zwei Wänden im neugestalteten Konferenzraum im 5. Stock des "Hauses der Weltkirche", dem Sitz von missio München in der Pettenkofer Straße 26-28. Besucher sind herzlich willkommen - Anmeldung unter: 089/5162-0.

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Applaus brandete am Ende des feierlichen Gottesdienstes auf. Applaus von 11 000 Menschen, die an diesem Sonntag (22. Mai) in die große Messehalle der Eurexpo im französischen Lyon gepilgert waren, um an etwas ganz Besonderem teilzuhaben: der Seligsprechung von Pauline Jaricot. Derjenigen Frau, die vor 200 Jahren lebte und aus deren Vision und Tatkraft einmal die päpstlichen Missionswerke weltweit hervorgehen sollten.

Weltgebetstag für die Kirche in China 2022; Foto: Jörg Böthling

Zum Weltgebetstag für die Kirche in China (24. Mai) weist missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber, der zugleich Vorsitzender des China-Zentrums in Sankt Augustin ist, auf die angespannte Situation der Christen im Land hin: „Die angekündigte Kontrolle der Finanzen religiöser Stätten ist eine weitere Maßnahme zur Überwachung der Religionsgemeinschaften. Dadurch werden auch inoffizielle religiöse Gruppen wie die katholische Untergrundkirche genötigt, sich den staatlich anerkannten anzuschließen.“

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