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Zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni 2020 fordert missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber, den dramatischen Umständen in den Flüchtlingslagern in Griechenland endlich ein Ende zu bereiten und die Menschen in Europa aufzunehmen. „Besonders Familien und unbegleitete Minderjährige benötigen dringend Schutz und eine Perspektive. Die Lage ist unerträglich. Es ist eine Schande, dass die europäischen Regierungen auf ihre Aufnahmezahlen schielen statt endlich gemeinschaftlich zu handeln und ihrer humanitären Verpflichtung nachzukommen.“

Ein Mädchen kämpft in Kenia gegen die Heuschreckenschwärme. Foto: Sven Torfinn / FAO

Angesichts der Corona-Pandemie verweist der Regionaldirektor des Jesuiten-Flücht­lingsdienstes in Ostafrika, André Atsu, im Gespräch mit der Redaktion des missio magazins auf die dramatische Lage in der Region. "Den Menschen in Ostafrika stehen sehr schwierige Jahre bevor. Neben der akuten Notlage durch die Lockdowns, von der besonders die Tagelöhner und deren Familien hart getroffen sind, wurden Zehntausende Menschen in Kenia, Uganda und Somalia von den schlimmsten Regenfällen seit Jahren heimgesucht. Ganze Gegenden stehen unter Wasser. Dazu wüten seit Monaten riesige Heuschreckenschwärme und vernichten die Ernte."

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Am Pfingstsonntag hat Papst Franziskus seine Botschaft zum Sonntag der Weltmission 2020 veröffentlicht. Der Weltmissionssonntag ist die größte Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit. Er wird in Deutschland am 25. Oktober gefeiert. Die zentralen Festlichkeiten finden in diesem Jahr im Bistum Passau statt. Das Thema der diesjährigen Papst-Botschaft lautet "Hier bin ich, sende mich" (Jes 6,8). Es folgt die Botschaft im Wortlaut.

missio-Partner auf den Philippinen helfen in Corona-Zeiten mit Lebensmittelpaketen. Foto: Vincent helps

Als internationales katholisches Hilfswerk steht missio München gerade jetzt in Zeiten der weltweiten Corona-Pandemie Seite an Seite mit seinen Projekt-Partnern in Afrika, Asien und Ozeanien. "Mit großer Sorge beobachten wir die Auswirkungen der Maßnahmen im Kampf gegen das Corona-Virus in den Ländern des Südens und stehen in engem Kontakt mit unseren Partnern", sagt missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber. "Zugleich berührt uns, dass unsere Projektpartner angesichts der Krise in Europa jetzt uns - und auch Sie, liebe Unterstützer und Freunde von missio München - in ihre Gebete mit einschließen."

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Einblicke in die Arbeit von missio München und seiner Projektpartner auf den Philippinen, in Indien und Äthiopien in Zeiten der weltweiten Corona-Pandemie bietet ein aktueller Beitrag im Bayerischen Fernsehen. In der Sendereihe "Stationen" berichtet missio-Präsident Monsignore Huber über die enge Zusammenarbeit und den Zusammenhalt über Kontinente hinweg. In kurzen Videos zeigen der Vinzentinerpater Danny Pilario, Schwester Nirmalini Nazareth und Abba Petros Berga, wie sie im Großraum Manila, in Mumbai und in Addis Abeba den Menschen in Corona-Zeiten zur Seite stehen.

Weltgebetstag für die Kirche in China 2020; Foto: Jörg Böthling

Zum Weltgebetstag für die Kirche in China (24. Mai) blickt missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber mit Sorge auf die Situation der Christen. „Die Tatsache, dass mit dem ersten Tag, an dem die Corona-Maßnahmen gelockert wurden, an einigen Orten wieder Kreuze von Kirchen­dächern gerissen wurden, ist bezeichnend. Während es in den letzten Jahrzehnten Grauzonen gab, in denen sich religiöses Leben entfalten konnte, versucht die amtierende Regierung unter Staatspräsident Xi Jinping sämtliche Bereiche der Zivilgesellschaft, einschließlich der Religion, zu kontrollieren“, mahnt Huber, der zugleich Vorsitzender des China-Zentrums in Sankt Augustin ist.

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Zur Unterstützung seiner Projektpartner in Afrika und Asien hat missio München seinen Corona-Hilfsfonds auf 300.000 Euro aufgestockt. Ende März hatte das Münchner Hilfswerk angesichts der Corona-Pandemie einen Fonds von zunächst 50.000 Euro eingerichtet und seine Unterstützer darum gebeten, diesen Fonds weiter zu erhöhen.

Schnitzerei aus Malawi in der Hauskapelle von missio München.

Zum Marienmonat Mai hat missio München ein neues Gebetsheft herausgebracht. Die Marienandacht ist mit Schnitzwerken aus Malawi aus der missio-Hauskapelle bebildert. Die Darstellungen aus dem Leben Mariens und dem Leben malawischer Frauen bringen den Alltag und die Lebenswirklichkeit afrikanischer Frauen näher. Das Heft ermutigt, Erfahrungen der göttlichen Gegenwart im eigenen Leben zu suchen und zu entdecken. Die Broschüre enthält in acht Kapiteln (afrikanische) Gebete, Meditationen und Bilder.

Nachhaltige Kautschuk-Produktion in Orlong Hada/Nordostindien. Foto: Friedrich Stark

Seit rund sieben Jahren ist missio München Teil des Netzwerks Global Compact der Vereinten Nationen. Diese Mitgliedschaft ist jetzt verlängert worden. Gemeinsames Ziel ist eine ökologischere und sozialere Globalisierung und damit eine nachhaltige Weltwirtschaft zum Nutzen aller Menschen. Die Partner verpflichten sich, ihre Strategien und ihr Tun an den Nachhaltigkeitszielen des UN-Gremiums auszurichten.

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Im Jahr 1633 gelobten die Oberammergauer, regelmäßig ein Passionsspiel aufzuführen, wenn sie von der Pest befreit würden. Jetzt wurden die 42. Oberammergauer Passionsspiele verschoben. Anstatt 2020 finden sie nun zwei Jahre später statt – bereits zum vierten Mal unter der Regie von Christian Stückl. Seit der gebürtige Oberammergauer 1987 zum jüngsten Spielleiter in der Geschichte des Passionstheaters ernannt wurde, hat sich einiges verändert.
INTERVIEW: BETTINE KUHNERT, veröffentlicht im missio magazin 3/2020

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Dass man mittels Radio und Fernsehen die Welt ein Stück besser machen kann, stellen Sanni Moumouni Séidou und Maggie Morgan unter Beweis. Über zwei engagierte Journalisten auf dem afrikanischen Kontinent.

Reportage aus Mali: Die neuen Glücksritter. Foto: Jörg Böthling

Gold! In Westafrika und besonders im Krisenland Mali hoffen viele Kleinschürfer darauf, schnell reich zu werden. Manche von ihnen wollen sich vielleicht sogar eine Auswanderung nach Europa finanzieren. Zugleich werden die Goldminen immer mehr zu einer beliebten Einnahmequelle für bewaffnete Gruppen.

TEXT: CHRISTIAN SELBHERR | FOTOS: JÖRG BÖTHLING

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