New Delhi, India: Covid-19-Patienten auf einer Isolierungsstation

"Die Appelle, die uns derzeit aus Indien erreichen, beunruhigen mich zutiefst: Der jüngste Anstieg der Corona-Fälle trifft auf ein Gesundheitssystem, das überhaupt nicht dafür gewappnet ist", mahnt missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber. Angesichts der dramatischen Situation in Indien hat missio München ein zusätzliches Nothilfepaket in Höhe von knapp 200.000 Euro organisiert. "Unsere Projektpartnerinnen und –partner haben uns dringend um unsere Gebete und um schnelle Hilfe gebeten, um die Menschen in den Slums und ländlichen Gebieten mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgen zu können."

Corona in Afrika

Die Corona-Pandemie scheint Afrika weniger schlimm getroffen zu haben als zunächst befürchtet. Doch wie aussagekräftig sind die offiziellen Infizierten- und Todeszahlen? Wie hoch ist die Dunkelziffer? Eines ist wohl sicher: Die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen für die Länder des Kontinents sind immens.

050ecddae18863e966c71ef05e88d116_w720_h369_cp missio München - Nachrichten

missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber bleibt Vorsitzender des China-Zentrums. Er wurde am Donnerstag (22.4.) bei einer digitalen Mitgliederversammlung in seinem Amt bestätigt, das er seit 2018 bekleidet. Das China-Zentrum mit Sitz in Sankt Augustin bei Bonn dient der Förderung von Begegnung und Austausch zwischen den Kulturen und Religionen im Westen und in China. Mitglieder sind katholische Hilfswerke, Orden und Diözesen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien. Monsignore Wolfgang Huber ist seit 2018 Vorsitzender des Zentrums. Alle drei Jahre wird der Vorsitz neu gewählt.

50.000 Handys von Kolpingsfamilien für missio-Aktion: Als Kooperationspartner unterstützt das Kolpingwerk Deutschland die Handy-Spendenaktion von missio

Für die missio Handy-Spendenaktion haben die Kolpingsfamilien in Deutschland insgesamt 50.000 Handys zusammengetragen. Seit Juni 2018 unterstützt das Kolpingwerk Deutschland als Kooperationspartner von missio die Handy-Spendenaktion, die im Herbst 2017 ins Leben gerufen wurde und die seitdem von zahlreichen Pfarreien, Schulen, Firmen und Institutionen unterstützt wird. Insgesamt wurden bisher von missio deutschlandweit mehr als 215.000 Alt-Geräte dem Wertstoffkreislauf zugeführt. Das 50.000. Handy des Kolpingwerks wurde jetzt von der Kolpingsfamilie Kaufbeuren übergeben.

d4f642977cde11d3f13849e24bcd7f37_w720_h369_cp missio München - Nachrichten

Angesichts anhaltender politischer Debatten um internationale Handelsabkommen und faire Lieferketten fordert der Gemeinwohl-Ökonom Christian Felber Marktvorteile für nachhaltige und menschenrechtskonforme Unternehmen. „Der Weltmarkt ist ein öffentliches Gut und keine Spielwiese. Die Mehrheit der Menschen will eine Veränderung. Unsere gegenwärtige Demokratie lässt das jedoch nicht zu. Zu mächtig sind Unternehmen, zu stark sind Lobbyisten“, betont der Vordenker und Begründer der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) in der neuesten Ausgabe des "missio magazins" des Internationalen Katholischen Hilfswerks missio München.

"Freiheit" steht an einer Mauer in Manila

Mit seinem umstrittenen Anti-Terror-Gesetz hat der philippinische Präsident Rodrigo Duterte ein Instrument geschaffen, um Kritiker unter Druck zu setzen oder loszuwerden. Das bekommen auch missio-Partner zu spüren. Ein Bericht von der Philippinen-Referentin Stephanie Schüller.

Nach dem Tod von Tansanias Präsident Magufuli herrscht neben Trauer auch Hoffnung auf Wandel.

Mit dem Tod des tansanischen Präsidenten John Magufuli am 17. März und der Ernennung von Samia Suluhu Hassan zu seiner Nachfolgerin herrscht in Tansania neben Trauer auch eine Hoffnung auf Wandel. "Der Tod von Präsident John Magufuli hat die meisten Tansanier als schwerer Schock getroffen, da weite Teile der Bevölkerung von seiner Erkrankung nichts wussten", betont der Bischof der Diözese Kondoa, Bernardin Mfumbusa, in einer E-Mail an missio München. In den beiden Wochen vor seinem Tod seien keine Nachrichten mehr an die Öffentlichkeit gedrungen. So hätten sich Verschwörungstheorien über den Tod des 61-Jährigen Bahn gebrochen. "Hier im Süden Tansanias haben die Menschen erst geglaubt, dass Präsident Magufuli wirklich tot war, als Vizepräsidentin Samia Suluhu Hassan die Nachricht offiziell verkündete", berichtet der Koordinator der UZIMA-Projekte zur Palliativpflege in Ndanda, Elvis Miti.

ba50fe23869c519ad4c784e4eb068964_w720_h369_cp missio München - Nachrichten

Abgehängt, von der Welt vergessen: Wer im Flüchtlingscamp, in Slums oder in abgelegenen Regionen der Welt lebt, hat selten eine Wahl. Gute Bildung ist die einzige Chance, davon ist der Jesuitenpater Peter Balleis, Geschäftsführender Präsident des Jesuit Worldwide Learning (JWL), überzeugt. Seit zehn Jahren bringt die Initiative Hochschulbildung an die Ränder der Gesellschaft – und fördert damit weltweit Keimzellen der Veränderung.

Deutsche Spuren in Togo

Das deutsche Kolonialabenteuer in Togo war kurz und ziemlich erfolglos – und es liegt mittlerweile weit zurück. Doch die Verbindungen zwischen Deutschland und dem Land in Westafrika sind immer noch eng. Erkundungen in der Haupt- und Hafenstadt Lomé.

REPORTAGE VON CHRISTIAN SELBHERR / FOTOS: JÖRG BÖTHLING

Äthiopier sind vor den Kämpfen in Tigray in den Sudan geflohen

Der katholische Bischof von Adigrat, Tesfaselassie Medhin, appelliert an die nationale und internationale Gemeinschaft, nicht vom brutalen Kriegsgeschehen in der äthiopischen Region Tigray wegzuschauen. „Hier findet eine humanitäre Katastrophe statt, das Töten muss ein Ende haben“, mahnt er im Gespräch mit missio München.

2ee60acab3eac4abc90d9a66b008311b_w720_h369_cp missio München - Nachrichten

Dass Papst Franziskus seine Reise in den Irak am kommenden Freitag (5.3.) antreten will, wertet missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber als starkes Zeichen der Hoffnung für das zerrissene Land. "Die Menschen im Irak haben in den vergangenen Jahren immenses Leid erfahren: Der Irak-Krieg hat das Land zerrissen, die Herrschaft des 'Islamischen Staates' in Teilgebieten hat Spuren der Verwüstung hinterlassen und von Stabilität und Sicherheit kann auch nach dem Sieg über den IS angesichts von Anschlägen mit Toten und Verletzten keine Rede sein", betont Monsignore Huber. "Dass Papst Franziskus das Land nun trotz der heiklen Sicherheitslage und Corona bereist, gibt der stetig sinkenden Zahl an Christen neuen Mut."

Krieg in Syrien: Für das Land ist noch lange kein Frieden in Sicht.

Mit 900.000 Euro hat missio München in den vergangenen beiden Jahren verschiedene Hilfsprojekte im Kriegsland Syrien unterstützt. "Uns ist wichtig, dass wir Syrien auch zehn Jahre nach Ausbruch des Bürgerkrieges nicht vergessen und dass wir den Menschen beim Wiederaufbau beistehen", sagt missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber. "Blockaden und Sanktionen verschlechtern die Versorgungslage. Hilfe von außen kann nur unter erschwerten Bedingungen ins Land gelangen. Deshalb sind wir froh, dass wir uns auf die zuverlässige Arbeit unserer langjährigen Partner vor Ort verlassen können."

­