Die Situation vor Ort
Malawi ist ein seit 1964 unabhängiges Binnenland und zählt zu den kleinsten und ärmsten afrikanischen Staaten. Die meisten Menschen leben von dem, was sie selbst anbauen. Armut und Hunger prägen das Leben der Menschen.
Das Bildungsniveau ist extrem niedrig: Fast 15 von 100 Kindern schaffen die Grundschule nicht. Etwa jeder dritte Erwachsene kann kaum lesen oder schreiben. Die Gesundheitsversorgung ist schlecht. In vielen Familien werden Kinder vernachlässigt oder müssen völlig auf sich allein gestellt zurechtkommen, weil die Eltern gestorben oder dauerhaft pflegebedürftig sind oder weil die Familien zu arm sind, um sich zu kümmern.
Projekt-Überblick

- Land:
- Malawi / Diözese Karonga
- Zielgruppe:
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- 21 Waisenkinder, die im Kinderschutzzentrum Lusubilo untergebracht sind und die in ihre Familien zurückgeführt werden sollen
- Kinder und Familien in fünf Distrikten Malawis, die in prekären sozialen Strukturen leben
- Ziel:
- Langfristiges Wohlergehen der Betroffenen in stabilen, sicheren Familienstrukturen
- Maßnahmen:
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- Begleitung, Sensibilisierung und Förderung des familiären Umfeldes gefährdeter Kinder durch Hausbesuche von Sozialarbeitern, Schulungen der Erziehungsberechtigten, Einrichtung von Selbsthilfegruppen, Wiedereingliederung durch Kinderschutzfachkräfte und Sensibilisierungsveranstaltungen für die Gemeinden
- Hilfen zur Existenzsicherung und Bereitstellung von Startkapital
Was unsere Projektpartner tun
Lusubilo Community Care (LCC) ist eine 1997 gegründete Organisation der Diözese Karonga, im Norden Malawis. Sie setzt sich für das Wohlergehen von Waisen und schutzbedürftigen Kindern, Jugendlichen und Familien ein. Die katholische Einrichtung arbeitet mit lokalen Organisationen und Kinderbetreuungszentren zusammen. Fast drei Jahrzehnte lang betrieb LCC ein Kinderdorf, das gefährdeten und verlassenen Kindern ein zweites Zuhause bot. Hunderten von Kindern wurde dort der Zugang zu Bildung, medizinischer Versorgung sowie psychosozialer Unterstützung ermöglicht. Das Kinderdorf wurde zu ihrer Familie.
Staatliche Vorgaben sowie internationale Erfahrungswerte machen jedoch ein Umdenken erforderlich: Das oberste Ziel sollte stets die Rückkehr der Kinder in ihre Familien sein, während die Unterbringung in einer Einrichtung lediglich eine vorübergehende Lösung darstellt. Dies erfordert eine intensive Förderung, Betreuung und Unterstützung der Familien sowie der Gemeinschaften. Aktuell befinden sich noch 21 Kinder im Kinderdorf, die wieder mit ihren Familien zusammengeführt werden sollen.

„Unser Ziel ist es, Familien und Gemeinschaften zu befähigen, sich um Waisenkinder, schutzbedürftige Kinder und Erwachsene zu kümmern und sie zu unterstützen.“
Wie Sie helfen können
Um zu verhindern, dass Kinder aufgrund von Armut und Krankheit vernachlässigt werden oder auf sich alleine gestellt sind, benötigen die Familien professionelle Unterstützung. Für Josef Kimangila, den Direktor der Kinderschutzorganisation LCC, hat es deshalb oberste Priorität, staatliche Strukturen sowie Familien und Gemeinden so zu stärken, dass sie in der Lage sind, angemessen für ihre Kinder zu sorgen. Gleichzeitig sollen die Haushalte gezielt dabei unterstützt werden, ihre Existenz langfristig zu sichern.
Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter besuchen die Familien regelmäßig zu Hause, schulen Eltern in entwicklungsfördernder Erziehung, bieten Einzel- und Gruppenberatung für Kinder an und organisieren Sensibilisierungsveranstaltungen in den Gemeinden. Hinzu kommen Schulungen zu Möglichkeiten der Einkommenssicherung und eine begleitende Betreuung der Familien nach der Rückkehr der Kinder. All diese Maßnahmen sollen langfristig das Wohlergehen der Kinder, ihrer Familien und Gemeinden sichern. Kinder entwickeln sich am besten in einem sicheren, förderlichen Familienumfeld, das von starken Gemeindestrukturen getragen wird.
Für Ihre Spende, mit der Sie die Kinderschutzorganisation Lusubilo Community Care dabei unterstützen, genau diese Strukturen zu schaffen, danken wir Ihnen auch im Namen der betroffenen Kinder und Familien von Herzen!

Schwester Teresa mit dem Waisenkind Maggie (16) und einer Betreuerin. Maggie lebt aktuell noch im Kinderschutzzentrum Lusubilo. Sie soll bald zu ihren Großeltern zurückkehren.
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