Die Situation vor Ort
Burkina Faso hat rund 24 Millionen Einwohner – und die Bevölkerung wächst rasant. Jedes Jahr steigt sie um fast drei Prozent. Die Hälfte der Menschen ist jünger als 18 Jahre. Die junge Generation sieht sich mit enormen Herausforderungen konfrontiert und hat begrenzte Perspektiven: Unsichere Lebensbedingungen, fehlende Arbeitsmöglichkeiten, schwache Bildungsstrukturen und niedrige Alphabetisierungsraten bremsen ihre Entwicklung.
Die anhaltende Sicherheitskrise verschärft diese Situation zusätzlich und nimmt vielen jungen Menschen die Hoffnung auf Stabilität und Entwicklung. Besonders betroffen sind Mädchen und junge Frauen. Sie erleben strukturelle Benachteiligung in nahezu allen Lebensbereichen. Schulbildung bleibt für viele ein unerfüllter Wunsch – oder endet nach wenigen Jahren. Stattdessen tragen sie früh Verantwortung im Haushalt oder auf den Feldern. Damit bleiben ihnen Chancen auf Bildung, Einkommen und gesellschaftliche Teilhabe weitgehend verwehrt.
Projekt-Überblick

- Land:
- Burkina Faso / Ouahigouya
- Zielgruppe:
- 45 Frauen und Mädchen in Not
- Ziel:
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- Einrichtung einer sicheren und angemessen Lernumgebung für die Ausbildung von Mädchen und Frauen im Schneidereihandwerk
- Maßnahmen:
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- Sanierungsmaßnahmen an den bestehenden Gebäuden des Näh-Ausbildungszentrums
- Installation einer Solaranlage zur kostengünstigen Stromproduktion
- Absicherung des Ausbildungsgeländes durch den Bau einer Schutzmauer
Was unsere Projektpartner tun
In Ouahigouya, einer Stadt im Norden von Burkina Faso, versuchen die Ordensschwestern der „Soeurs de Notre Dame de Bonne Espérance“, gefährdete Mädchen und junge Frauen durch berufliche Bildung und Beschäftigungsförderung zu stärken. Zu diesem Zweck haben sie ein Näh-Ausbildungszentrum eingerichtet.
Im Zentrum werden alleinerziehende Mütter und ihre Kinder, schwangere Frauen sowie junge Mädchen, die Opfer ungewollter Schwangerschaften oder häuslicher Gewalt geworden sind, ausgebildet, um sie vor Arbeitslosigkeit und unsicheren Lebensumständen zu schützen. Das Zentrum verfügt über 30 Plätze. Seit Beginn der andauernden Sicherheitskrise nimmt das Zentrum weitere Frauen auf, die vor der Gewalt in ihren Dörfern fliehen. Die Frauen können eine dreijährige Ausbildung zur Schneiderin absolvieren.

"Die Mädchen kommen zum Teil von weit her zu uns. Wir würden sie gerne auch bei uns unterbringen, aber dazu fehlen uns die Mittel."
Wie Sie helfen können
Das Näh-Ausbildungszentrum besteht aus zwei Gebäuden: Eines dient als Büro- und Lagerraum, im anderen befindet sich der Unterrichtsraum mit 30 Plätzen sowie ein weiterer kleinerer Raum zur Lagerung von Materialien. Außerdem gibt es drei Toiletten für die Schülerinnen und eine weitere mit Dusche für die Lehrkräfte. Zum Absichern der Gebäude, des Inventars sowie der Schülerinnen und Lehrkräfte fehlt bislang eine schützende Außenmauer. Ohne diesen Schutz besteht ein erhöhtes Risiko für Überfälle und Sachschäden. Auch kleinere, aber entscheidende Verbesserungen stehen noch aus:
Die Nähstube verfügt über offene Wandbereiche, die zwar Tageslicht hereinlassen, die Nähmaschinen jedoch zugleich ungeschützt Staub, Wind und Regen aussetzen. Dies beeinträchtigt nicht nur die Arbeitsbedingungen, sondern verkürzt auch die Lebensdauer der Ausstattung. Darüber hinaus ist die Stromversorgung im Nähzentrum unzuverlässig. Mit einer Solaranlage könnte das Zentrum kostengünstig, umweltfreundlich und vor allem zuverlässig mit Strom versorgt werden. Für all diese Sanierungs- und Baumaßnahmen fehlen den Ordensschwestern 17.592 Euro.
Wir danken Ihnen sehr für Ihre Spende, mit der Sie dazu beitragen, die Infrastruktur zu schaffen, damit junge Mädchen und Frauen das Schneiderhandwerk unter sicheren und angemessenen Bedingungen erlernen können.

Die Schneiderei ist für viele Mädchen und Frauen ein begehrter Beruf und eine gute Möglichkeit, auf eigenen Beinen zu stehen.
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