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Frauen stärken

Sichere Lernräume für künftige Schneiderinnen

Ordensschwestern unterstützen in Ouahigouya im Norden von Burkina Faso gefährdete Mädchen und junge Frauen, indem sie ihnen eine Ausbildung ermöglichen. Sie haben ein Näh-Zentrum eingerichtet, in dem die Frauen zu Schneiderinnen ausgebildet werden.
Fotos: missio München
Frauen sitzen an Nähtischen und arbeiten.
Jörg Böthling/missio München

Die Situation vor Ort

Burkina Faso hat rund 24 Millionen Einwohner – und die Bevölkerung wächst rasant. Jedes Jahr steigt sie um fast drei Prozent. Die Hälfte der Menschen ist jünger als 18 Jahre. Die junge Generation sieht sich mit enormen Herausforderungen konfrontiert und hat begrenzte Perspektiven: Unsichere Lebensbedingungen, fehlende Arbeitsmöglichkeiten, schwache Bildungsstrukturen und niedrige Alphabetisierungsraten bremsen ihre Entwicklung.

Die anhaltende Sicherheitskrise verschärft diese Situation zusätzlich und nimmt vielen jungen Menschen die Hoffnung auf Stabilität und Entwicklung. Besonders betroffen sind Mädchen und junge Frauen. Sie erleben strukturelle Benachteiligung in nahezu allen Lebensbereichen. Schulbildung bleibt für viele ein unerfüllter Wunsch – oder endet nach wenigen Jahren. Stattdessen tragen sie früh Verantwortung im Haushalt oder auf den Feldern. Damit bleiben ihnen Chancen auf Bildung, Einkommen und gesellschaftliche Teilhabe weitgehend verwehrt.

Projekt-Überblick

Landkarte von Burkina Faso, fett markiert ist die Stadt Ouahigouya.
Land:
Burkina Faso / Ouahigouya
Zielgruppe:
45 Frauen und Mädchen in Not
Ziel:
  • Einrichtung einer sicheren und angemessen Lernumgebung für die Ausbildung von Mädchen und Frauen im Schneidereihandwerk
Maßnahmen:
  • Sanierungsmaßnahmen an den bestehenden Gebäuden des Näh-Ausbildungszentrums
  • Installation einer Solaranlage zur kostengünstigen Stromproduktion
  • Absicherung des Ausbildungsgeländes durch den Bau einer Schutzmauer

Was unsere Projektpartner tun

In Ouahigouya, einer Stadt im Norden von Burkina Faso, versuchen die Ordensschwestern der „Soeurs de Notre Dame de Bonne Espérance“, gefährdete Mädchen und junge Frauen durch berufliche Bildung und Beschäftigungsförderung zu stärken. Zu diesem Zweck haben sie ein Näh-Ausbildungszentrum eingerichtet. 

Im Zentrum werden alleinerziehende Mütter und ihre Kinder, schwangere Frauen sowie junge Mädchen, die Opfer ungewollter Schwangerschaften oder häuslicher Gewalt geworden sind, ausgebildet, um sie vor Arbeitslosigkeit und unsicheren Lebensumständen zu schützen. Das Zentrum verfügt über 30 Plätze. Seit Beginn der andauernden Sicherheitskrise nimmt das Zentrum weitere Frauen auf, die vor der Gewalt in ihren Dörfern fliehen. Die Frauen können eine dreijährige Ausbildung zur Schneiderin absolvieren.

Porträt von Schwester Malala Marie Vestine Bampire,
"Die Mädchen kommen zum Teil von weit her zu uns. Wir würden sie gerne auch bei uns unterbringen, aber dazu fehlen uns die Mittel."
Schwester Malala Marie Vestine Bampire, Projektverantwortliche und Leiterin des Nähzentrums

Wie Sie helfen können

Das Näh-Ausbildungszentrum besteht aus zwei Gebäuden: Eines dient als Büro- und Lagerraum, im anderen befindet sich der Unterrichtsraum mit 30 Plätzen sowie ein weiterer kleinerer Raum zur Lagerung von Materialien. Außerdem gibt es drei Toiletten für die Schülerinnen und eine weitere mit Dusche für die Lehrkräfte. Zum Absichern der Gebäude, des Inventars sowie der Schülerinnen und Lehrkräfte fehlt bislang eine schützende Außenmauer. Ohne diesen Schutz besteht ein erhöhtes Risiko für Überfälle und Sachschäden. Auch kleinere, aber entscheidende Verbesserungen stehen noch aus:

Die Nähstube verfügt über offene Wandbereiche, die zwar Tageslicht hereinlassen, die Nähmaschinen jedoch zugleich ungeschützt Staub, Wind und Regen aussetzen. Dies beeinträchtigt nicht nur die Arbeitsbedingungen, sondern verkürzt auch die Lebensdauer der Ausstattung. Darüber hinaus ist die Stromversorgung im Nähzentrum unzuverlässig. Mit einer Solaranlage könnte das Zentrum kostengünstig, umweltfreundlich und vor allem zuverlässig mit Strom versorgt werden. Für all diese Sanierungs- und Baumaßnahmen fehlen den Ordensschwestern 17.592 Euro.

Wir danken Ihnen sehr für Ihre Spende, mit der Sie dazu beitragen, die Infrastruktur zu schaffen, damit junge Mädchen und Frauen das Schneiderhandwerk unter sicheren und angemessenen Bedingungen erlernen können.

Eine junge Frau steht in ein selbstgenähtes Kleid gekleidet und ein weißes Tuch um den Kopf geschlungen in einem Nähzimmer. Neben ihr der Nähtisch mit Nähmaschine.

Die Schneiderei ist für viele Mädchen und Frauen ein begehrter Beruf und eine gute Möglichkeit, auf eigenen Beinen zu stehen.

UNSERE BANKVERBINDUNG

missio München
Stichwort: Frauen fördern
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