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Frauen stärken

Mütterzentrum der Schwestern vom guten Hirten

Das Mutterschutzzentrum in Antananarivo nimmt Mädchen und junge Frauen mit ihren Babys auf. Viele von ihnen sind unter 15 Jahre alt - sie wurden meist sexuell missbraucht und sind mit ihrer ungewollten Mutterschaft auf sich allein gestellt. Die Ordensschwestern vom guten Hirten begleiten die jungen Mütter, und ermöglichen ihnen eine Ausbildung.
Fotos: Jörg Böthling/missio München
Frauen sitzen an Nähtischen und arbeiten. Eine von ihnen hat dabei ein Baby auf dem Schoß.

Die Situation vor Ort

Madagaskar ist eines der ärmsten Länder der Welt. Es ist von großer sozialer Ungleichheit geprägt. Das Land befindet sich seit Jahrzehnten in einem Zustand chronischer Krise. Korruption und Machtmissbrauch sind weit verbreitet, während echte Bemühungen um eine nachhaltige Entwicklung häufig fehlen.

Drastische Folgen sind unter anderem die stark vernachlässigte Infrastruktur und ein unzureichend ausgestattetes Gesundheits- und Bildungssystem. Vor diesem Hintergrund versucht die Kirche in Madagaskar, neben ihrer pastoralen Tätigkeit, die folgenschweren Defizite des Staates auszugleichen - vor allem durch schulische und medizinische Angebote.

Projekt-Überblick

Landkarte von Madagaskar, fett markiert ist die Hautpstadt Antananarivo und mit einem Balken hinterlegt die Stadt Tanambao im Südosten des Inselstaats.
Land:
Madagaskar, Diözese Antananarivo
Zielgruppe:
10 minderjährige junge Mütter, die meist sexuell missbraucht wurden, mit ihren Babys
Ziele:
  • Die jungen Mütter sind in der Lage, den Lebensunterhalt für sich und ihre Kinder zu sichern
  • Verbesserung der Selbstversorgung der Frauen und Kinder der zugehörigen Vorschule durch Gemüseanbau
Maßnahmen:
  • Vermitteln von Fähigkeiten im Kochen, Nähen, Korbflechten, Frisieren, in der Stickerei und Konditorei sowie Bereitstellen von Starterkits für die Selbständigkeit
  • Kauf von Lehrmaterialien und Ausstattung für die Ausbildungen
  • Kauf von Küchenutensilien
  • Einstellung eines Gärtners zur Ertragssteigerung

Was unsere Projektpartner tun

Die Schwestern der Kongregation Notre-Dame de Charité du Bon Pasteur sehen ihre Aufgabe darin, Frauen und Mädchen in schwierigen Lebenssituationen zu begleiten, ihre Würde zu stärken, sie vor Ausbeutung zu schützen und ihre Selbständigkeit zu fördern. In Itaosy, einem benachteiligten Viertel der Millionenstadt Antananarivo, betreiben die Schwestern deshalb seit 23 Jahren ein Mütterzentrum und eine Vorschule. Im Mütterzentrum werden junge Mädchen, viele von ihnen unter 15 Jahren, mit ihren Babys für sechs Monate aufgenommen. Die Mädchen wurden meist sexuell missbraucht, sind mit ihrer ungewollten Mutterschaft überfordert und auf sich allein gestellt.

Im Mütterzentrum geben die Schwestern den Mädchen eine Unterkunft, versorgen sie nach der Schwangerschaft und zeigen ihnen vor allem, wie sie ihre Babys versorgen müssen. Die Vorschule bietet Platz für ca. 60 Kinder aus der Umgebung im Alter von 4 bis 5 Jahren. Die Kinder sind häufig mangelernährt. Obwohl die jungen Frauen einen Gemüsegarten auf dem Gelände bewirtschaften, reichen die Erträge weder für die Schülerinnen und Schüler noch für die Frauen aus.

Porträt von Schwester Malala Francette Rakotonirina
Ich sehe jeden Tag, welche Reichtümer und Talente jeder einzelne Mensch in sich trägt. Wir bringen sie ans Licht.
Schwester Malala Francette Rakotonirina, Schwestern vom Guten Hirten, Projektkoordinatorin

Wie Sie helfen können

Für viele der jungen Mütter ist eine Rückkehr in die Familie ausgeschlossen oder zu riskant. Mangels beruflicher Fähigkeiten drohen sie nach dem Aufenthalt im Mütterzentrum wieder in Armut und Ausbeutung zu rutschen. Zur Förderung der Selbstständigkeit qualifizieren die Schwestern die Mädchen deshalb in handwerklichen Tätigkeiten wie Kochen, Nähen, Frisieren und Sticken. Die jungen Frauen sollen so in die Lage versetzt werden, ein Einkommen zu verdienen, mit dem sie ihr Leben und das ihrer Kinder sichern können. Die Schwestern begleiten sie dabei auch nach den sechs Monaten. Die Mittel der Kongregation sind begrenzt. Projektkoordinatorin Schwester Francette bittet um finanzielle Unterstützung in Höhe von 59.170 Euro für die

  • Durchführung der Ausbildungsmodule
  • Ausgabe von Starterkits oder Startkapital für eine berufliche Selbständigkeit
  • Einstellung eines Gärtners
  • Anschaffung von Küchenutensilien
  • Anschaffung von Lehrmaterialien und Ausstattung für die Ausbildungen

Die ohnehin äußerst schwierigen Lebensumstände gepaart mit der frühen Mutterschaft stellen die Mädchen vor eine nahezu auswegslose Situation. Dank der liebevollen und umsichtigen Unterstützung durch die Schwestern können sich die Mädchen stärken und bekommen die Chance, für sich und ihre Kinder zu sorgen. Dafür danken wir Ihnen sehr!

Eine Ordensschwester mit einem Baby im Arm steht in einem Gemüsegarten. Einige Meter hinter ihr steht im Hintergrund eine junge Frau, ebenfalls mit einem Baby im Arm.
Während die jungen Frauen im Gemüsegarten des Zentrums arbeiten, kümmert sich Schwester Pauline um eines der Babys.

UNSERE BANKVERBINDUNG: 

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Stichwort: Frauen fördern
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