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Frauen stärken

Gemüsegärten der Fraueninitiative "Sontaaba"

Die Kooperative "Sontaaba" gibt Frauen in Burkina Faso die Möglichkeit, gemeinsam Gemüse anzubauen und damit die Ernährung ihrer Familien zu sichern. Durch Schulungen, Saatgut und landwirtschaftliches Werkzeug lernen sie nachhaltige Anbaumethoden kennen und steigern ihre Erträge. Eine bessere Bewässerung, geschützte Anbauflächen sowie eine eigene Spar- und Kreditgenossenschaft sollen die Frauen zusätzlich stärken.
Fotos: Jörg Böthling/missio München
Ein Gemüsestand in Burkina Faso unter anderem mit Kohl, Gurken, Tomaten und Paprika. Hinter dem Stand sitzt eine Verkäuferin, die einer Kundin vor dem Stand die Ware übergibt.

Die Situation vor Ort

80 Prozent der Menschen in Burkina Faso leben von der Landwirtschaft. Doch obwohl sie hart arbeiten, haben mehr als die Hälfte keinen sicheren Zugang zu gesunder Ernährung. Die Böden sind erschöpft, die Ernten sinken. Dürren, Überschwemmungen und der Klimawandel erschweren das Überleben zusätzlich. Terroranschläge und unsichere Regionen hindern viele Familien daran, ihre Felder zu bestellen.

Auch im Dorf Tampousghin, nahe der Stadt Koupéla, kämpfen die Menschen täglich mit Ernährungsunsicherheit. Der Klimawandel bedroht ihre Ernten – und damit ihre Zukunft. Die Frauen im Dorf haben deshalb die Kooperative Sontaaba gestartet. Dies bedeutet in der Sprache der Mossi, der größten Ethnie in Burkina Faso, soviel wie sich gegenseitig helfen. Genossenschaftlich organisiert unterstützen sich die Frauen beim Anbau von Gemüse, um die Ernährung ihrer Familien zu sichern.

Projekt-Überblick

Landkarte von Burkina Faso. Fett markiert ist die Hauptstadt Ouagodougou, in einem roten Kasten markiert ist der Ort Koupéla, in deren Nähe sich die Frauen-Kooperative befindet.
Land:
Burkina Faso
Zielgruppe:
50 Frauen der Kooperative "Sontaaba" im Dorf Tampousghin und deren Familienangehörige, rund 325 Personen
Ziel:
Verfügbarkeit gesunder, diversifizierter und ausreichender Nahrungsmittel durch
umweltfreundlichen Gemüseanbau und Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität
Maßnahmen:
  • Anlage eines 0,5 Hektar großen Gemüsegartens
  • Schulung der Frauen in klimafreundlichen und alternativen Gemüseanbaumethoden
  • Installation eines Tiefbrunnens und eines Wasserturms sowie Bau eines Wasserspeichers
  • Anschaffung von Gemüsesaatgut und landwirtschaftlichen Geräten
  • Einrichtung einer Spar- und Kreditgenossenschaft

Was unsere Projektpartner tun

Die Frauen im Dorf Tampousghin leiden besonders unter den schwierigen Lebensbedingungen. Die Böden ihrer ohnehin kleinen Flächen zum Anbau von Gemüse sind ausgelaugt, sie haben wenig Zugang zu Bildung und Informationen. Viele kämpfen täglich um Einkommen und das Überleben ihrer Familien.

Die Dorfverwaltung möchte den Frauen Hoffnung geben und stellt ihnen einen halben Hektar Land, aufgeteilt in kleine Gärten von je 100 Quadratmetern, zur Verfügung. Jeder Garten wird einer Frau gehören. Mit einem erfahrenen Team, unter Leitung von Pater Paulin Bertrand Damiba, sollen dort 50 Frauen der Kooperative in klimafreundlichen und alternativen Gemüseanbaumethoden geschult werden.

„Durch das Projekt wird die Solidarität und die Verbundenheit der Menschen im Dorf und auch mit den umliegenden Dörfern wiederbelebt.“
Pater Paulin Bertrand Damiba, Projektverantwortlicher und Diözesangeschäftsführer der Caritas, Koupéla

Wie Sie helfen können

Die Frauen erhalten Schulungen in nachhaltigem Pflanzenanbau und landwirtschaftlichen Techniken sowie zur Diversifizierung von Gemüsearten. Dazu gehört die richtige Saatgutbehandlung, die Verwendung von organischem Dünger, die Auswahl der Gemüsesorten und die Kontrolle des Anbauzyklus. Sie werden mit Saatgut und landwirtschaftlichem Werkzeug ausgestattet, um die Produktivität zu steigern.

Zur Bewässerung der Felder sollen ein Tiefbrunnen, ein Wasserturm mit einem Fassungsvermögen von 5.000 Litern und ein Wasserspeicherbecken installiert werden. Damit die Anbauflächen vor Tieren und auch Diebstahl geschützt sind, sollen sie eingezäunt werden. Mit ihrer eigenen Spar- und Kreditgenossenschaft können die Frauen sicher Geld sparen, günstige Kredite aufnehmen und in Notlagen Unterstützung erhalten. Für alle Maßnahmen werden 54.000 Euro benötigt. Das Projekt ist für die Frauen und ihre Familien von großer Bedeutung, um den Kreislauf von Armut und Mangelernährung zu durchbrechen.

Ihre Spende ermöglicht den Frauen mehr als nur Saatgut, Werkzeuge und Wissen, um ihre Familien zu ernähren. Sie legt auch das Fundament für eine bessere Zukunft der Frauen, ihrer Kinder und einer starken Dorfgemeinschaft. Vielen Dank für diese Hilfe zur Selbsthilfe!

Mehrere Frauen sitzen in Burkina Faso auf sandigem Boden. Auf einem ausgebreiteten Tuch zählt eine der Frauen Geldscheine. Die anderen Frauen - alle in traditioneller Kleidung aus Tüchern - beobachten sie dabei.
Mit Hilfe der Kredit-und Spargenossenschaft haben die Frauen die Möglichkeit, Geld anzusparen und im Notfall auch Geld zu leihen, ohne überhöhte Zinsen zahlen zu müssen.

UNSERE BANKVERBINDUNG: 

missio München
Stichwort: Frauen fördern
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