Die Situation vor Ort
Varanasi liegt im äußersten Osten des indischen Bundesstaates Uttar Pradesh und ist eine der ältesten Städte der Welt, mit einer reichen kulturellen und religiösen Vergangenheit. Sozial und wirtschaftlich gehört die Region zu den ärmsten des Landes. Gründe für die prekäre Lage sind unter anderem das starke Bevölkerungswachstum, Analphabetismus, Kastendenken, Arbeitslosigkeit, fehlende Industrie und ein ungerechtes Lohnsystem.
Nach offiziellen Angaben gibt es in Varanasi 209 Slums, in denen ungefähr 400.000 Menschen leben. Inoffiziell dürfte die Zahl deutlich höher liegen. Die Menschen in den Slums arbeiten als Rikschafahrer, Tagelöhner oder sammeln Schrott und Lumpen. Um zu überleben, müssen auch die Kinder arbeiten, statt zur Schule zu gehen. Oft sammeln sie Müll oder betteln auf der Straße. So bleibt vielen über Generationen hinweg der Zugang zu Bildung verwehrt. Ohne Schulbildung haben die Menschen kaum Chancen, dem Kreislauf der Armut zu entkommen.
Projekt-Überblick

- Land:
- Indien / Varanasi
- Zielgruppe:
- 600 Kinder in zwanzig Slumgemeinden von Varanasi
- Ziele:
- Erhöhung des Bildungsniveaus und Schaffen eines Bewusstseins für die Bedeutung von Bildung bei Eltern und Kindern
- Maßnahmen:
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- Weiterführung der bestehenden Zentren für frühkindliche Bildung in acht Slumgemeinden sowie Aufbau weiterer acht Zentren (Übernahme der Personalkosten und Projektaktivitäten)
- Nachhilfe und Förderunterricht für leistungsschwache Schülerinnen und Schüler
Was unsere Projektpartner tun
Die in Varanasi gegründete Ordensgemeinschaft Indian Missionary Society (IMS) setzt mit ihren nicht-formalen Bildungszentren in den Slums genau hier an. In den Zentren ermöglichen die Mitarbeitenden des Ordens den Kindern einen niederschwelligen Zugang zu Bildung und bieten ihnen einen geschützten Raum zum Lernen und zur persönlichen Entwicklung.
missio München hat bereits die erste Phase des Projekts von 2023 bis 2025 erfolgreich unterstützt. In acht großen Slumsiedlungen wurde mehr als 600 Kindern der Zugang zu außerschulischer Bildung ermöglicht. Sie hatten vorher keine Möglichkeit, zur Schule zu gehen, mussten Müll sammeln oder arbeiten. Gleichzeitig konnte das Bewusstsein der Eltern dafür gestärkt werden, wie wichtig Bildung für die Zukunft ihrer Kinder ist.

„Die Bemühungen des Zentrums tragen allmählich Früchte, da sich die Kinder sowohl schulisch als auch sozial weiterentwickeln und damit den Weg für eine bessere Zukunft ebnen.“
Wie Sie helfen können
Die acht bestehenden Zentren für außerschulische Bildung sollen fortgeführt und durch zwölf neue Einrichtungen ergänzt werden. So erhalten noch mehr Kinder die Möglichkeit, grundlegende Kenntnisse zu erwerben und auf den Übergang in reguläre Bildungseinrichtungen vorbereitet zu werden.
Für Schülerinnen und Schüler, die bereits soweit sind, werden bei Bedarf die Schulgebühren übernommen. In vielen Fällen können die Eltern diese schlichtweg nicht bezahlen. Die Fortführung der Unterstützung ist von großer Bedeutung, damit die Kinder ihre Erfolge weiter ausbauen, an sich selbst glauben lernen und verstehen, wie wertvoll Bildung für ihre Zukunft ist.
Für die Durchführung aller Maßnahmen in einer zweiten dreijährigen Projektphase benötigt die Gemeinschaft 95.450 Euro.
Mit den außerschulischen Bildungsangeboten des Ordens kann der Kreislauf aus fehlender Bildung und Armut für hunderte Kinder durchbrochen werden und langfristiger sozialer Wandel gelingen.
Vielen Dank für Ihren Beitrag, mit dem Sie den Slumkindern den Zugang zu einer dauerhaft sicheren und selbstbestimmten Zukunft ermöglichen!

Dieses Mädchen hat den Sprung in die reguläre Schule geschafft. Die Indian Missionary Society übernimmt die Schulgebühren.
UNSERE BANKVERBINDUNG
missio München
Stichwort: Bildung ermöglichen
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