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Frauen stärken

Gemüseanbau in den "Gärten der Hoffnung"

Angesichts begrenzter Ressourcen und herausfordernder klimatischer Bedingungen stärkt das Vikariat von Mongo besonders gefährdete Frauen durch die Möglichkeit von gemeinschaftlichem Gemüseanbau. Dadurch können die Frauen zur Ernährungssicherung beitragen und sind widerstandsfähiger gegenüber Ernährungs- und Klimakrisen.
Fotos: missio München
Frauen stehen und sitzen auf einem bewirtschafteten Stück Land. Viele Eimer in verschiedenen Farben stehen am Boden. Im Hintergrund trockene Flächen und verdorrte Bäume.

Die Situation vor Ort

Als Binnenstaat im Herzen Afrikas ist der Tschad trotz seiner Ölvorkommen eines der ärmsten Länder der Welt. Seit Beginn des bewaffneten Konflikts im Nachbarland Sudan im Jahr 2023 sind nun zudem über 1,2 Millionen sudanesische Flüchtlinge in den Osten des Landes geflohen, die versorgt werden müssen. Der zunehmende Kampf um natürliche Ressourcen, wie fruchtbares Land, erschwert den sozialen Zusammenhalt und verschärft Konflikte. Darüber hinaus ist das Land stark von den Folgen des Klimawandels betroffen, die sich erheblich auf die landwirtschaftlichen Erträge auswirken. Aufgrund schwerer Dürren, jährlich sinkender Niederschläge und degradierter Böden reichen die Erträge selten aus, um den Ernährungsbedarf der Bevölkerung zu decken. Ein Großteil der Menschen leidet unter extremer Armut und ständiger Ernährungsunsicherheit.

Projekt-Überblick

Landkarte vom Tschad, markiert ist das Vikariat Mongo, östlich der Hauptstadt N'Djamena.
Land:
Tschad/Vikariat Mongo
Zielgruppe:
800 Frauen aus sechs Frauenkooperativen für Gemüseanbau
Ziele:
  • Ausreichende Ernährung durch Gemüseanbau- und verkauf sichern
  • Widerstandskraft gegenüber Ernährungs- und Klimakrisen stärken
Maßnahmen:
  • Schulung der einzelnen Kooperativen im klimaangepassten und modernen Gemüseanbau sowie Unterstützung beim Verkauf der Ernteerträge
  • Installation von drei Tiefbrunnen mit solarbetriebenen Pumpen und eines Wasserturms
  • Anschaffung von Gemüsesaatgut und landwirtschaftlichen Geräten
  • Errichtung eines Zauns zum Schutz der Anbauflächen

Was unsere Projektpartner tun

Die 3,5 Millionen Einwohner des Apostolischen Vikariats von Mongo leben hauptsächlich von Landwirtschaft und Viehzucht, einige auch vom Handwerk. Angesichts begrenzter Ressourcen und herausfordernder klimatischer Bedingungen möchte das Vikariat zur Ernährungssicherung beitragen und die Widerstandsfähigkeit von 800 besonders gefährdeten Frauen gegenüber Ernährungs- und Klimakrisen stärken. Die ausgewählten Frauen sind in sechs Frauenkooperativen zum Anbau von Gemüse zusammengeschlossen. Fabio Mussi, der Ökonom des Vikariats, möchte die Frauen an den verschiedenen Standorten der Kooperativen darin schulen, Gemüse mit klimaangepassten und nachhaltigen Methoden anzubauen, um so ihre Ernährung und Lebensgrundlage langfristig zu sichern. Für die Umsetzung der Maßnahmen sind Mitarbeitende der Caritas in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern und den dörflichen Selbstverwaltungsgremien verantwortlich.

Um die Mädchen und jungen Frauen in Kakuma aber langfristig vor Gewalt, Missbrauch und früher Verheiratung zu bewahren, sind vor allem Aufklärung und Bildung unerlässlich.

Porträt von Bruder Fabio Mussi
„Dieses Projekt kommt auch den Kindern sowie der gesamten Bevölkerung zugute. Sie alle werden von der Verbesserung der Ernährungssituation profitieren.“
Bruder Fabio Mussi, Ökonom des Apostolischen Vikariats von Mongo

Wie Sie helfen können

Auf einer Anbaufläche von insgesamt einem halben Hektar erhalten die Frauen Schulungen in nachhaltigem Pflanzenanbau und landwirtschaftlichen Techniken sowie zur Diversifizierung von Gemüsearten. Sie werden mit Saatgut und landwirtschaftlichem Werkzeug ausgestattet, um die Produktivität zu steigern. Zur Bewässerung der Felder sollen drei Brunnen und ein Wasserturm mit einem Fassungsvermögen von 3.000 Litern installiert werden. Damit die Anbauflächen vor Tieren und auch Diebstahl geschützt sind, sollen sie eingezäunt werden.

Für die Durchführung des Projekts „Gärten der Hoffnung“ werden 80.471 Euro benötigt.

Angesichts der gravierenden Auswirkungen des Klimawandels in der Region ist es dem Vikariat ein großes Anliegen, Wege zur Bekämpfung der Ernährungsunsicherheit zu finden.

Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie den Frauen nicht nur Saatgut, Werkzeuge und das nötige Wissen, um sich und ihre Familien zu ernähren. Sie schaffen damit zugleich auch die Basis für eine hoffnungsvolle Zukunft der Frauen, ihrer Kinder und letztlich für eine starke Dorfgemeinschaft.

Markttag: Frauen mit Kopftuch, gekleidet in lange, bunte Gewänder sitzen auf dem Boden und bieten Obst und Gemüse an. Im Hintergrund andere Bereiche des Marktes mit Kleidung und Haushaltswaren.
Mit den Erlösen durch den Verkauf des angebauten Gemüses auf den lokalen Märkten können die Frauen Schulgebühren für ihre Kinder bezahlen.

UNSERE BANKVERBINDUNG: 

missio München
Stichwort: Bildung ermöglichen
IBAN: DE96 7509 0300 0800 0800 04
BIC: GENODEF1M05
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Paypal: @missiomuenchen