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Für mutige Ordensfrauen in Sierra Leone

Afrikatag 2027

Damit sie das Leben haben! (Johannes 10, 10) – unter diesem Leitspruch aus dem Johannesevangelium bittet missio München am 6. Januar 2027 in den bayerischen Diözesen und am 10. Januar 2027  im Bistum Speyer um Spenden für die Kirche in Afrika. Im Mittelpunkt des Afrikatags 2027 stehen mutige Ordensfrauen in Sierra Leone, die sich um Opfer von Gewalt kümmern.
Afrikatag 2027: Eine Ordensschwester mit blauem Schleier und weißem Gewand aus Sierra Leone legt schützend ihre Hände auf die Schultern einer Frau in orangefarbener Kleidung, die dem Betrachter den Rücken zuwendet und ihre Wange an die linke Schulter der Ordensfrau lehnt.
Foto: Hartmut Schwarzbach/missio

Die Menschen im westafrikanischen Land Sierra Leone haben unter einem grausamen Bürgerkrieg und einer verheerenden Ebola-Epidemie gelitten, die Tausende das Leben gekostet hat. Armut, Korruption und fehlende Zukunftsperspektiven prägen bis heute den Alltag vieler Menschen.

Auf dem Plakat zum Afrikatag 2027 zu sehen ist Schwester Onyi, die ursprünglich aus Nigeria stammt. Sie setzt sich in Sierra Leone besonders für Kinder und Jugendliche, für Mädchen und junge Mütter ein. Ihr Projekt trägt den Namen „Fullness of Life“ – „Leben in Fülle“. Es geht darum, Kinder zu schützen, ihre Rechte zu stärken und sie vor Gewalt und Missbrauch zu bewahren. Ein besonderes Augenmerk gilt auch den Mädchen, die schon in sehr jungen Jahren Mutter werden.

Für eine Zukunft in Würde

Doch inzwischen steht Schwester Onyi vor einer neuen, erschütternden Herausforderung: Immer mehr junge Menschen flüchten sich in die Droge Kush. Als sie junge Menschen fand, die an den Folgen des Drogenkonsums gestorben waren, reagierten manche Nachbarn gleichgültig: Das sind Kush-Opfer. Das ist Müll. Kümmere dich nicht darum.  Doch Schwester Onyi kann und will nicht wegsehen. Sie wendet sich den Jugendlichen zu, sucht das Gespräch mit ihnen und ermutigt sie, Schritt für Schritt einen Weg aus der Sucht zu finden. Gleichzeitig appelliert sie an Eltern und Lehrkräfte, die jungen Menschen nicht aufzugeben, ihnen zuzuhören und ihre Sorgen, Hoffnungen und Träume ernst zu nehmen.

Denn jeder junge Mensch verdient es, gesehen zu werden. Jeder hat eine Würde, jeder hat eine Zukunft – und jeder braucht Menschen, die an ihn glauben. Genau dafür steht Schwester Onyi mit ihrer Arbeit. Und genau darum geht es beim Afrikatag: Menschen zu stärken, Hoffnung zu schenken und dazu beizutragen, dass sie das Leben haben – ein Leben in Fülle.

 

Seien Sie dabei, wenn missio am Afrikatag um Spenden für die Ausbildung einheimischer Ordensleute bittet. Mir macht es Mut zu erleben, dass sich Frauen und Männer für das Ordensleben entscheiden und so - wie Schwester Onyi - durch ihr Leben die Liebe Gottes zu uns Menschen bringen. Für Ihre Unterstützung in diesem wichtigen Anliegen sage ich Ihnen ein herzliches Vergelt‘s Gott!

Monsignore Wolfgang Huber, Präsident von missio München

Der Afrikatag wurde 1891 von Papst Leo XIII. eingeführt und ist die älteste gesamtkirchliche Kollekte der Welt. Sie wurde ins Leben gerufen, um Spenden für den Kampf gegen die Sklaverei zu sammeln. Heute steht die Afrikakollekte für Hilfe zur Selbsthilfe. Die Einnahmen ermöglichen es, vor Ort Frauen und Männer auszubilden, die den Menschen als Ordensfrauen und Priester zur Seite stehen.

Afrikatag rund um den 6. Januar

Der Afrikatag wird traditionell rund um den 6. Januar gefeiert, der Tag der Erscheinung des Herrn. Mit der Wahl dieses Termins setzte die Kirche damals ein Zeichen in ihrem Einsatz gegen Sklaverei und Menschenhandel. In vielen Ländern weltweit und auch in Bayern wird der Afrikatag bis heute als Epiphaniekollekte gehalten. Dort aber, wo heute kein Feiertag (mehr) ist, wie etwa auch in der Diözese Speyer, wird jeweils ein Sonntag im Umfeld jährlich festgelegt - diesmal für Speyer der 10. Januar 2027.

Weil Gott in dem Kind in der Krippe Mensch wurde, gibt es für alle Menschen Hoffnung auch für die in der Ferne. Bis heute ist die Afrikakollekte Ausdruck der Hoffnung, dass Veränderung möglich ist, wenn Menschen sich, wie die Sterndeuter, auf den Weg machen, damit Gott und unsere Welt zusammenkommen.

Unterstützen Sie jetzt die Kollekte zum Afrikatag!

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