Menschen auf Madagaskar leiden wegen jahrelanger Dürre an Hungersnot

Madagaskar leidet unter einer jahrelangen schweren Dürre. Dazu kommt allgegenwärtige Armut: Das führt zu einer lebensbe­drohlichen Lage für die Bevölkerung, insbesondere im Süden des Landes. Zehntausende sind auf der Flucht - und landen unter anderem in der Diözese Morondava, die sich um die Notbedürftigen zu kümmern versucht.

Nothilfe Hungersnot karteDAS PROJEKT IM ÜBERBLICK

Land:
Madagaskar / Diözese Morondava
Projektsumme: 45.000 Euro
Zielgruppe: 30.000 Zuwanderer im Urwaldgebiet der Region Morondava sowie Ortsansässige
Ziele:
• Verhindern der Hungerkatastrophe
• Trinkwasserversorgung für zwölf Dorf-Siedlungen
• soziale Integration der Zuwanderer
• Wiederaufbau und Belebung verwüsteter Gegenden
Maßnahmen:
• Kauf und Verteilung von 1.470 Säcken Reis à 50 kg
• Bau von zwölf verschalten Brunnen

Die Situation vor Ort

Nach fünf aufeinander folgenden Jahren fast ohne Regen wird der Süden von Madagaskar derzeit von der schwersten Dürre seit vier Jahrzehnten heimgesucht. Die von der Landwirtschaft abhän­gige Bevölkerung ist mit einer ka­tastrophalen Situation konfrontiert. Dringend benötigte Hilfsgüter erreichen die Menschen aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pan­demie oft zu spät.

SchätzNothilfe Hungersnot 4ungen der Vereinten Nationen zufolge sind mehr als eine Million Menschen im Süden des Landes von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen. Auch die diesjährige Ernte wird ausfallen und die Viehzucht ist stark gefährdet.

Viele Menschen können im Moment nur zwei bis drei Mal in der Woche etwas essen. Gleichzeitig sind die Preise für Reis, Zucker und Öl stark gestie­gen. Trotz dieser verheerenden Lage sind mehr als 30.000 Binnenflüchtlinge aus den Wüstenregionen Fort Dauphin und Tulear in den Südwesten nach Morondava geflohen. Auf­grund von Bodenerosion und schweren Sandstürmen werden immer größere Flächen unbewohn­bar. Die Familien sind gezwungen, ihre Dörfer zu verlassen und gehen bis zu 2.000 km zu Fuß, um sich in den Urwaldregionen der Diözese Morondava niederzulassen.

Um Erdnüsse und Mais anzupflanzen brennen sie immer neue Waldge­biete ab. Dies hat zu großen Kon­flikten mit der einheimischen Bevölkerung geführt. Bei ihr sind die Migranten als Zerstörer des Waldes und Diebe verpönt. Aus Hunger und Not überfallen Familienväter Busse mit Reisenden, aber auch Menschen auf den Straßen. Viele Männer sitzen in Gefängnissen, während Mütter und Kinder ohne Hilfe in den informellen Siedlungen leben.

„Langfristig helfen den Menschen in Madagaskar nur Projekte, die den Kampf gegen die Wüstenbildung unterstützen.“

Mgr. Marie Fabien Raharilamboniaina

Nothilfe Hungersnot kopfWas unsere Projektpartner tun

Die Diözese engagiert sich für die soziale Integration der Zuwanderer und wirbt bei Ortsansässigen um Verständnis für deren Anliegen. Um die akute Not zu lindern, ver­teilt die Diözese in den Siedlungen, Schulen und Gefängnissen alle zwei Wochen Reis für 5.000 Menschen. Bischof Mgr. Marie Fa­bien Raharilamboniaina ist sich bewusst, dass diese Hilfen die Situation der Menschen nur vorü­bergehend verbessern. Langfristig setzt er sich deshalb außerdem für die Aufforstung und Bepflanzung der von den Migranten bewohnten Gebiete ein, so dass die Zuwanderer bleiben können und die Region vor weiterer Erosion und Wüstenbil­dung bewahrt wird.

Wie Sie helfen können

Die allgegenwärtige Armut in der Diözese spitzt sich durch die bei­spiellose Dürre zu einer lebensbe­drohlichen Lage für die gesamte Bevölkerung zu. Um ca. 30.000 Menschen in zwölf inoffiziellen Dorf-Siedlungen vor Unterernäh­rung und Hunger zu bewahren sollen 1.470 Säcke Reis à 50 Kilogramm gekauft und verteilt werden. Mit einem Sack Reis kann die Ernäh­rung einer sechsköpfigen Familie im Durchschnitt für einen Monat gesichert werden.

Um zudem die Trinkwasserver­sorgung der Bewohner zu gewähr­leisten, möchte die Diözese in den zwölf Siedlungen jeweils einen Brunnen (ca. 1 m breit und 12 m tief) bauen. Aus den Brunnen können die Menschen mit Eimern sauberes Wasser zum Trinken schöpfen und auch ihr angebautes Gemüse bewässern. So sind sie in der Lage sich selbst zu versorgen.

Ihre Spende bewahrt Menschen vor einer akuten Hungersnot und unterstützt sie dabei, die Herausforderungen in der neuen Umgebung zu bewälti­gen. Dafür danken wir Ihnen von Herzen!

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