Frauen arbeiten auf einem Gemüsefeld in Maradi, Niger

Im westafrikanischen Niger kämpfen die Menschen vor allem gegen die Dürre im Land und den Terror islamistischer Truppen. Mangelernährung ist bei Kindern chronisch, weshalb die einheimische Ordensgemeinschaft Fraternité des Servantes du Christ ein Ernährungszentrum mit Kindergarten und Schule errichtet hat. Nach Aufbau einer Gemüsefarm sind nun nächste Schritte geplant. missio München unterstützt die Arbeiten in einem Folgeprojekt. 

Niger Gemuesefarm KarteDAS PROJEKT IM ÜBERBLICK

Land:
Niger, Diözese Maradi
Projektsumme: 14.567 Euro - FOLGEPROJEKT
Zielgruppe: 200 Frauen der Gemeinde Saé Saboua
Ziel:
• Aufbau einer Gemüsefarm als Ausbildungsbetrieb für die Frauen
• Vermittlung von Kenntnissen zum Anbau von Gemüse und der ökologischen Bewirtschaftung von Feldern zur Sicherung der Ernährungsgrundlage der Familien
• Beitrag zur Entwicklung der Dörfer und Anerkennung der Frauen in der Gesellschaft
Maßnahmen: 
• Fortsetzung der Ausbildung der Frauen in agro-ökologischen Anbaumethoden
• Bau eines Lagers für die Gemüseproduktion
• Kauf eines Ochsens, Karrens sowie Kauf von Saatgut und landwirtschaftlichen Geräten

Die Situation vor Ort

Das westafrikanische Niger in der Sahelzone ist gemäß HDI Index, der Messzahl für den Entwicklungsstand eines Landes, das ärmste Land der Erde. Die Menschen kämpfen gegen den Terror islamistischer Truppen und die Dürre im Land. Mangelernährung und Vitaminmangel sind vor allem bei den Kindern chronisch und die Sterblichkeitsrate ist hoch.

Die Bemühungen des Staates im Bildungssektor sind unzureichend; dabei sind besonders die Mädchen benachteiligt. Sie gehen nicht zur Schule und werden oft früh verheiratet. 80 Prozent der Frauen in Niger können nicht lesen und schreiben. Für die Versorgung der Kinder sind sie fast ausschließlich alleine verantwortlich.

„Die Frauen können finanziell auf eigenen Füßen stehen, zum Unterhalt der Familie beitragen
und vor allem ihren Kindern Bildung ermöglichen.“

Sr. André Marie Wellinde, Projektleiterin Fraternité des Servantes du Christ, Niger, Diözese Maradi

Maradi Gemuesefarm Folgeprojekt kopfWas unsere Projektpartner tun

In der Diözese Maradi, an der Grenze zu Nigeria, unterstützen 33 Schwestern der einheimischen Ordensgemeinschaft Fraternité des Servantes du Christ die Bemühungen der katholischen Kirche, die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort zu verbessern.

Der Aufbau einer Gemüsefarm, in der Gemeinde Saé Saboua, im Zen­trum der Region Maradi, ist eines der Projekte, mit dem die Schwes­tern vor allem Frauen ermutigen möchten, sich wirtschaftlich auf eigene Füße zu stellen und ihren Platz in der Gesellschaft zu be­haupten. Je 40 Frauen bewirtschaf­ten eine Feldparzelle auf der Farm und bauen dort unter fachkundiger Anleitung Gemüse an.

Im vergangenen Jahr konnten sie bereits erste Ernteerträge auf den lokalen Märkten verkaufen und mit den Erlösen Bohnen- und Erdnuss­saatgut für die nächste Aussaat erwerben. Ermöglicht wurde die Ausbildung der Frauen und der Aufbau der Gemüsefarm auch dank der großherzigen Unterstützung vieler Spenderinnen und Spender von missio München.

Wie Sie helfen können

Die Schwestern und Frauen arbei­ten Hand in Hand und sind durch die sichtbaren Fortschritte moti­viert, den Ausbau der Farm weiter voranzutreiben. Folgende nächste Schritte sind geplant:

  • Wartung der Tröpfchenbewässerungsanlage
  • Fortsetzung der Ausbildung der Frauen in agroökologischen Anbaumethoden
  • Bau eines Lagers zur Sicherung der Gemüseproduktion
  • Kauf eines Ochsens und Karrens zum Transport der Produkte
  • Kauf von landwirtschaftlichen Geräten wie Harken, Spitzhacken und Schubkarren
  • Kauf von Saatgut

Maradi Gemuesefarm Folgeprojekt 7Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie und besonders der tragi­sche Tod von Sr. Marie-Catherine Kingbo, der Gründerin des Ordens und Leiterin des Projektes, erschwerten die Durchführung in den vergangenen beiden Jahren. Die Nachfolgerin, Schwester. Marie Wellinde, möchte das Herzensprojekt ihrer verstorbenen Mitschwester fort­führen und bittet missio München um Unterstützung für die geplanten Vorhaben in Höhe von 14.567 Euro.

Mit dieser Hilfe werden die Frauen langfristig in der Lage sein, ihre Feldparzellen eigenständig und nachhaltig zu bewirtschaften und ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu stärken. Durch die erzielten Einkommen leisten sie bereits jetzt einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung ihrer Familien und der Anerkennung der Frauen in einer männerdominierten Gesellschaft.

Wenn auch Sie die Frauen dabei unterstützen möchten, aktiv bei der Gestaltung ihrer künftigen Lebensbedingungen mitzuwir­ken, danken wir Ihnen von Herzen für Ihre Spende!

Fotos: Jörg Böthling/missio München

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