a964a0b982e3614d7f02a414dfed8c38_w1170_h600_cp missio München - Niger: Aufbau einer Gemüsefarm mit Schule

Im westafrikanischen Niger kämpfen die Menschen vor allem gegen die Dürre im Land und den Terror islamistischer Truppen. Mangelernährung sind vor allem bei den Kindern chronisch, weshalb Marie-Catherine Kingbo und ihre Mitschwestern ein Ernährungszentrum samt Kindergarten und Schule errichtet haben.

Niger Gemuesefarm KarteDAS PROJEKT IM ÜBERBLICK

Land:
Niger, Diözese Maradi
Projektsumme: 21.000 Euro
Projektnummer: 140002-0190-2020-N+F
Zielgruppe: 200 Frauen der Gemeinde Saé Saboua
Ziel:
• Aufbau einer Gemüsefarm als Ausbildungsbetrieb für die Frauen
• Vermittlung von Kenntnissen zum Anbau von Gemüse und der ökologischen Bewirtschaftung von Feldern zur Sicherung der Ernährungsgrundlage der Familien
• Beitrag zur Entwicklung der Dörfer und Anerkennung der Frauen in der Gesellschaft
Maßnahmen: 
• Vorbereitung des Farmlands, Bau eines Brunnens, Anlage von fünf Parzellen
• Schulung der Frauen im Anbau von Hirse, Erdnüssen, Bohnen, Moringa, Kartoffeln Kohl und Zwiebeln

Die Situation vor Ort

Das westafrikanische Niger in der Sahelzone ist gemäß HDI Index, der Messzahl für den Entwicklungsstand eines Landes, das ärmste Land der Erde. Die Menschen kämpfen gegen den Terror islamistischer Truppen und die Dürre im Land. Mangelernährung und Vitaminmangel sind vor allem bei den Kindern chronisch und die Sterblichkeitsrate ist hoch.

Die Bemühungen des Staates im Bildungssektor sind unzureichend; dabei sind besonders die Mädchen benachteiligt. Sie gehen nicht zur Schule und werden oft früh verheiratet. 80 Prozent der Frauen in Niger können nicht lesen und schreiben. Für die Versorgung der Kinder sind sie fast ausschließlich alleine verantwortlich.

„Ohne die afrikanische Frau kann sich Afrika nicht entwickeln (...) daher setze ich auf die Bildung von Mädchen und Frauen.“

                                                                                                                                                            Sr. Marie-Catherine Kingbo, Ordensoberin der Fraternité des Servantes du Christ, Niger, Diözese Maradi

Was unsere Projektpartner tunNiger Gemuesefarm Kopf

In der Diözese Maradi, an der Grenze zu Nigeria, unterstützen 33 Schwestern der einheimischen Ordensgemeinschaft Fraternité des Servantes du Christ die Bemühungen der katholischen Kirche, die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort zu verbessern. Sie kümmern sich dabei besonders um die Gesundheit und Entwicklung von Mädchen und Frauen. Ihre Arbeit wird von der überwiegend muslimischen Bevölkerung positiv aufgenommen. Seit 2006 haben die Schwestern unter Leitung von Sr. Marie-Catherine Kingbo ein Ernährungszentrum, einen Kindergarten sowie eine Grundschule errichtet. Insgesamt 300 Kinder, Muslime und Christen, werden dort gemeinsam unterrichtet. Im ländlichen Umfeld, wo die Armut am gravierendsten ist, ermutigen die Schwestern die Frauen, sich mithilfe von Mikrokrediten wirtschaftlich auf eigene Füße zu stellen.

Wie Sie helfen können

In der GemeindNiger Gemuesefarm 6e Saé Saboua, im Zentrum der Region Maradi, möchte die Ordensgemeinschaft einen weiteren Beitrag zur Verbesserung der Lebenssituation der Frauen und ihrer Familie leisten.

Die Schwestern haben ein 4.131 qm großes brachliegendes Grundstück erworben und planen dort den Aufbau eines Ausbildungsbetriebes für Gemüseanbau. 200 Frauen sollen lernen, wie sie Hirse, Erdnüsse, Bohnen, Moringa, Kartoffeln, Kohl und Zwiebeln anbauen. Je nach Gemüseart wird während der Trocken- oder Regenzeit gepflanzt, so dass die Felder ganzjährig Erträge einbringen.

Die Frauen werden in der ökologischen Bewirtschaftung geschult, so dass sie künftig in der Lage sind, ihre Felder eigenständig zu bestellen und ihre Familien zu ernähren. Vor allem die Kinder werden von der ausgewogeneren Ernährung profitieren und können sich gesund entwickeln.

Im ersten Schritt sollen folgende Arbeiten erledigt werden:
• Bau eines Brunnens zur Bewässerung der Felder,
• Eingrenzung des Geländes mit einer Mauer zum Schutz vor Tieren,
• Anschaffung von Geräten,
• Kauf von Saatgut und Setzlingen,
• erste Schulungen der Frauen.

missio München fördert den Aufbau des Ausbildungsbetriebes im ersten Jahr mit einem Betrag in Höhe von 21.000 Euro.

Sr. Marie-Catherine Kingbo hat sich das Vertrauen der Dorfchefs und der Imame des muslimischen Landes erarbeitet, da sie mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Dörfer und der Anerkennung der Frauen leistet.

Wenn auch Sie die Frauen dabei unterstützen möchten, aktiv bei der Gestaltung ihrer künftigen Lebensbedingungen mitzuwirken, danken wir von Herzen für Ihre Spende!

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  Fotos: Jörg Böthling/missio

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