Inklusion von Kindern mit Behinderung in Tansania

Menschen mit Behinderung werden in Tansania in der Regel ausgegrenzt. In katholischen Rehabilitationsprojekten werden Kinder mit körperlicher oder geistiger Behinderung behandelt und Eltern unterstützt und beraten. Nun soll ein neues Zentrum entstehen.

Tansania Inklusion Simama karteDAS PROJEKT IM ÜBERBLICK

Land: Tansania, Kanga (Region Songwe)
Projektsumme: 23.080 Euro
Dauer: 2 Jahre
Zielgruppe: 220 Kinder mit Behinderung aus dem Dorf Kanga sowie den angrenzenden Dörfer
Ziele:
• Förderung und Integration der Kinder in die Gesellschaft
• Befähigung zu einem selbstbestimmten Leben
• Sensibilisierung und Aufklärung der Bevölkerung
Maßnahmen: Bau eines Rehabilitationszentrums für Kinder mit Behinderung im Dorf Kanga

 Die Situation vor Ort

Etwa 7 Prozent der rund 57 Millionen Einwohner Tansanias leben mit einer Behinderung. Neben Unfällen sind oft Probleme während der Schwangerschaft oder Unterversorgung bei der Geburt die Ursachen. Armutsbedingte schlechte Ernährung, fehlende Hygiene und ein marodes Gesundheitssystem tun ihr Übriges. Betroffene werden stigmatisiert und ausgegrenzt. Es herrscht die weitverbreitete Meinung, Menschen mit Behinderung hätten keinen Anspruch darauf, am Leben teilzunehmen und Eltern bekommen nicht selten zu hören, ihr Kind sei eine Strafe Gottes. Manche glauben sogar Hexerei wäre im Spiel und meiden die betroffenen Familien, um einen Fluch fernzuhalten.

„Wenn Eltern behinderter Kinder mit ihrem Schicksal hadern ist das nachvollziehbar. Aber wir wollen das mit SIMAMA ändern.“

Fr. Furaha Aggrey Ntasamaye, Projektkoordinator und Leiter des SIMAMA-Projektes

Was unsere Projektpartner tunTansania Inklusion Simama kopf

Simama bedeutet auf Swaheli „Steh auf!“. Das ist auch das Ziel des gleichnamigen Rehabilitationsprojektes der Diözese Mbeya: Kindern und Jugendlichen mit Behinderung sowie deren Eltern zu helfen, gegen alle Widrigkeiten aufzustehen. Sie sollen entsprechend ihrer Fähigkeiten gefördert werden, so dass sie gut in die Gesellschaft integriert leben können. Dies ist an frühzeitige Therapien gekoppelt.

Unter Leitung des Guanellianers Frère Furaha Ntasamaye sind seit 2013 vier kleine Rehabilitationszentren entstanden, in denen verteilt über die Woche je 100 Patienten behandelt werden. In den Rehazentren werden Kinder mit geistiger und körperlichen Behinderungen von Physiotherapeuten behandelt. Sozialarbeiter und Psychologen unterstützen die Familien, die oft nur schwer mit der Behinderung ihrer Kinder zurechtkommen.

Wie Sie helfen können

Tansania Inklusion Simama 4missio München konnte dank der Unterstützung von Spenderinnen und Spender bereits beim Ausbau des Rehazentrums IWINDI in Mbeya helfen und so zu einer weiteren Verbesserung des therapeutischen Angebotes in der Region beitragen. Für die 1,1 Millionen Menschen in der Region Songwe an der Grenze zu Malawi und Sambia gibt es dagegen aktuell keine einzige derartige Einrichtung.

Fr. Furaha möchte dort deshalb im Dorf Kanga ein 90 qm großes Rehabilitationszentrum bauen. Behinderungen, die durch Muskel- und Skelettprobleme, Unfälle oder auch genetische Veranlagung verursacht werden, sollen dort behandelt werden. In Kanga und den benachbarten Dörfern leben 220 Kinder mit Behinderung.

Das Rehazentrum soll aus drei Behandlungsräumen, einem Büro und Lager sowie zwei Nasszellen bestehen.

Die große Akzeptanz der bestehenden vier Rehazentren in der Bevölkerung und die Fortschritte vieler Patienten bekräftigen Fr. Furaha in seinem Vorhaben, sich nun auch in der vernachlässigten Region Songwe um die Förderung und Integration von Menschen mit Behinderung zu kümmern. Für den Bau des Rehazentrums bittet er missio München um Unterstützung in Höhe von 23.080 Euro.

Fr. Furaha ist überzeugt davon, dass Menschen mit Handikap viele Talente und Fähigkeiten besitzen, die das Zusammenleben einer Gesellschaft bereichern. Für Ihre Spende, mit der Sie dazu beitragen, dass die betroffenen Kinder in Kanga eine Chance auf die benötigte Förderung und Inklusion und letztlich ein Leben in Selbstbestimmung bekommen, danken wir Ihnen von Herzen!

Fotos: Jörg Böthling

pdfHier finden Sie die Informationen zum Projekt als pdf zum Download >>

Bei dem hier vorgestellten Projekt handelt es sich um eines der vielen Vorhaben, die wir im  Bereich „Gesundheit sichern" fördern. Ihre Spende fließt in diesen Bereich. So ist sichergestellt, dass alle Projekte – auch das von Ihnen favorisierte – finanziert werden können.

 

Unterstützen Sie jetzt die Arbeit der missio-Projektpartnerinnen und -partner
 im Bereich Gesundheit sichern! Herzlichen Dank! 

UNSERE BANKVERBINDUNG: 
missio München
Stichwort: Gesundheit sichern
IBAN: DE96 7509 0300 0800 0800 04
BIC: GENODEF1M05
LIGA Bank
Paypal: @missiomuenchen
ALTRUJA-PAGE-AJGN

­