2f8d18b1e4011b01f57d0bc2a29b4ef7_w1170_h600_cp missio München - Uganda: Radio Pacis – eine Stimme des Friedens

Nach Kenia und Äthiopien ist Uganda das drittgrößte Aufnahmeland Ostafrikas für Flüchtlinge. In den Flüchtlingssiedlungen leben unterschiedliche Ethnien zusammen. Nicht nur für sie ist Radio Pacis wichtig: Der Sender leistet Versöhnungsarbeit und versorgt die Menschen mit wichtigen, auch praktischen Informationen. missio München unterstützt ihn seit seiner Entstehung.

Uganda Radio Pacis KarteDAS PROJEKT IM ÜBERBLICK

Land:
Uganda / Diözese
Projektsumme: 26.700 Euro
Förderzeitraum: 1 Jahr
Zielgruppe:
5 Millionen Radiohörer in Uganda, Teilen Südsudans und der D.R. Kongo, davon mehr als 1 Million Flüchtlinge aus dem Südsudan
Ziel:
Information, Aufklärung und pastorale Begleitung durch Radiosendungen
Maßnahmen: 
Übernahme der Kosten für Produktion und Ausstrahlung der Radiosendungen

Die Situation vor Ort

Nach Kenia und Äthiopien ist Uganda das drittgrößte Aufnahmeland Ostafrikas für Flüchtlinge. Kongolesen, Ruander und mehr als 1 Million Südsudanesen haben im Nachbarland Zuflucht gesucht. Gewaltsame ethnische Konflikte zwangen sie, ihre Heimat zu verlassen.

Im Gegensatz zu Äthiopien und Kenia verfolgt Uganda eine liberale Flüchtlingspolitik. Täglich kommen so in den drei Flüchtlingssiedlungen Rhinocamp, Adjumani und Bidi Bidi im Norden Ugandas mehr als 4.000 Menschen an. Alleine die Siedlung Rhinocamp beherbergt knapp 90.000 Menschen.

Angehörige unterschiedlicher Ethnien leben hier auf engstem Raum zusammen. Die Gefahr für Konflikte ist allgegenwärtig.

„Radio Pacis leistet einen großen Beitrag dazu, dass die Südsudanesen hier friedlich aufgenommen werden.“ 

–Pater Tonino Pasolini, Comboni-Missionar und Leiter von Radio Pacis

Was unsere Projektpartner tunUganda Radio Pacis Kopf

Im Jahr 2001 beauftragte der Bischof der Diözese Arua in Norduganda den italienischen Comboni-Missionar Pater Tonino Pasolini und die amerikanische Laienmissionarin Sherry Meyer damit, einen Radiosender aufzubauen. Die Rolle des Radios ist dort von großer Bedeutung, da die Menschen kaum Zugang zu anderen Medien wie Fernsehen, Zeitung und dem Internet haben.

Über die Jahre wuchs Radio Pacis zum einflussreichsten und populärsten Sender der Regionn. Er erreicht heute fünf Millionen Hörer. Gesendet wird auf drei Frequenzen, in den Sprachen Lögbara, Kakwa, Madi, Alur und Englisch. 2009 hatte die BBC den Sender als bestes Radio Afrikas ausgezeichnet.

Uganda Radio Pacis 5Die Programmangebote sind vielfältig: Pastorale Programme geben dem Hörer spirituelle Impulse, Informations- und Diskussionsprogramme klären die Bevölkerung auf und verleihen ihr eine Stimme. „Community voices“, also „Stimmen der Gemeinschaft“, heißt das Programm, mit dem Radio Pacis in die Dörfer geht. Das Reporterteam spricht Themen an, die die Leute beschäftigen. Auch heikle Themen wie die Alkoholsucht in vielen Dorfgemeinschaften werden aufgegriffen.

Auch in den Flüchtlingssiedlungen geht Radio Pacis auf Sendung. Inhalte sind der Zugang zu Wasser, Gesundheitsvorsorge und auch Konflikte mit der einheimischen Bevölkerung werden thematisiert. „Wir sind ein Volk“ heißt eine der Sendungen, die mit und für Flüchtlinge produziert wird.

Etwa 100 Menschen finden bei Radio Pacis Arbeit – als Journalisten, Tontechniker und in der Verwaltung. Im zweiten Jahrzehnt seines Bestehens ist der Sender zu einem anerkannten Ausbildungsbetrieb für journalistischen Nachwuchs geworden.

Wie Sie helfen können

Mit seinen Sendungen trägt Radio Pacis zur Aufklärung und Information der einheimischen Bevölkerung bei. Zugleich konzentriert sich der Sender auf die Not der Flüchtlinge, gibt ihnen eine Stimme und unterstützt ihre Eingliederung in die Gesellschaft. Radio Pacis bringt sich so aktiv für ein dauerhaftes, friedliches Miteinander zwischen Flüchtlingen und Einheimischen ein.

missio München hat Radio Pacis von seinen Anfängen an gefördert und unterstützt den Radiosender bei der Produktion und Ausstrahlung seiner Sendungen weiterhin mit einem Betrag in Höhe von 26.700 Euro. Mit Ihrer Spende leisten Sie einen Beitrag zur Verständigung und zum Frieden in einem der größten Aufnahmeländer für Flüchtlinge Afrikas. Dafür danken wir Ihnen sehr!

Hinweis: Pater Tonino Pasolini ist 2020 in den Ruhestand gegangen. Sein Nachfolger als Leiter des katholischen Radiosenders "Radio Pacis" ist Pater Charles Idraku.

pdfAlle Informationen zum Projekt als pfd zum Download 

TIPP: Hier geht es zu einer Reportage über Radio Pacis

 Fotos: Jörg Böthling

 

Bei dem hier vorgestellten Projekt handelt es sich um eines von vielen Vorhaben, die wir im Bereich "Frieden fördern" unterstützen. Ihre Spende fließt in diesen Bereich. So ist sichergestellt, dass alle Vorhaben – auch das von Ihnen favorisierte – finanziert werden können.

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