Das zerstörte Marawi auf Mindanao

2017 wurde Marawi auf der philippinischen Insel Mindanao durch Kämpfe zwischen islamistischen Rebellen und Regierungstruppen dem Erdboden gleichgemacht. Noch immer leben Zehntausende in Flüchtlingslagern. missio München unterstützt Nothilfe und interreligiösen Dialog.

Philippinen Friedensprogramm Marawi KarteDAS PROJEKT IM ÜBERBLICK

Land:
Philippinen, Marawi City
Projektsumme: 20.000 Euro
Dauer: 1 Jahr
Zielgruppe: 35.000 vertriebene Bewohner Marawis, 28.000 Schüler und 140 Ehrenamtliche
Ziel: Frieden und Versöhnung zwischen Christen und Muslimen in Marawi und der Region Lanao
Maßnahmen:
• Friedensarbeit und interreligiöse Begegnungen
• Traumabewältigung und medizinische Unterstützung für Kriegsopfer
• Ausbildung von Frauen in Gesundheitsfürsorge

Die Situation vor Ort

Marawi befindet sich auf Mindanao, der zweitgrößten Insel der Philippinen. Die 200.000-Einwohner-Stadt heißt offiziell „Islamic City of Marawi“ und ist die einzige islamische Stadt des mehrheitlich christlichen Inselstaates. Durch die von der Zentralregierung geförderte systematische Einwanderung christlicher Siedler nach Mindanao wurden die philippinischen Muslime in ihren eigenen Gebieten zur Minderheit.

Muslimische Rebellen kämpfen in der Region seit mehr als 40 Jahren für ihre kulturelle und politische Selbstbestimmung. Den traurigen Höhepunkt dieser Auseinandersetzungen erlebte Marawi 2017 als Islamisten die Stadt in ihre Gewalt brachten. Nach der Befreiung der Stadt durch das Militär gleicht die Stadt heute einem Trümmerfeld. 

Philippinen Friedensprogramm Marawi Kopf„Meine pastorale Aufgabe ist es, der christlichen Bevölkerung verstehen zu helfen,
dass der Wunsch ihrer muslimischen Nachbarn nach Selbstbestimmung legitim ist“.

Kardinal Orlando Quevedo, Erzbischof in der Stadt Cotabato auf Mindanao

 Was unsere Projektpartner tun

Philippinen Friedensprogramm Marawi 7hrend der Kämpfe wurden Tausende Marawis evakuiert und in Lagern oder bei Verwandten untergebracht. Fast 1.000 Menschen kamen dabei ums Leben und 600 Geiseln wurden von Terroristen gefangen gehalten. Die Überlebenden sind schwer traumatisiert.

Noch immer leben Zehntausende in Flüchtlingslagern. Um den Vertriebenen zu helfen, hat Marawis Bischof Edwin La Peña noch während des Krieges die Hilfsorganisation Duyog Marawi „Gemeinsam für Marawi“ gegründet. In Zusammenarbeit mit den Redemptoristen sollen folgende Maßnahmen umgesetzt werden und Frieden und Versöhnung für die Region bringen:
• medizinische Versorgung der Kriegsopfer
• medizinische, psychologische und rechtliche Unterstützung überlebender Geiseln
• Ausbildung für Maranao Frauen zur Gesundheitsfürsorge für Vertriebene
• interreligiöse Begegnungen zwischen Christen und Muslimen
• Sommerworkshops für Frieden und Heilung für Jugendliche und junge Maranaos

Wie Sie helfen können

Gemeinsam für Marawi bietet 35.000 Menschen, die durch den Krieg alles verloren haben, dringend benötigte medizinische und psychologische Hilfe. Damit die Region künftig in Frieden leben kann, wird in Workshops und Seminaren mit 48.000 Schülern sowie 12.000 Familienmitgliedern zu den Themen Frieden, Versöhnung und interreligiösem Dialog gearbeitet. Für die Durchführung der umfangreichen Maßnahmen dieses interreligiösen Dialogprojektes werden 20.000 Euro benötigt. Wir sind dankbar für Ihre Unterstützung!

pdfHier finden Sie die Informationen zum Projekt als pdf zum Download

Fotos: Fritz Stark/missio München

Bei dem hier vorgestellten Projekt handelt es sich um eines von vielen Vorhaben, die wir im Bereich "Frieden fördern" unterstützen. Ihre Spende fließt in diesen Bereich. So ist sichergestellt, dass alle Vorhaben – auch das von Ihnen favorisierte – finanziert werden können.

Unterstützen Sie jetzt die Arbeit der missio-Projektpartnerinnen und -Parnter im Bereich Frieden fördern!

SPENDEN SIE JETZT!

 

­