Beitragsbild Bilderstrecke "Hoffnungsschimmer"

Geht es bergab mit unserer Welt und ihren Bewohnern? Angesichts von Krisen, Kriegen und Katastrophen kann man den Eindruck leicht gewinnen. und doch gibt es trotz aller Rückschläge und Schwierigkeiten auch positive Entwicklungen. und vor allem Menschen, die die Überzeugung nicht aufgeben, dass sich die Dinge auch zum Guten wenden lassen. Eine Bildstrecke über die Hoffnung.

TEXT: BARBARA BRUSTLEIN FOTOS: JÖRG BÖTHLING

 

Genug für alle

Kenia

Zuerst die gute Nachricht: In den vergangenen zwei Jahrzehnten ist die Zahl der Menschen, die weltweit hungern, zurückgegangen. Während der Welthungerindex die Lage zur Jahrtausendwende als „ernst“ einstufte, bezeichnet er die momentane Situation als „mäßig“. Aber: Klimakrise, Kriege, Konflikte und vor allem auch die Corona-Pandemie haben dazu geführt, dass vielen Menschen, vor allem Kindern, in Afrika und Asien nicht einmal eine Mahlzeit pro Tag zur Verfügung steht. Ein Grund zur Hoffnung: Eigentlich ist ja genug für alle da. Und eigentlich kann man den Planeten „enkeltauglich“ bewirtschaften. Und genug Hoffnungsträger gibt es auch: die 500 Millionen Kleinbauern weltweit, die die Menschheit ernähren – in den Industrieländern jeden zweiten, in den Entwicklungsländern sogar acht von zehn Menschen.

Tansania
Indien
Surinam
Indien
Tansania
Philippinen

Bildung ist der Schlüssel

Mali

 

 

Lernen dürfen! Noch längst ist die Chance, zur Schule zu gehen, weltweit betrachtet  eine Selbstverständlichkeit. Die gute Nachricht: Gerade Länder mit niedrigen und mittleren Einkommen haben in den vergangenen 50 Jahren große Fortschritte gemacht: Bis zum Jahr 2018 ist der Anteil der Kinder, die eine Grundschulbildung erhielten, auf fast 90 Prozent gestiegen, berichtet die Weltbank. Zugleich stellt der Bericht aber heraus, dass es an den erworbenen Kenntnissen, gerade in den
ärmeren Ländern, oft hapert.

Zu oft fehlt es an Geld für qualifizierte Lehrer, an der Zeit, sich nach der Schule mit dem Stoff beschäftigen zu dürfen, und an dem vollen Magen, den es dafür braucht. Am schwersten haben es nach wie vor Kinder, und unter ihnen wiederum Mädchen, in den Ländern südlich der Sahara. Dabei ist Bildung der Schlüssel: nicht nur für individuellen und gesellschaftlichen Wohlstand, sondern als Voraussetzung, sein Leben selbst in die Hand nehmen zu können.

 

Tansania
Palästina
Ghana
Indien
Indien

Frieden schafft Entwicklung

Tschad
Nigeria
Burkina Faso

 

 

In 87 Ländern der Welt ist es im Vergleich zum Vorjahr friedlicher geworden, in 75 Ländern hat sich die Lage verschlechtert. Das vermeldet der Weltfriedensindex 2021. Was bedeutet es nun, wenn der globale Frieden um 0,07 Prozent geschrumpft ist? Wer selbst erlebt hat, was es heißt, wenn es keinen Frieden gibt, oder Menschen kennt, die aus Krisen- und Kriegsgebieten kommen, weiß: Frieden ist die Grundlage von allem.

Ohne Frieden gibt es keine Sicherheit, keine Perspektive, kein Vorwärtskommen. Eindringlich appelliert daher auch Papst Franziskus: „Wir wollen Männer und Frauen des Friedens sein, wir wollen, dass in dieser unserer Gesellschaft, die von Spaltungen durchzogen ist, der Friede ausbreche! Nie wieder Krieg!“

Philippinen
Kenia
Ruanda
Ghana
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