Preisverleihung Deutscher Menschenrechts-Filmpreis

Von 05. Dezember 2020 19:00 bis 20:00
Ort: Livestream

In fünf Kategorien wird der renommierte Deutsche Menschenrechts-Filmpreis vergeben. Inzwischen stehen die Preisträger 2020 fest, die am Samstag, 5. Dezember, von 19 bis 20 Uhr geehrt werden. Die Preisverleihung wird live im Internet übertragen. Es moderiert Christoph Süß vom Bayerischen Rundfunk.


Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis zeichnet herausragende Film- und Fernsehproduktionen aus, die Geschichte, Wirkungen und Bedeutung der Allgemeinen Menschenrechte thematisieren. Der Preis wird im zweijährigen Rhythmus verliehen und jeweils Anfang Dezember anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte überreicht. Aktuell 21 der Zivilgesellschaft gestalten und finanzieren den Wettbewerb, darunter bundesweit tätige Organisationen der Menschenrechts-, Bildungs-, Kultur- und Medienarbeit, religiöse und kirchliche Organisationen sowie kommunale Einrichtungen. missio ist Mitbegründer und Veranstalter des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises und in der Jury vertreten. 

Dieses Jahr wurden 365 Produktionen eingereicht, drei Fachjurys ermittelten die Gewinner in den fünf Kategorien, das Preisgeld beträgt jeweils 2500 Euro. Corona-bedingt erfolgt die Preisverleihung in diesem Jahr als reine Online-Veranstaltung. Neben Moderator Christoph Süß wird Anja Reschke (NDR-Panorama) als Hauptrednerin die Ehrung begleiten.

Sie können die Preisverleihung auf unter folgendem Link sehen: https://menschenrechts-filmpreis.mediastudios.tv/ 

Die Preisträger sind:

Kategorie Langfilm
» „Für Sama“
»Für Sama (OT: For Sama)«
von Waad al-Kateab, Syrien, und Edward Watts, England, Dokumentarfilm, 2019, 99 Minuten
Das Erstlingswerk von Waad al-Kateab über den Syrienkrieg ist vielfach prämiert, unter anderem erhielt es den Europäischen Filmpreis und eine Oscar-Nominierung. Die syrische Filmemacherin hat das Leid der Menschen in Aleppo und in ihrer unmittelbaren Nähe mit Kamera, Handy und Drohne aufgezeichnet, gleichzeitig findet sie inmitten der Bombardements Spuren von Freude und Lebensmut. So verliebt sie sich, wird sie schwanger und gebärt eine Tochter, Sama. Gerade durch diesen Blick von innen heraus ist der Film so besonders, so entsetzlich und unfassbar. Dabei ist er auch ein Zeugnis für das Miteinander der Menschen in Krisenzeiten - und ein Liebesbrief an die Tochter. 

Kategorie Kurzfilm
» „Ab 18! - Die Tochter von ...“
von Joakim Demmer, Verena Kuri und Chiara Minchio, Dokumentarfilm, 2019, 28 Minuten
Micaelas Kindheit in Argentinien ist geprägt von der Suche nach der Mutter. Sie war auf offener Straße von Menschenhändlern entführt worden, als Micaela drei Jahre alt war. In Argentinien gilt der Fall Marita Verón als Politikum. Wie lebt man ein Leben, in dem man in erster Linie "die Tochter von" ist? Micaelas Großmutter, Susanna Trimarco, wurde in Argentinien zur nationalen Ikone und zur Mitbegründerin einer stetig wachsenden Frauenbewegung. Micaela lebt mit 19 Jahren erstmals allein - ohne Polizeischutz, sie muss ihren Weg erst noch finden. Dazu gehört auch, die Einflusssphäre der übermächtigen Verwandten zu verlassen. 

Kategorie Hochschule
» „Masel Tov Cocktail“
von Arkadij Khaet und Mickey Paatszch, Satire, 2020, 30 Minuten
Dimitrij Liebermann (19) ist Jude und hat Tobi geschlagen. Dafür soll er sich entschuldigen. Nur Leid tut es ihm nicht unbedingt. Auf dem Weg zu Tobi begegnet Dimitrij ein Querschnitt der deutschen Gesellschaft und immer wieder ein Problem, das es auszuhandeln gilt: Seine deutsch-jüdische Identität. Eine Bestandsaufnahme. 

Kategorie Non Professional
» „Just. Another. Month“
von Charlotte Weinreich und Rosa-Lena Lange Dokumentarfilm, 2019, 22 Minuten
Weltweit haben mehr als 500 Millionen Menschen während ihrer Periode keinen Zugang zu Sanitärprodukten. Oft fehlen sowohl angemessene sanitäre Infrastrukturen in den Schulen, als auch adäquate Informationen zum Umgang mit menstrueller Gesundheit. In Namibia leiden viele Frauen und Mädchen nicht nur unter der so genannten Periodenarmut, sondern vor allem darunter, dass die Menstruation als etwas Unreines, als Tabu, betrachtet wird. Dadurch werden sie während ihrer Periode oft isoliert. Außerdem gehören diese Faktoren zu den Hauptgründen, weshalb namibische Mädchen nicht zur Schule gehen können.

Kategorie Bildung
» Masel Tov Cocktail
Von Arne Feldhusen und Mizzi Meyer, Serie & Unterhaltung, 2016, 30 Minuten
Beschreibung siehe oben

Mehr Informationen zum Preis und den Preisträgern erhalten Sie hier: https://www.menschenrechts-filmpreis.de/

 

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