Gerd Müller unterstützt die Woche der Goldhandys, Foto: Thomas Trutschel/photothek.net

Anlässlich der "Woche der Goldhandys" vom 4. bis 11. November 2018 ruft Entwicklungsminister Gerd Müller die Bürger zum Recycling von Althandys auf. „Um 100 neue Handys herzustellen, brauchen wir so viel Gold wie in einer Tonne Golderz enthalten ist. Dieses Gold wird oft unter Inkaufnahme großer Umweltzerstörungen abgebaut. Deshalb unterstütze ich die Aktion der missio-Hilfswerke und der Katholischen Landjugendbewegung Deutschlands e.V. (KLJB)“, erklärte der Bundesminister in Berlin. „Wir sollten zuerst die Ressourcen aus gebrauchten Handys nutzen. Viele Altgeräte liegen in der Schublade. Diese Schätze können wir nutzen.“

Die Woche der Goldhandys findet bundesweit zwischen dem 4. und 11. November 2018 statt. Hintergrund sind die 124 Millionen Altgeräte, die als Elektroschrott in deutschen Haushalten lagern. An mehrere hunderten Stellen können alte Smartphones abgegeben und auch per Post an missio geschickt werden.

„Wir freuen uns darüber, dass Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller die Handy-Spendenaktion unterstützt, die vom Katholische Landjugendbewegung Deutschlands e.V. (KLJB) und den Internationalen Katholischen Missionswerken missio München und Aachen getragen wird“, so Monsignore Wolfgang Huber, Präsident von missio München. „Er gibt damit ein wichtiges Zeichen, dass wir uns aktiv für eine bessere Welt einsetzen können, in der der technische Fortschritt und hohe Lebensstandard der Nordhalbkugel unserer Erde nicht zwangsläufig ein menschenunwürdiges Dasein in den Ländern des Südens nach sich ziehen.“

Abgabestellen finden sich an unterschiedlichsten Orten. So nimmt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit in Berlin und Bonn alte Handys entgegen. Kirchengemeinden, Stadtverwaltungen, Banken, Geschäfte und Schulen beteiligen sich. In mehreren Städten nimmt die Katholische Landjugendbewegung als Kooperationspartner alte Smartphones entgegen. "Unsere KLJB-Gruppen setzen sich sehr gerne für die Handy-Aktion ein, weil sie super zu unseren Themen passt. Der Einsatz für Nachhaltigkeit und für faire Arbeitsbedingungen liegen uns sehr am Herzen", erklärt Stefanie Rothermel, KLJB-Bundesvorsitzende. "Darüber hinaus sind wir davon begeistert, dass sich für die Aktion so gute Kooperationen ergeben haben, denn wir wissen, dass gemeinsam noch mehr erreicht werden kann!"

Die Aktionswoche findet im Umfeld des 6. November statt, dem Internationalen Tag für die Verhütung der Ausbeutung der Umwelt in Kriegen und bewaffneten Konflikten. Denn viele der Rohstoffe, die für Smartphones und andere elektronische Geräte benötigt werden, kommen auf illegalen Wegen aus Konfliktregionen in der Demokratischen Republik Kongo.

"Mit der Aktion „Handys recyceln – Gutes tun“ kann doppelt geholfen werden“, erläutert Prälat Klaus Krämer, Präsident von missio in Aachen. „Erstens werden die in den Althandys enthaltenen wertvollen Rohstoffe in Europa aufbereitet und wiederverwertet. Zweitens erhält missio von der Verwertungsfirma Mobile-Box für jedes recycelte Handy einen Teil des Erlöses für Hilfsprojekte im Kongo." Aus gesammelten Handys werden wertvolle Rohstoffe wie Gold wiedergewonnen, nicht recycelbare Stoffe fachgerecht in Europa entsorgt. Der Gesamtwert der Rohstoffe in allen Altgeräten in Deutschland beträgt mehr als 250 Millionen Euro, darunter befinden sich über zwei Tonnen Gold. Für die Durchführung der Handy-Spenden-Aktion stellt missio kostenlose Materialien zur Verfügung. Unter allen Teilnehmern verlosen missio München und missio Aachen als Hauptpreis fair hergestellte Smartphones.

Weitere Informationen zur „Woche der Goldhandys“ finden Sie unter www.missio-handyaktion.de sowie ab Beginn des Aktionszeitraums unter www.missio-goldhandys.de.

 

Foto: Thomas Trutschel/photothek.net

 

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