Weltfriedenstag 2019. Foto: Fritz Stark

Zum Weltfriedenstag am 1. Januar appelliert der Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerks missio München, Monsignore Wolfgang Huber, an die Internationale Gemeinschaft, dauerhaften Frieden in Syrien herzustellen und den Wiederaufbau voranzutreiben: „Seit mehr als sieben Jahren erleben die Menschen in Syrien unvorstellbares Leid. Wir dürfen nicht zulassen, dass sich diese humanitäre Katastrophe auch im neuen Jahr fortsetzt.“

Im syrischen Aleppo unterstützt missio München die Franziskaner, die sich seit Beginn des Krieges mit einem breit aufgestellten Hilfsprogramm um Menschen in Not kümmern. „Die Kämpfe sind seit Ende 2016 stark zurückgegangen, aber die Situation in Aleppo ist für die Bevölkerung immer noch sehr schwierig“, sagt missio-Projektpartner Pater Ibrahim Al-Sabbagh. „Es gibt kaum Arbeit und die ständig steigenden Preise machen die Familien noch ärmer.“ Es fehle an fast allem – vor allem aber an Nahrungsmitteln und medizinischer Versorgung. „Für die Regierung hat der Wiederaufbau von Aleppo keine Priorität, daher haben wir derzeit auch keine Hoffnung auf ein baldiges Ende dieser Krise“, sagt der Franziskaner.

Langsam kehren zwar wieder Menschen nach Aleppo zurück, doch die Einwohnerzahl der Stadt hat sich seit Beginn des Krieges drastisch reduziert: von einst drei Millionen Einwohnern auf ungefähr 1,4 Millionen. Von den etwa 150 000 Christen, die in Aleppo lebten, sind heute nur noch rund 30 000 übrig.

Über das Hilfsprogramm der Franziskaner erhalten die Menschen in Aleppo Nahrungsmittel, Hygieneprodukte, Medizin und Kleidung. Kinder können zur Schule gehen, und Geflüchteten wird bei der Wohnungssuche geholfen, wenn sie wieder in ihre Heimatstadt zurückkehren. „Der Wunsch der Bewohner, endlich wieder ein normales Leben führen zu können, ist spürbar, auch wenn sie sicherlich noch viel Ermutigung und Unterstützung benötigen“, sagt Pater Ibrahim Al-Sabbagh.

Foto: Fritz Stark/missio

 

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