Der Friedensnobelpreis 2018 geht an Denis Mukwege aus dem Kongo und die Jesidin Nadia Murad. Foto: picture alliance/AP Photo

Die Vergabe des Friedensnobelpreises 2018 an die Jesidin Nadia Murad und an den Frauenarzt Denis Mukwege aus dem Kongo ist für missio München ein wichtiges Zeichen der Solidarität mit den Opfern von Krieg und Gewalt im Kongo sowie der Stärkung der religiösen Minderheiten im Nahen Osten.

"Nachdem nun der Islamische Staat im Irak weitestgehend besiegt ist, geht es darum, den Überlebenden beim Wiederaufbau zur Seite zu stehen. Nadia Murad gibt dem Volk der Jesiden ein Gesicht und eine Stimme. Die Jesiden haben ihre Heimat möglicherweise für immer verloren. Ein ähnliches Schicksal droht der christlichen Minderheit im Irak und im gesamten Nahen Osten. Auch die Lage der Flüchtlinge in den Lagern im Libanon, der Türkei und auf den griechischen Inseln ist nach wie vor dramatisch", betont missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber.

Im Irak fördert missio München mehrere Programme, mit denen Christen, Jesiden und Muslimen, die vor dem Islamischen Staat fliehen mussten, ein Neuanfang ermöglicht wird.

Auch dem zweiten Nobelpreisträger, Denis Mukwege aus dem Kongo, gratuliert missio München. "Im Kongo haben wir es seit Jahren mit einem ungelösten Konflikt zu tun, der uns nicht gleichgültig sein darf. Es geht um Rohstoffe wie Kupfer und Coltan, die zum Beispiel auch in unseren Smartphones verwendet werden. Der Kongo mag weit entfernt sein, doch wir sind unmittelbar betroffen", sagt der missio-Präsident. 

Mutige Menschen wie Denis Mukwege stehen den Opfern von Krieg und Gewalt furchtlos zur Seite. Auch die katholische Kirche hat sich wiederholt um den Frieden bemüht und setzt sich für einen friedlichen Machtwechsel ein, nachdem die Amtszeit von Präsident Joseph Kabila zu Ende gegangen ist“, ergänzt Huber. In kirchlichen Zentren finden Frauen, die sexuelle Gewalt erfahren haben, Schutz und Beistand. Für den 23. Dezember sind im Kongo Parlaments- und Präsidentschaftswahlen angesetzt.

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