82da2533063d410bbcbc2cf32eaa7988_w1170_h600_cp missio München - Stiftungs-Matinée: Hand in Hand im Nordosten Indiens

Umweltschutz und Entwicklung im Nordosten Indiens standen im Mittelpunkt der Matinée der missio-Stiftung ecclesia mundi am Mittwoch (23. Oktober) im Haus der Weltkirche in München. In seinem Vortrag "In Sorge um das gemeinsame Haus" berichtete missio-Projektpartner und Gast im Monat der Weltmission, Bruder Herman Wanniang, den rund 30 Stiftungsvertretern und -experten von dem Ökospiritualitätszentrum Orlong Hada in Nordostindien. Der Provinzobere der Franziskaner betreibt im Dschungel des indischen Bundesstaates Meghalaya gemeinsam mit seinen Mitbrüdern eine Modellfarm , in der sie neue Ideen für einen ökologischen Landbau entwickeln.

"Unser Anliegen ist es, auf 'Mutter Erde' aufzupassen", betonte Herman Wanniang. Im "Zentrum für Ökospiritualität" suchen er und seine Ordensbrüder daher nach neuen Wegen zu einer nachhaltigen Entwicklung und einer Bewahrung der Schöpfung. Dabei geht es neben der spirituellen Idee auch um ganz konkrete Maßnahmen, die der Bevölkerung Alternativen bieten, sich ein Einkommen zu sichern, ohne dadurch die Umwelt zu zerstören – Nach Angaben der Umweltorganisation WWF sind bereits zwei Drittel der Waldflächen in Meghalaya verschwunden: abgeholzt, verbrannt, verbaut. 

Den Menschen nachhaltig ein Einkommen sichern

Der Provinzobere erläuterte die Ideen, die in Orlong Hada umgesetzt wurden und werden. So unter anderem die Anpflanzung von Gummibäumen, aus deren Rinde ein Saft tropft, den man abzapfen, pressen, trocknen und zu Kautschuk verarbeiten kann. Naturkautschuk ist ein begehrter Rohstoff für die Industrie auf der ganzen Welt – Autoreifen, Schuhsohlen und tausende weitere Produkte entstehen daraus. Mit der Anpflanzung solcher Bäume können sich die Menschen im Nordosten Indiens nachhaltig ein Einkommen sichern.         

Im Anschluss an den Franziskaner Herman Wanniang informierte Stiftungsexperte Tobias Karow  über "Stiftungen und ihren Weg in die digitale Welt" und lieferte den Stiftungsvertretern Ideen und Anregungen für Webauftritte und die Präsenz in Sozialen Medien. Der Politikwissenschaftler und frühere Verlagsleiter von "Die Stiftung" ist Gründer und Geschäftsführer der Plattform www.stiftungsmarktplatz.eu . Moderiert wurde die Stiftungs-Matinée von missio-Stiftungsmanagerin Ulrike Philipp. Künstlerisch begleitet wurde die Veranstaltung von der nordostindischen Tanzgruppe "Khublei Dancers".

Die Region Nordostindien steht in diesem Jahr im Mittelpunkt der missio-Aktionen rund um den Sonntag der Weltmission am 27. Oktober, der größten Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit.

                                                                    

­