b73aea910411d774d2295e9e9a70d066_w720_h369_cp missio München - "Nicht irgendein Hilfswerk"

Papst Franziskus ruft 130 Nationaldirektoren der Päpstlichen Missionswerke in Rom zu mutigen und kreativen Veränderungen auf

"Wir müssen die Dinge stets neu machen: das Herz, die Werke, die Organisationen. Wir müssen uns erneuern, damit wir nicht im Museum enden", appellierte Papst Franziskus bei der Jahrestagung an die Direktoren der päpstlichen Missionswerke, die am vergangenen Freitag in Rom zusammengekommen waren. missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber war gemeinsam mit weltweit 130 Nationaldirektoren zu Jahrestagung und Papstaudienz nach Rom gereist.

 „Sie kennen meine Sorge über die Gefahr, dass Ihre Arbeit auf die rein finanzielle Dimension materieller Hilfe reduziert wird – und das ist wirklich eine Sorge –was Sie zu einem Hilfswerk wie viele andere machen würde, wenn auch ein Hilfswerk christlicher Inspiration“, betonte Papst Franziskus.

Wie dies zu tun sei, legte der Papst folgendermaßen dar: „Es geht nicht nur darum, die Motivation zu überdenken, um das besser zu machen, was Sie bereits tun. Die missionarische Neuausrichtung der Strukturen der Kirche erfordert persönliche Heiligkeit und spirituelle Kreativität. Es geht also nicht nur um die Erneuerung des Alten, sondern darum, dem Heiligen Geist zu erlauben, Neues zu schaffen, alles neu zu machen.“

missio-Präsident Monsignore Huber zeigte sich nach der Jahrestagung zuversichtlich, dass missio München sich dem Aufruf des Papstes gut stellt: „Mir ist es innerstes und wichtigstes Anliegen, immer wieder auf den Prüfstand zu stellen, dass wir das, was wir bei missio München tun, aus dem Geist des Evangeliums heraus tun und uns daran messen“. Die Bereiche, in denen missio München tätig wird – Stärkung der Ortskirche, Ermöglichung von Bildung, Sicherung von Gesundheit, Lebensgrundlagen und Frieden, und Wahrung der Schöpfung – seien direkt aus dem Evangelium abgeleitete Aufträge. „Papst Franziskus hat ja bereits mit seinem ersten Schreiben Evangelii gaudium auf den Punkt gebracht, was dieser Auftrag, dieses Dasein für Gott und die Menschen für uns ist: Freude. Daran arbeiten wir gerne weiter und lassen uns dafür in den Dienst nehmen.“

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