37e46590200af0b0a3489e79918480f4_w768_h600_cp missio München - Mord an Priester auf den Philippinen

Philippinen – Den zweiten Mord an einem katholischen Priester auf den Philippinen innerhalb weniger Monate am vergangenen Sonntag (29. April) wertet missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber als eine weitere Eskalation des repressiven Vorgehens gegen unliebsame Kirchenvertreter im südasiatischen Inselstaat: "Der Priester Mark Anthony Yuaga Ventura, der sich auf die Seite der Ureinwohner und gegen Bergbauprojekte stellte, ist gestern kaltblütig erschossen worden. Diese heimtückische Brutalität soll die Kirche vor Ort einschüchtern und mundtot machen."

Polizeiberichten zufolge hatte der Priester in der Stadt Gattaran gerade die Sonntagsmesse beendet, als ein bisher unbekannter Mann den 37-Jährigen mit zwei  Schüssen tödlich verletzte. Der Täter und ein Komplize ergriffen die Flucht. Der getötete Priester war als mutiger Fürsprecher der einheimischen Bevölkerung bekannt,  deren Landrechte immer wieder durch Bergbaukonzerne in Frage gestellt werden.  

Sich an die Seite der Armen und Ausgebeuteten zu stellen, sei grundlegender Auftrag der Kirche. "Der Versuch, Kirchenleute im Angesicht von Unrecht und Unterdrückung ins Unpolitische zu drängen, darf nicht gelingen", betont Monsignore Huber. Auch die Inhaftierung und Androhung der Ausweisung der australischen Ordensfrau Sr. Patricia Fox, die sich seit knapp 30 Jahren an die Seite der Armen auf den Philippinen stellt, folge diesem Muster. "Wir müssen die Entwicklungen auf den Philippinen wachsam mitverfolgen und immer wieder unsere Stimme zugunsten der Unterdrückten erheben."

  

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