2acf6745e190d7c87ba431d1b7818583_w1170_h600_cp missio München - missio-Präsident zum Familiennachzug

Familiennachzug – In der Debatte um den Familiennachzug für Flüchtlinge mit subsidiärem Schutz fordert missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber, die Not der Menschen an erste Stelle zu setzen. "Als Christen stehen wir in der Pflicht, uns den politischen Zahlenspielen entgegenzustellen: Es geht hier um Frauen, Kinder und Männer, die seit Jahren schweres Leid erdulden müssen.

Die Realität ist, dass viele Angehörige von Flüchtlingen längst nicht mehr in ihrer Heimat leben, sondern in den Flüchtlingscamps verschiedener europäischer Ländern unter menschenunwürdigen Bedingungen ausharren müssen", sagte der missio-Präsident.

Diesen Tatsachen müsse verantwortungsvolle Politik Rechnung tragen. "Es liegt in unserer Verantwortung als Christen, besonders Familien zu schützen und sichere Rahmenbedingungen zu schaffen. Uns muss klar sein: Wenn wir Familien zerreißen, nehmen wir Flüchtlingen jede Chance, in dieser Gesellschaft Fuß zu fassen."

Dringend notwendig sei über die aktuellen Fragen hinaus, Fluchtursachen vor Ort einzudämmen. "Nur wenn die Menschen vor Ort eine Perspektive für ein Leben in Würde finden, wird es weniger Tote in der Sahara, weniger Gefolterte in den Auffanglagern Nordafrikas und weniger Ertrunkene im Mittelmeer geben", betonte Huber.

Noch im Februar reist der missio-Präsident nach Kenia, eines der Hauptaufnahmeländer für Flüchtlinge in Ostafrika. Dabei wird er Kakuma besuchen, eines der größten Flüchtlingslager der Welt, das knapp 200.000 Menschen beherbergt. missio München unterstützt dort den Jesuiten-Flüchtlingsdienst in seinem Einsatz für die Schutzsuchenden.

missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber steht nach seiner Rückkehr ab 14. Februar 2018 für Interviews zur Verfügung. Kontakt für Anfragen >>

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