Kinder im indischen Kolkata; Fotograf: Friedrich Stark

Das neue missio magazin ist da! In der 100. Ausgabe freuen sich verschiedene Gratulanten mit uns und Sie erfahren ein paar Dinge über unsere Mitgliederzeitschrift, die Sie mit Sicherheit noch nicht wussten. Unser magazin steht in einer langen Tradition und blickt seit jeher auf die vergessenen, konfliktreichen Regionen dieser Welt, aber auch auf die Hoffnungsträger! In der aktuellen Ausgabe nimmt uns Antje Pöhner in "50 Rupien für ein Leben", ihrer Reportage aus Kolkata, mit zu den Apostolic Carmel Sisters, die mit ihren Projekten versuchen Frauen und Kinder in den Slums der Stadt vor Ausbeutung zu bewahren.

Denn vorallem extreme Armut ist der Nährboden für Menschenhandel und Zwangsarbeit. Hunderttausende Kinder werden weltweit wie Ware verkauft – viele von ihnen für sexuelle Dienste. Etwa 1.350 Kinder und 1.500 Frauen werden von den Apostolic Carmel Sisters unterstützt. Sie finanzieren die Schulbesuche der Jungen und Mädchen, bieten in 15 Bildungszentren Hausaufgaben- und Nachmittagsbetreuung an und versuchen den Frauen durch Schneider-, Kosmetik-, IT- oder Betriebswirtschaftskurse den Grundstock für ein kleines eigenes Einkommen mit auf den Weg zu geben.

In Kenia waren missio magazin-Chefredakteurin Barbara Brustlein und Fotograf Jörg Böthling beeindruckt von der Hartnäckigkeit, mit der Bischof Dominic Kimengich sich für Frieden zwischen den verfeindeten Ethnien einsetzt. Die kenianische Stadt Eldoret, wo er seit kurzem Bischof ist, war in den letzten Jahrzehnten ein Hotspot der Gewalt, wie die Reportage "Doppelte Mission" zeigt. Unter Jomo Kenyatta, dem ersten Präsidenten Kenias, wurden die Kikuyu auf einem Territorium angesiedelt, das von den Kalenjin als ihr Gebiet angesehen wurde. Sein Nachfolger war hingegen Kalenjin und verschaffte seiner Volksgruppe diverse Privilegien. Das brachte das Land im Vorfeld der Wahlen 2007 und 2017 an den Rand des Bürgerkriegs. Seit Mitte der 1970er Jahre macht außerdem eine Spirale der Gewalt zwischen der Gruppe der Pokot und ihren Nachbarn, den Marakwet, Frieden unmöglich. Jetzt – im Vorfeld der diesjährigen Wahlen – steigt auch bei Bischof Dominic Kimengich die Nervosität.

Außerdem im neuen Heft:

In den Facetten International blicken wir mit Besorgnis und Mitgefühl auf die zunehmende Kontrolle der verschiedenen Religionsgruppen in China, befassen uns mit den Wahlen auf den Philippinen und thematisieren die steigenden Lebensmittelpreise in Westafrika. Bei dem bekannten Globalisierungskritiker Jean Ziegler haben wir für unsere Interview-Rubrik nachgefragt, was angesichts der schrecklichen Ereignisse in Russland und der Ukraine zu tun bleibt und wie er die weltweiten Folgen einschätzt.

Im "Wiedersehen" trifft Kristina Balbach sich mit Krikor Aynilian in einem Café in Beirut. Er träumt immer noch von Armenien, der Heimat seiner Eltern, und hat dennoch keine Pläne den Libanon zu verlassen. Und das, obwohl die derzeitige Wirtschafts- und Finanzkrise wenig Grund zur Hoffnung gibt. Vielmehr steht der Staat kurz vor dem Kollaps.

Diese und viele weitere Themen aus der Einen Welt erwarten euch:

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