d7682ae7614f4bdd5e12cf613147c785_w700_h400_cp missio München - missio fordert verstärkten Einsatz gegen Genitalverstümmelung

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen – "Es kann nicht sein, dass im 21. Jahrhundert die menschenverachtende Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung nach wie vor existiert und teilweise sogar auf dem Vormarsch ist", mahnt missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber anlässlich des bevorstehenden Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen (25. November).

"Wir dürfen nicht akzeptieren, dass junge Frauen und Mädchen sinnlosen, brutalen und gesundheitsschädlichen Eingriffen unterzogen werden, die letztendlich nur Macht- und Geldinteressen dienen“, betont Huber.

"Weibliche Genitalverstümmelung ist ein Geschäftsmodell für Dorfgemeinschaften.  Daher braucht es langen Atem, um einen Bewusstseinswandel zu erreichen", informiert missio-Auslandsreferentin Luciana Borgna. Sie beobachte dies im Schutzprogramm für Mädchen, das missio-Projektpartner Bischof Michael Msonganzila im Norden Tansanias aufgebaut hat.

"Dort gibt es  leider mittlerweile sogar Beschneidungstourismus aus Kenia. Andererseits suchen mittlerweile auch ehemalige Beschneiderinnen im Schutzprogramm des Bischofs Zuflucht. Sie sind aus dem System ausgebrochen und fürchten den Zorn von Familie und Dorfältesten, die an der Genitalverstümmelung mitverdienen", erklärt die Tansania-Expertin.

 vergrößernAufklärungsarbeit im Schutzprogramm für Frauen und Mädchen in Musoma. missio

Laut Weltgesundheitsorganisation haben 130 bis 140 Millionen Frauen weltweit eine Genitalverstümmelung erlitten. In knapp 30 Ländern Afrikas, im Nahen Osten und in Südostasien ist die Tradition verwurzelt.

Das Bayerische Fernsehen stellt das missio-Projekt in Tansania im Rahmen des Sternstunden-Adventskalenders am Samstag, 2. Dezember, (08:30 Uhr, 18:28 Uhr und 19:58 Uhr) vor. Sternstunden, die Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks, unterstützt das Projekt finanziell. Adventskalender-Patin für das missio-Projekt ist Sandra Maischberger.

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