06de0fccf24a4fb7d40810ecad743eca_w1170_h600_cp missio München - missio-Delegation schließt Nordostindien-Reise ab

Nach zwölf Tagen ist am Donnerstag (21. Februar) eine Delegationsreise der Erzdiözese Bamberg und des Internationalen Katholischen Missionswerk missio München durch Nordostindien zum Abschluss gekommen. Die Bundesstaaten im Nordosten Indiens stehen in diesem Jahr im Mittelpunkt des Monats der Weltmission im Oktober, der größten Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit.

Thematischer Schwerpunkt der Reise war der Austausch mit engagierten Laien, die in der nordostindischen Kirche gezielt gefördert werden. Sie werden dazu ausgebildet, Führungsaufgaben innerhalb ihrer Pfarrgemeinde zu übernehmen. Von dieser "lebendigen, von allen getragenen Kirche" könne man in Deutschland lernen, betonte der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick.

Alternative Einkommensquellen durch nachhaltige Landwirtschaft

Die Notwendigkeit, dass wirtschaftliche Entwicklung nicht zu Lasten der Umwelt gehen dürfe, hob missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber anlässlich eines Besuchs eines Zentrums für Ökospiritualität im nordostindischen Orlong Hada (Erzdiözese Shillong) hervor. Dort bemühen sich Missionsbrüder des Heiligen Franziskus, den Menschen in der Umgebung alternative Einkommensquellen zu verschaffen: etwa durch Schulungen in nachhaltiger Landwirtschaft oder den Anbau von Pflanzen, die wenig Ressourcen verbrauchen.

Die Bedeutung fairer Handelsbedingungen zeigte sich anlässlich eines Besuchs des Teeanbaugebietes Assam. „Die katholische Kirche ist hier ein Vorreiter und nimmt ihre soziale Verantwortung ernst“, hob missio-Präsident Huber hervor.

Integration und Bewahrung des Friedens

Bambergs Erzbischof Schick würdigte die Leistung der katholischen Kirche in Nordostindien zur Integration und Bewahrung des Friedens von unterschiedlichen Volksgruppen. Indigene Stämme wie Khasi, Garo, Santhal und Boro tragen neben Einwanderern aus den Nachbarländern Bangladesch und Bhutan sowie dem restlichen Indien zu einer kulturellen und sprachlichen Vielfalt bei. Daraus erwachsen jedoch immer wieder gewaltvolle politische Konflikte.

Im Sinne des von Papst Franziskus ausgerufenen Außerordentlichen Monats der Weltmission unter dem Motto „Getauft und gesandt: die Kirche Christi missionarisch in der Welt“ widmet sich missio München im Oktober 2019 der missionarischen Pastoral in Nordostindien. Die zentralen Festlichkeiten zum Weltmissionsmonat finden in diesem Jahr im Erzbistum Bamberg statt.

missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber steht Ihnen gerne für ein Interview zur Verfügung. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; Tel. 089-5162-610

Foto: Hendrik Steffens/Erzdiözese München

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