c579165f84ae1f8278db37479a12d5d7_w1170_h600_cp missio München - Kirche gestalten nach dem Vorbild christlicher Gemeinschaften in Nordostindien

Priestermangel, fehlender Nachwuchs im Ehrenamt und Mitgliederschwund sind nur einige der Herausforderungen, denen sich die katholische Kirche in Deutschland stellen muss. In Nordostindien hingegen verzeichnet sie regen Zulauf, nicht zuletzt dank der Ausbildung Kleiner Christ-licher Gemeinschaften. Von deren Wirkungskraft überzeugt sich derzeit eine Delegation um den Bamberger Erzbischof Ludwig Schick und missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber in Shillong und Jowai im Bundesstaat Meghalaya.

Bei der Integration der Kirche in den Lebensalltag der Menschen in Nordostindien nehmen die kleinen Christlichen Gemeinschaften eine zentrale Rolle ein. In regelmäßigen Treffen mit fünf bis zehn Mitglie-dern werden die Menschen ermutigt, sich als Teil der Kirche wahrzunehmen und die Gemeinschaft nach dem Wort Gottes mitzugestalten. Engagierte Laien werden dazu ausgebildet, Führungsaufgaben inner-halb ihrer Pfarrgemeinde zu übernehmen. Sie leiten die Katechese, animieren die Gruppe und unter-stützen ihre Mitmenschen bei sozialen Herausforderungen wie im Kampf gegen Alkoholismus und Drogenkonsum.

missio-Präsident Monsignore Huber zeigt sich nach dem Besuch beeindruckt: "Die Gläubigen kämpfen oft mit widrigen Verhältnissen. Aus der Gemeinschaft schöpfen sie Kraft und erfahren zugleich Entfaltungsmöglichkeiten. Durch ihr Engagement verbessern sie den Lebensalltag der Menschen. Ihr Mut und ihre Unerschütterlichkeit in ihrem Glauben kann auch für uns in Deutschland eine Inspiration sein."

Erzbischof Ludwig Schick würdigte die Kleinen Christlichen Gemeinschaften für Ihre wichtige Rolle im Leben der Kirche in Nordostindien. "Wir in Deutschland können von ihnen lernen für eine lebendige, von allen getragene Kirche.“ Alle Bischöfe in der Region hätten sich bewusst entschieden, diese Gemeinschaften zu unterstützen, auch indem sie Priester und Ordensfrauen für den Dienst an ihnen freistellen. „Diese Gemeinschaften, die es in fast alle Pfarreien gibt, halten das christliche Leben in den Familien und Nachbarschaften lebendig, indem sie liturgische, katechetische und soziale Aufgaben übernehmen“, sagte Schick.

Für Interessierte, die die Arbeit Kleiner Christlicher Gemeinschaften kennenlernen wollen, bietet missio München in Kooperation mit der Diözese Speyer ein Seminar an. Von 18. bis 20. Oktober 2019 wird Schwester Martina Thabah aus der Erzdiözese Shillong und missio-Gast im Rahmen des Weltmissionsmonats ihre Erfahrungen mit der Ausbildung von Führungspersonen in Nordostindien weitergeben. Informationen zur Anmeldung finden Sie hier>>

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