e283e90b2afab156028d34db35e9a075_w1170_h600_cp missio München - Hungersnot in Madagaskar - missio-Projektpartner schicken verzweifelte Hilferufe

Projektpartner von missio München warnen angesichts der anhaltenden Dürre in Madagaskar eindringlich vor einer Hungerskatastrophe in ihrer Heimat und rufen die internationale Gemeinschaft zur Förderung langfristiger Projekte auf. "Seit Jahren ist die Dürre in der Region ein Problem, aber jetzt hat sich die Situation noch einmal zugespitzt. Es wird immer schlimmer. Jeden Tag sterben viele Menschen", schreibt Bischof der Diözese Morondava, Marie Fabien Raharilamboniaina, in einer Mail an das katholische Hilfswerk.

Scharf kritisiert Raharilamboniaina die Regierung: "Von ihr kommen immer nur politische Debatten und Versprechungen. Dringend nötig sind jetzt aber nachhaltige Lösungen wie Bewässerungsprojekte." Dem Bischof zufolge gibt es Pläne für zuverlässige und realisierbare Projekte wie den Bau eines Kanals von Osten nach Südosten: "Es gibt einige Flüsse, die die Wüste dieses riesigen Gebietes bewässern könnten. Dieses große Projekt könnte die Binnenflucht stoppen und diese Wüste in ein Paradies verwandeln.“ Zwar seien Lebensmittelhilfen der Hilfsorganisationen eine große Hilfe, um die akute Notlage zu entschärfen. „Langfristig helfen den Menschen in Madagaskar aber nur Projekte, die den Kampf gegen die Wüstenbildung unterstützten. Der Bischof betont: „Wir dürfen keine Zeit verlieren, denn jede Sekunde sterben mehr Menschen."

"Die Gefahr zerfrisst das Land"

Auch der Weihbischof von Madagaskars Hauptstadt Antananarivo, Monsignore Jean Pascal Andrantsoavina, wendet sich in einer Mail an missio München und ruft zur Solidarität mit den Notleidenden auf. "Die Gefahr zerfrisst das Land. Die Menschen leiden unter der drohenden Hungersnot." Madagaskar werde von den Auswirkungen des "eklatanten Klimawandels" schwer getroffen. Seinen Angaben zufolge leben 95 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. "Viele von ihnen können sich nur eine einzige Mahlzeit am Tag leisten, manche bekommen sogar nur zwei bis drei Mal die Woche etwas zu essen. Die Bedürftigsten ernähren sich von Insekten und einer Brühe aus Süßkartoffelblättern. Die Mehrheit der Bauern kann nicht mehr ernten, was sie gesät hat. Darüber hinaus sind die Preise für Reis, Zucker und Öl stark gestiegen. Die Mehrheit der Bevölkerung auf Madagaskar leidet an Unterernährung", mahnt der Bischof. "Wenn jetzt keine Maßnahmen ergriffen werden, um den Menschen kurz- und vor allem langfristig zu helfen, wird es spätestens mit der nächsten Trockenzeit im Oktober eine humanitäre Katastrophe geben."

missio München versucht seinen Projektpartnern auf Madagaskar in der schwierigen Situation beizustehen. So hat das Hilfswerk mit Hilfe von Spendengeldern im Jahr 2020 in Betakilonina ein Bewässerungs- und Solarprojekt mit einer Summe von 18.600 Euro unterstützt. In der Erzdiözese Toliara errichtet missio München ein Wohnheim für die Behandlung von psychisch Kranken und in der ländlichen Gemeinde Efoetse eine Mehrzweckhalle. Dort gibt es Freizeit- und Lernangebote für Kinder und Jugendliche aus entlegenen Dörfern sowie Alphabetisierungs- und Berufskurse für die lokale Bevölkerung. Zudem vergibt missio München in der Erzdiözese Antananarivo Überbrückungshilfen aus dem missio-Corona-Fonds.

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