79f931c3d6360495fef66b4e27bc911a_w1170_h600_cp missio München - "Einsparungen sind der falsche Weg"

missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber kritisiert die aktuellen Pläne von Bundesfinanzminister Olaf Scholz: Als "äußerst bedenklich" wertet der missio-Präsident dabei die geringe Aufstockung des Budgets des Entwicklungsministeriums für 2019 und die geplanten Budgetkürzungen um eine Milliarde Euro ab 2020. "Es ist zwingend notwendig, in den kommenden Jahren mit Konzepten und auch mit finanziellen Mitteln gezielt bessere Lebensumstände in den Ländern des Südens zu fördern. Die Ansätze des Bundesentwicklungsministers dabei durch Einsparungen zu torpedieren, ist der falsche Weg", betont Huber.

"Wir können der derzeitigen Polemik von Aus- und Abgrenzung, von Abschiebung und Abschottung nur entgegentreten, wenn wir machbare Wege suchen, vor Ort Verbesserung zu schaffen. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller ist es gelungen, die Realitäten vor Ort gerade auch in Afrika auf die politische Agenda zu setzen und ihnen den Stellenwert zu geben, der ihnen zusteht. Es ist nicht hinzunehmen, in welcher Weise derzeit mit den Themen Flucht und Migration Ängste geschürt werden. Dies geschieht in einer Art und Weise und in einer Rhetorik, die einen schaudern lässt", sagt  Huber. "Diesen Stimmen kann man wenig entgegensetzen, wenn zugleich einer Entwicklungspolitik, die wirklich etwas zum Positiven verändern will, finanziell der Boden unter den Füßen weggezogen wird."

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