8b9234199a5883fa1f60354540c33938_w1170_h600_cp missio München - Eine Zukunft für Flüchtlinge in Kenia

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen lebt ein Mensch im Durchschnitt rund 17 Jahre lang im Flüchtlingslager Kakuma in Kenia. Monica Atieh ist schon viel länger dort. Die heute 24-Jährige wurde als Kind südsudanesischer Flüchtlinge in Kakuma geboren. Ihre Eltern mussten aus dem vom Bürgerkrieg zerrütteten Land fliehen. Monica wuchs in Kakuma auf, sie kennt jede Ecke des Lagers, die endlosen aneinandergereihten Blechhütten und Zelte und vor allem die Hoffnungslosigkeit, die immer spürbar ist.

Gerade erwachsen, wurde Monica von ihren Eltern in den Südsudan verheiratet. Was Monica in der Zwangsehe erlebt hat, wissen wir nicht. Das einzige, was sie sagen will, ist: "Es ging gar nicht gut." Monica floh vor ihrem Ehemann und kehrte schwanger zurück in das einzige Zuhause, das sie kannte: die Blechhütten in Kakuma.

Hilfe für ankommende Flüchtlinge

Schließlich konnte ihr der Jesuiten- Flüchtlingsdienst zu einem neuen, selbstbestimmten Leben verhelfen. Monica hat eine Ausbildung zur Trauma-Therapeutin gemacht und sich so ihren größten Wunsch, anderen zu helfen, erfüllt. Seitdem bietet sie ankommenden Flüchtlingen Gespräche an, um zu helfen, deren schlimme Erlebnisse zu verarbeiten.

Viele, die von Monicas Geschichte hören, können sich ihr öffnen – denn sie wissen, dass sie ihr vertrauen können. "Das ist unglaublich wichtig, denn über Kakuma liegt ein Schweigen. Die Leute hier erzählen sich nicht gegenseitig, was ihnen passiert ist. Bei mir öffnen sie sich auch erst, wenn sie überzeugt sind, dass die Schweigepflicht, der ich unterliege, kein leeres Versprechen ist."

Mut und Hoffnung

Eine wichtige Voraussetzung, denn: nur wer das Vergangene verarbeitet, kann in die Zukunft blicken. Nach der seelischen Stabilisierung setzen sich die Jesuiten schließlich dafür ein, dass die Geflüchteten eine Schul- oder Ausbildung und manchmal sogar einen Online-Studienplatz erhalten. Nur so können sie den Weg aus den Lagern in ein selbstbestimmtes Leben mit eigenem Einkommen schaffen.

Und das Engagement ist erfolgreich, wie Yves René Shema, einer der Studien-Koordinatoren, berichtet: "Immer wieder schaffen es unsere Studenten, irgendwo wirklich Fuß zu fassen. Das gibt den anderen dann Mut und Hoffnung, weiterzumachen."

Ein Projekt, das Zukunft spendet und Mut macht! Mit Ihrer Spende können wir noch vielen weiteren Flüchtlingen einen Neuanfang ermöglichen.

Helfen Sie Flüchtlingen in Kenia!

  • 10 Euro im Monat im Monat helfen, Geflüchteten durch Bildung einen Neuanfang zu ermöglichen.
  • 25 Euro finanzieren eine 5-tägige Trauma-Therapie für einen neuankommenden Flüchtling.
  • 52 Euro kostet das monatliche Gehalt eines Familientherapeuten.

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