Titel des missio magazins 6/2018: Unserem Fotograf Jörg Böthling gelang dieses Porträt bei den Gumuz in Äthiopien.

Bis Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die Gumuz, eine kleine Ethnie im Westen Äthiopiens, von anderen Volksgruppen als Sklaven gehandelt. Bis heute sind sie mit ihrer traditionellen, teilweise nomadischen Lebensweise Außenseiter im eigenen Land. Von ihrer Geschichte und ihrem Leben, von schwindenden Traditionen und neuen Chancen berichtet die Titelreportage des neuen missio magazins.

missio-magazin-Redakteurin Steffi Seyferth reiste für ihre Reportage gemeinsam mit dem Fotografen Jörg Böthling in den Westen Äthiopiens – das diesjährige missio-Partnerland im Monat der Weltmission. Dort, in den Weiten des Tieflands, abseits der Straßen, leben die Gumuz in runden Hütten aus Holz und Lehm. Sie betreiben Ackerbau, halten Viehherden und jagen wilde Tiere. Es gibt jedoch immer weniger unbesiedelte Flächen. Staatliche Umsiedlungsprojekte in den 1980er Jahren führen bis heute zu Konflikten zwischen den Ethnien. Verstärkt werden die Spannungen durch Dürren und Hungersnöte sowie die Vergabe von Land an ausländische Großinvestoren.

Für die zweite Reportage recherchierte missio-magazin-Redakteur Christian Selbherr mit dem Fotografen Fritz Stark vor Ort in den Flüchtlingslagern in der Ägäis: Sie berichten von Gewalt, Chaos und Aussichtslosigkeit. Obwohl die EU seit Jahren um eine Lösung ringt, kommen fast jeden Tag neue Menschen hinzu. Auf Inseln wie Lesbos, Chios oder Samos, die nur wenige Kilometer von der türkischen Küste entfernt liegen, leben derzeit mehr als 20 000 Menschen mit ungeklärtem Status. Wie es weitergehen soll, weiß zur Zeit keiner. 

Außerdem im Heft 6/2018: Ein Interview mit Pater James Channan aus Pakistan darüber, wie das Zusammenleben mit dem Islam in seiner Heimat gelingen kann und welche Gefahren es für die Christen dort gibt. In einem weiteren Interview erörtert der Potsdamer Klimaökonom Ottmar Edenhofer, warum die Umweltenzyklika von Papst Franziskus zur richtigen Zeit kam, und mahnt, dass man sich nicht von Populisten ins Bockshorn jagen lassen darf. In der Rubrik "Blickwechsel" werden die beiden philippinischen Künstler Gary Granada und Ditsi Carolino porträtiert, die sich in ihrer Heimat mutig gegen die Politik von Präsident Rodrigo Duterte stellen.

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