f206750018261132d5ea535637a28965_w1170_h600_cp missio München - "Das Miteinander in der Familie ist durch nichts zu ersetzen"

Anlässlich des Fests der Heiligen Familie am 30. Dezember 2018 mahnt missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber, die wirtschaftlichen Zwänge in den Schwellenländern Asiens in den Blick zu nehmen. "In den ländlichen Regionen Indiens oder der Philippinen werden mehr und mehr Familien auseinandergerissen. Ein Elternteil oder beide müssen sich in den Großstädten Arbeit suchen. Das Geld schicken sie nach Hause, wo die Sorge um die Kinder oft auf den Großeltern lastet. Die Eltern werden um die Zeit mit ihren Kindern gebracht."

Niedriglöhne und ausbeuterische Arbeitsbedingen brächten zudem großes Leid über die Menschen. Aktueller denn je sei der Appell von Papst Franziskus, dass die Wirtschaft dem Menschen dienen müsse und nicht andersherum: "Das machen uns die Schicksale der Menschen in den Ländern des Südens deutlich: Der Wunsch, Perspektiven für die eigenen Kinder zu schaffen, bringt die Menschen dazu, sich selbst aufzuopfern." Asiatische und afrikanische Arbeiter, die etwa im Golf-Staat Katar auf den Baustellen für die Fußball-WM 2022 malochen, verbinden meist nur Nachrichten und Bilder der sozialen Medien mit der Familie zu Hause: "Das echte Miteinander ist jedoch dadurch nicht zu ersetzen, im Gegenteil, manchmal macht die virtuelle Art der Verbindung die Vereinsamung nur umso deutlicher."

Der Einsatz für bessere Lebensbedingungen für Familien im globalen Süden, müsse daher oberste Priorität haben. "Die Familie ist der Kern jeder Gesellschaft. Keine Gesellschaft kann gut gedeihen, wenn die Familien aus wirtschaftlicher Not zerrissen werden." Im Februar 2019 wird der missio-Präsident mit Blick auf diese Herausforderungen auf die Philippinen und nach Indien reisen.

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