f36bbb9536de93042ea5b1163d46a525_w1170_h600_cp missio München - Dürre in Westafrika bedroht Millionen von Menschen

Burkina Faso erlebt derzeit eine entsetzliche Dürre. Die kleinen Felder sind vertrocknet, der Regen bleibt aus, die Lebensmittel werden knapp. Neugeborene Kinder und ihre Mütter sind besonders betroffen. In der gesamten Sahelzone sind sechs Millionen Menschen von Hungersnot bedroht, berichten die Vereinten Nationen. „Aus unserer christlichen Verantwortung heraus können wir nicht wegsehen, wenn die Menschen in dieser Region derartiges Leid erfahren“, betont Monsignore Wolfgang Huber, Präsident von missio München. „Unsere Partner aus Burkina Faso haben sich an missio München gewandt – ihr Hilfeschrei darf nicht verhallen.“

Schon im Mai 2018 hatte der burkinische Landwirtschaftsminister Joseph Ouédraogo die Welt um Hilfe gebeten. Nicht nur die wenigen Regenfälle, sondern auch Angriffe von Schädlingen hätten die Ernten zerstört. Hinzu kommen kriegerische Konflikte in der Region, wie etwa im Norden Nigerias, verursacht durch die Islamisten der "Boko Haram", oder im Sudan. Deshalb müssen ganze Dorfgemeinschaften fliehen. Ihre Felder lassen sie zurück, so dass diese brachliegen. Nomadenvölker suchen verzweifelt nach Weidegründen und Wasserstellen für ihre Herden. Alleine können sich die Menschen nicht helfen, denn dazu fehlen ihnen schlicht die Mittel. 

Abbé Adelphe Rouamba aus der Diözese Kaya bestätigt: "Wir haben im Land ein Getreidedefizit von knapp 500.000 Tonnen. Um einer humanitären Katastrophe vorzubeugen, müssen sofort dringende Nothilfen eingeleitet werden." Als Generalsekretär der örtlichen Caritas (OCADES) versucht Adelphe Rouamba den Menschen beizustehen. "Die Kinder hier werden in eine Welt ohne Nahrung hineingeboren. Ihr Leid mitansehen zu müssen, ist unerträglich", berichtet Abbé Adelphe Rouamba. Mit Hilfe von Spenden will er die Lieferung von Nahrungsmitteln ermöglichen. In so genannten Getreidebanken wird zudem Saatgut für Mais und Sorghum-Hirse eingelagert, damit die Felder bald wieder bepflanzt werden können und die nächste Ernte besser ausfällt.

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