4552c4573944e57474b059726d9a66dd_w1170_h600_cp missio München - Von der Straße in die Schule

Bereits zum vierten Mal hilft die Firma Lemken Straßenkindern in Indien. Insgesamt rund 100 000 Euro spendete der Experte für Landmaschinen und Agrartechnik für das missio-Projekt. „Das Land Indien ist uns über die mehr als sechs Jahre, in denen unser Produktionswerk in Nagpur besteht, ans Herz gewachsen. Die zahlreichen Besuche vor Ort haben gezeigt, welchen kulturellen Reichtum, aber auch wie viel Armut dieses Land ausmacht“, sagt Gesellschafterin Nicola Lemken.

Einerseits könne die Firma viel dazu beitragen, die Landwirtschaft in Indien produktiver zu machen und damit für besseres Einkommen der dortigen Familien zu sorgen. Gleichzeitig habe das Unternehmen vor drei Jahren beschlossen, einen Teil seines Erlöses diesem wichtigen Absatzmarkt zurückzugeben und sich dort für Kinder in Armut einzusetzen, so Lemken.

Einsatz für Kinderrechte

In dem Projekt „Bangalore Rural Education and Development Society“ (Breads) wird Kindern geholfen, die auf derStraße leben oder schon früh zu Arbeit in Steinbrüchen, Autowerkstätten oder Hotels gezwungen werden. Die von den Salesianern Don Boscos initiierte Hilfsmaßnahme versorgt diese Kinder nicht nur mit Kleidung, Lebensmitteln und Medizin, sondern möchte die Mädchen und Jungen auch mental stärken und ihnen Perspektiven für die Zukunft ermöglichen. „Der Schlüssel unserer Arbeit heißt Bildung und Bewusstsein“, sagt der Direktor des Hilfsprogramms, Fr. Joy Nedumparambil. „Wir klären Kinder und Jugendliche über ihre Rechte auf und helfen ihnen, diese auch in Anspruch zu nehmen. Allein das Bewusstsein darüber macht einen großen Unterschied.“ Ziel der Salesianer ist es, die jungen Menschen von der Straße in die Schule zu bekommen und ihnen so eine bessere Zukunft zu ermöglichen

Für die Firma Lemken, die 1780 als Schmiede gegründet wurde, und heute als weltweit agierender Agrarspezialist tätig ist, ist gesellschaftliche Verantwortung wesentlich: „Unsere Mitarbeiter und Kunden schätzen es sehr, für ein Familienunternehmen zu arbeiten, eben weil bei uns der Mensch im Mittelpunkt steht und wir gesellschaftliche Verantwortung ganzheitlich vorleben“, sagt Nicola Lemken.

 

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