Abbé Apollinaire Weltmissionsmonat

Abbé Apollinaire Delwende Dibende aus Burkina Faso vertritt missio München als Botschafter während des Weltmissionsmonats. Da er derzeit in Deutschland studiert, stellt die Corona-Pandemie kein gravierendes Hindernis dar. Hier erzählt er von seiner Motivation und davon, was ihn an den Deutschen gefällt.

Abbé Apollinaire Delwende Dibende, 41 Jahre alt, kommt aus Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso. Er ist Priester und hat unter anderem als Lehrer, Sekretär des Kardinals und Kaplan in einer Pfarrei in Ouagadougou gearbeitet. Über ein Stipendium kam er nach Deutschland und studiert seit Oktober 2019 vertieft das Neue Testament an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.

Sie studieren derzeit vertieft Katholische Theologie in Eichstätt. Was ist Ihre Motivation?

Ich studiere mit dem Ziel, meine Leistungen im priesterlichen Dienst zu verbessern: Ich möchte eine gute Ausbildung, um der Kirche und der Gesellschaft in Burkina Faso besser dienen zu können, indem ich meine Kompetenzen zur Verfügung stelle.

Was hat Sie am Leben in Deutschland besonders überrascht?

Die Bürokratie in der Verwaltung und die Umweltfreundlichkeit der Deutschen haben mich überrascht. Darüber hinaus habe ich festgestellt, dass die Deutschen Wert auf die Pünktlichkeit legen und im Verkehr sehr diszipliniert sind. Das hat mir gefallen.

Vermissen Sie etwas aus Ihrer Heimat?

Aus meiner Heimat vermisse ich die lebendigen Gottesdienste auf meine Muttersprache (Moore) und die fröhliche Atmosphäre in der Familie und in den Gemeinden.

Wie sehen Ihre weiteren Pläne aus?

Wenn es läuft wie geplant, schließe ich in einem Jahr mein Lizentiatsstudium ab. Dann werde ich sehen, wie es weitergeht. Auf jeden Fall werde ich nach Burkina Faso zurückkehren. Ich möchte dort der Kirche meine Kenntnisse zur Verfügung stellen. Das kann in der Seelsorge in einer Pfarrei sein oder in der Ausbildung zukünftiger Priester. Nichts ist im Voraus bestimmt. Was für mich zählt, ist ein priesterlicher Dienst im Gehorsam und nach der Vorstellung des Evangeliums.

Was erhoffen Sie sich vom Monat der Weltmission?

Vom Monat der Weltmission erhoffe ich mir, Erfahrungen beim Gestalten von Kampagnen zu sammeln. Durch mein Gebet und meine Teilnahme möchte ich zudem ein Bewusstsein schaffen für das Engagement der Christen in der Mission der Kirche in Deutschland und in der ganzen Welt.

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